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Fr, 11:38 Uhr
13.02.2009

Forcierte Schwarzwildbejagung?

Für eine forcierte Schwarzwildbejagung in Thüringen unterzeichnen heute Verbände und Behörde unterzeichnen gemeinsamen Appell zur verstärkten Reduzierung der überhöhten Schwarzwildbestände in Thüringen. Auch ein Problem im Kyffhäuserkreis?...

Heute wird in Erfurt auf Initiative des Landesjagdverbandes Thüringen e. V ein „Gemeinsamer Appell über Maßnahmen zur verstärkten Reduzierung der überhöhten Schwarzwildbestände in Thüringen“ unterzeichnet. Zur Unterzeichnung werden anwesend sein der stellvertretende Präsident des Thüringer Bauernverbandes, Helmut Gumbert, der Präsident des Thüringer Landesjagdverbandes, Steffen Liebig, der Vorsitzende des Thüringer Verbandes der Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbezirksinhaber, Helmut Hercher, und als Vertreter der obersten Jagdbehörde im Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt, der Abteilungsleiter Forsten, Naturschutz, Ländlicher Raum, Dr. Karl Friedrich Thöne.

Der Appell greift den ersten gemeinsamen Appell vom September 2000 wieder auf und aktualisiert ihn. Die vorgesehenen Maßnahmen machen deutlich, dass Grundeigentümer, Landnutzer und Jäger bei der Schwarzwildbejagung gemeinsam alle Anstrengungen unternehmen müssen, um Wildschäden in der Flur in Grenzen zu halten und den veterinärhygienischen Erfordernissen zu entsprechen. Nach Unterzeichnung des Appells sollen die formulierten Maßnahmen umgehend umgesetzt werden.

Und wie sieht die Situation im Kyffhäuserkreis aus? Nach Aussage von Dr. Andreas Niepagen, Forstinspektion Nord, halten sich die Schäden durch Schwarzwild im Forst selbst in Grenzen. Mehr betroffen, so seine Vermutungen, seien die offenen Landschaften und die angrenzenden Landwirtschaftsflächen. Dazu liegen ihm aber keine Zahlen vor.

Von Detlef Sommer, Geschäftsführer des Thüringer Verbandes der Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbezirksinhaber, war zu hören, dass der Kyffhäuserkreis kein besonderer Schwerpunkt beim Schwarzwild sei. Zumindest sei zurzeit nicht geplant, die Abschusszahlen wesentlich zu erhöhen.

Auch Dr. Horst Kästner vom Landwirtschaftsamt Bad Frankenhausen sah es ähnlich. Es gibt kein generelles Muss zum Erhöhen der Abschusszahlen. Der Jagdpächter muss von Revier zu Revier unterscheiden, ob die Schäden in der benachbarten Landwirtschaft zu hoch werden, denn dann wird er nämlich für die Schäden „seiner“ Wildschweine eventuell zur Kasse gebeten. Im Wald drin sind die Wildscheine aus der Sicht des Forstes gern gesehene Gäste, denn durch das Wühlen im Waldboden tragen sie zur Lockerung des Bodens ein und sind auch dadurch die Gärtner des Waldes, denn aus den untergewühlten Früchten wächst natürlich auf etwas nach. Die gleiche Wühlerei im benachbarten Mais oder Raps sieht der Bauer eher mit großem Schrecken.

Ausgesprochene Schwerpunkte für Schäden in der Landwirtschaft durch Schwarzwild sieht Dr. Kästner nicht. Zurzeit scheinen die angrenzenden Felder von Schmücke und Hoher Schrecke etwas stärker gefährdet zu sein, aber auch das liegt mit an der angebauten Frucht und dem Reifegrad. Mais in der Milchreife ist nun mal für Wildschweine eine sehr delikate Angelegenheit.
Autor: khh

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