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Do, 12:34 Uhr
05.03.2009

Gute Aussichten

Nach dem erfolgreichen Neustart 2008 präsentiert sich Thüringen in diesem Jahr mit einem um fünf Aussteller und rund 30 Quadratmeter gewachsenen Gemeinschaftsstand auf der CeBIT in Hannover. Unter dem Motto „Willkommen in der Denkfabrik“ werben hier 16 der insgesamt 51 Thüringer CeBIT-Aussteller um neue Kunden und Aufträge.


Das Wirtschaftsministerium fördert den Stand mit rund 150.000 Euro. „Die IT-Branche in Thüringen stemmt sich beherzt gegen die Konjunkturkrise“, sagte Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz (CDU) während seines heutigen CeBIT-Rundgang und Gesprächen mit mehr als 30 Firmenvertretern. „Kaum ein Unternehmen plant Entlassungen, viele aber neue Investitionen.“ Vor allem die Thüringer Branche zeigt sich robust: Im Vergleich zum Vorjahr – und gegen den allgemeinen Trend – ist die Zahl der CeBIT-Aussteller aus dem Freistaat um rund 25 Prozent gestiegen.

Mit Blick auf Thüringen teilt der Minister daher die Einschätzung des Branchenverbands BITKOM für die Informations- und Kommunikationswirtschaft (IuK) in Deutschland insgesamt: Dieser sagt für das laufende Jahr eine zumindest stabile Umsatzentwicklung bei Erzeugnissen der Informationstechnologie voraus.

Das Umsatzvolumen in Deutschland beläuft sich demnach 2009 wie im Vorjahr auf rund 144,6 Milliarden Euro. In den Bereichen Computer, Software und IT-Dienstleistungen ist sogar ein geringfügiges Wachstum möglich. „Ich gehe davon aus, dass die Thüringer Hersteller von dieser insgesamt stabilen Branchenentwicklung profitieren werden“, sagte Reinholz.

Denn: Für die Unternehmen aus dem Freistaat mit ihren innovativen, kostensenkenden Produkten bedeutet die derzeitige Wirtschaftskrise aus Sicht des Wirtschaftsministers auch eine große Chance. „In Krisenzeiten wird rationalisiert – und Rationalisierung läuft eben oft über neue Informationstechnologien“, so Reinholz. Die Thüringer IuK-Branche umfasst rund 1.000 überwiegend kleine und mittelständische Unternehmen mit mehr als 23.000 Beschäftigten und erwirtschaftet einen Umsatz von rund 4,7 Milliarden Euro. Schwerpunkte liegen in den Bereichen Softwareentwicklung, Hardwarekomponenten sowie Vertriebund Service.

Größte Herausforderung der kommenden Jahre sieht Reinholz in einem zügigen Ausbau der Breitband-Infrastruktur in Deutschland und Thüringen – gerade auch im ländlichen Raum. „Nur dann wird jeder Bürger auch von den Fortschritten der modernen IuK-Technologien profitieren können“, sagte Reinholz. Die Thüringer Landesregierung hat deshalb Ende 2008 Jahres gemeinsam mit Internetwirtschaft und Kommunen die Breitband-Initiative „Thüringen-Online“ gestartet.

Ziel ist es, bis zum Beginn des kommenden Jahrzehnts eine flächendeckende Versorgung mit schnellen Internetzugängen in Thüringen zu erreichen. Dazu müssten allerdings alle Beteiligten ihre Anstrengungen noch verstärken. Das Land stellt in diesem und im kommenden Jahr insgesamt 2,7 Millionen Euro aus Bundes- und Landesmitteln für die Förderung des Breitband-Ausbaus zur Verfügung.
Autor: nnz/kn

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