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Fr, 07:05 Uhr
13.03.2009

Betroffenheit groß

Die Betroffenheit zum Amoklauf von Winnenden ist aller Orten groß. Häufig gestellte Frage: Wie kamen die Amokläufer so leicht an die Waffen? Wird denn von den Behörden die Unterbringung der Waffen überprüft? Wir haben nachgefragt....

Der zuständige Bearbeiter im Landratsamt Kyffhäuserkreis, Michael Hengstermann, gab unumwunden zu, wir konnten bei der Ausgabe der Waffenkontrollkarten im Jahre 2003 einige Stichproben machen. Aber bei zurzeit ausgegebenen gut 2.000 Waffenbesitzkarten ist eine umfassende Kontrolle nicht mehr möglich und wird auch nicht mehr durchgeführt. Das Personal dazu ist einfach nicht vorhanden. Wir müssen uns auf die eidesstattlich Versicherung verlassen, dass die Waffen immer ordnungsgemäß und sicher verschlossen werden. Fairerweise muss man dazusagen, in anderen Landkreisen wird es genauso aussehen.

Am Rande des gestrigen Gelöbnisses in der Karl-Günther-Kaserne hatte kn die Möglichkeit, mit dem Leiter der Polizeiinspektion Kyffhäuser, Klaus Schulz zu sprechen. Auch er gab klar an, dass die Polizei keine Kontrollen hinsichtlich der ordnungsgemäßen Lagerung der Waffen durchführt. Das sei nun mal eher die Aufgabe desjenigen, der die Waffenkontrollkarten ausgibt. Auch wenn er es nicht sagte, ist klar, wenn Kontrolle, dann durch das Landratsamt.

Mit einfachen Kontrollen, so ist sich Schulz sicher, ist so ein Problem auch nicht lösbar. Wenn 17-jähriger Junge unbedingt an die Waffen der Eltern ran will, dann wird er Mittel und Wege finden, es zu tun, da ist sich Klaus Schulz sicher. Da helfen auch noch so gut gemeinte Kontrollen nicht. Dem ist wohl nichts hinzuzufügen. Nur mit Kontrollen ist so ein Problem nicht lösbar.

Es ist aber doch schon erstaunlich, dass im Kyffhäuserkreis bei ca. 85.000 Einwohnern gut 8.000 Waffen in den Wohnungen mehr oder weniger gut verschlossen rumliegen. Dazu muss man wissen, dass pro Waffenbesitzkarte bis zu acht Waffeneingetragen werden können. Eine Tatsache, die doch etwas beängstigend wirkt. Auch wenn man sich nicht unbedingt mit dieser Frage Freunde macht, gestellt wurde sie nun öfter schon: Müssen eigentlich die Waffen der Vereinsmitglieder von Schützenvereinen zu Hause liegen? Aber welcher Schützenverein hat schon eine solche gute Möglichkeit, die Waffen seiner Mitglieder längere Zeit sicher aufzubewahren?

Auch wenn es sich keiner eingestehen will, es war nach Erfurt so, und wird nach Winnenden nicht anders sein: Es gibt für solche Ereignisse einfach keine schlüssige Lösungsmöglichkeit. Wenn es keine Waffen gibt, dann durchsucht man das Internet nach Bastelanleitungen für Bomben. So einfach sind die Lösungsmöglichkeiten leider nicht, auch wenn man es sich noch so wünschen kann.
Autor: khh

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