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Di, 16:07 Uhr
10.03.2009

Allianz geschlossen

Es kommt heutzutage selten vor, dass sich Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften einig sind. Wenn dann noch die Politik mitmischt, dann wird es ganz spannend. Auch in Thüringen...


Thüringer Landesregierung, Kammern und Verband der Wirtschaft, Deutscher Gewerkschaftsbund sowie die Regionaldirektion Sachsen-Anhalt/Thüringen der Bundesagentur für Arbeit haben heute die „Thüringer Allianz zur Fachkräftesicherung“ geschlossen. Die Allianz hat das Ziel, die Wirtschaft bei der Deckung ihres Fachkräftebedarfs zu unterstützen und zugleich für jeden Jugendlichen eine berufliche Perspektive in Thüringen zu schaffen. Nach einer aktuellen Studie des Thüringer Wirtschaftsministeriums werden bis zum Jahr 2015 in Thüringen rund 80.000 zusätzliche Fachkräfte benötigt.

Die Handlungsfelder der „Allianz zur Fachkräftesicherung“ reichen von der Schul- und Allgemeinbildung über die Berufs- und Studienwahlvorbereitung, Berufsausbildung und Studium, Weiterbildung und Qualifizierung bis hin zur Unterstützung für Berufspendler und Rückkehrer und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Die Allianz ersetzt damit auch den bisherigen Thüringer Ausbildungspakt und knüpft an bestehende Vereinbarungen wie den Thüringer Bildungspakt, den Thüringer Hochschulpakt und die Allianz für Familie und Beruf an.

Die Notwendigkeit der Fachkräftesicherung ergibt sich aus der demografischen Entwicklung, mit der alle neuen Länder in besonderem Maße konfrontiert sind; sie wird auch durch die derzeitige Finanz- und Wirtschaftskrise nicht aufgehoben. Gab es in Thüringen im Jahr 2000 noch fast 36.000, 2007 noch 24.500 Schulabgänger, so werden es im Jahr 2010 weniger als 18.000 sein. Bereits ein gutes Viertel (27 Prozent) der Beschäftigten in Thüringen sind 50 Jahre und älter. Allein daraus resultiert im Freistaat zum Beispiel ein Ersatzbedarf von 3.300 Ingenieuren und 9.600 Metallfacharbeitern in den kommenden Jahren.

Der „Allianz für Fachkräftesicherung“ geht es u.a. darum, die Berufswahlvorbereitung zu verbessern, um Ausbildungsabbrüche zu verringern und Schüler verstärkt an naturwissenschaftlich-technische Berufe heranzuführen. Die betriebliche Ausbildung soll gestärkt und die Zahl vollzeitschulischer Ausbildungsgänge, die bislang oftmals als Ersatz für nicht ausreichend vorhandene betriebliche Ausbildungsplätze dienten, reduziert werden.

Mehr Unternehmen sollen für eine kontinuierliche Weiterbildung ihrer Beschäftigten gewonnen werden. Firmenausbildungsverbünde und die überbetriebliche Lehrunterweisung sollen ausgebaut werden, um die Ausbildungsmöglichkeiten der Betriebe zu erweitern. Zugleich soll die Aus- und Weiterbildungsqualität künftig besser kontrolliert werden. Zudem geht es darum, Studenten, Berufspendler und Fachkräfte für einen Zuzug nach Thüringen zu gewinnen.
Autor: nnz/kn

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