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So, 07:00 Uhr
15.03.2009

Nepal-Expedition 2008

Über die Nepal-Expedition 2008 - eine Bild -und Dia - Dokumentation berichtet unserer Leser Hans-Jürgen Schmidt, anlässlich der Eröffnung einer Bilderausstellung im Foyer des Rathaus Sondershausens...

Im Rahmen des „Treffs für Neugierige 2009“ des Schlossmuseums in Sondershausen organisierte die Museumsleitung eine Fotoausstellung im Foyer des Rathauses, die vom 11.3. bis 24.4.209 besichtigt werden kann und gleichzeitig einen Vortrag im „Blauen Saal“ des Schlosses, der um 18 Uhr begann und gegen 20 Uhr endete. Der Saal war gut gefüllt, um mit Interesse den Ausführungen zu einer Expedition in das Dolpho - Gebiet in Nepal zu folgen. Detlef Koch informierte zu Beginn über die Hilfsaktion für Hurrikot über die schon ausführlich berichtet wurde. Diese Aktion ist auf Spenden angewiesen. Anschließend wurde ein Dia-Vortrag mit Sebastian Brandl gezeigt, der mit Musik aus Nepal untermalt war. 6 Personen hatten sich im Oktober 2008 zu einer Expedition zusammengefunden, um rund 270 km durch den Westteil Nepals in etlichen Tagesetappen zu durchwandern. Der Flug bis nach Kathmandu war problemlos. Dann begann das eigentliche Abenteuer, denn die Innlandflüge sind meist mit warten auf den Abflug verbunden und fordern die ganze Aufmerksamkeit es Piloten. Die erste Station war Nepalganj. Es ist ein Ort, der im Tiefland Nepals liegt. Dann ging es mit dem Flieger bis Juphal. Hier begann der Trip durch das Gebirge. Es ist ein dünn besiedeltes Gebiet.

Nepal befindet sich in Asien und erstreckt sich vom 26. bis 30. nördlichen Breiten- und vom 80. bis 88. östlichen Längengrad und umfasst eine Fläche von 147.181 km², wovon etwa 143.000 km² Landfläche sind, die restlichen 4.000 km² sind Binnengewässer. Nepal liegt zwischen den beiden bevölkerungsreichsten Staaten der Erde: Der autonomen Region Tibet der Volksrepublik China im Norden und Indien im Süden, Westen und Osten. Nepal grenzt an die indischen Bundesstaaten Uttarakhand, Uttar Pradesh, Bihar, Westbengalen und das annektierte Königreich Sikkim (von West nach Ost). Im Norden und im Osten liegt ein großer Teil des Himalaya-Gebirges, unter anderem mit dem Mount Everest, dessen Gipfel mit 8.848 m ü. M. den höchsten Punkt der Erde darstellt, und sieben weitere der zehn höchsten Berge der Erde. Der tiefste Punkt dagegen liegt auf 70 m ü. M., bei Kencha Kalan im Süden Nepals. Trotzdem ist Nepal noch das durchschnittlich höchstgelegene Land der Welt, über 40 % des Landes liegen über 3.000 m. Nepal ist ethnisch und kulturell ein viel Völkerstaat.. Bei einer Volkszählung im Jahre 2001 wurden über 100 verschiedene ethnische Gruppen und Kasten sowie mehr als 70 unterschiedliche Sprachen und Dialekte gezählt.

Nepalausstellung (Foto: Hans-Jürgen Schmidt) Nepalausstellung (Foto: Hans-Jürgen Schmidt)


Dieses komplexe Gefüge ist zudem äußerst dynamisch. Dialekte werden zu Sprachen, und Sprachen fallen auf die Stufe von Dialekten zurück. Kastengrenzen sind durchlässig. Zugehörigkeiten zu Ethnien und Kasten überschneiden sich. Rund 80 % der Bevölkerung sind Angehörige des Hinduismus. Nepal war das einzige Land, in dem der Hinduismus die Staatsreligion war, bis das Parlament sich nach der Entmachtung des Königs im April 2006 zum Säkularismus (Trennung von Religion und Staat) bekannte. Weiterhin sind rund 15 % der Bevölkerung als Buddhisten ausgewiesen. Außerdem gibt es eine Minderheiten von Muslimen (etwa 3 %). Die etwa 2 % Christen in Nepal sind aufgrund ihrer Religion manchmal Benachteiligungen ausgesetzt, dennoch können sie ihren Glauben öffentlich leben. Es gibt etliche christliche Schulen, vor allem im Kathmandutal, die aufgrund ihrer Qualität auch von Hindus oder anderen Religionsanhängern besucht werden.

Dies alles konnten die Expeditionsteilnehmer spüren. Sybille Böhrsing formulierte: „Wir haben die verschiedensten Menschen in einer unterschiedlichen Landschaft angetroffen. Es sind schicksalsergebene Menschen, die trotzdem fröhlich, gastfreundlich und selbstbewusst waren. Als Frau brauchte man keine Angst haben und im Gebirge gab es keine Bettler.“ Der Weg durch das Gebirge war anstrengend und zum Teil beschwerlich, denn mancher Pfad war ins Tal abgerutscht, so dass man Umwege machen musste, die steil bergan und steil bergab gingen.

Bei Passüberquerungen in 5200 m Höhe musste über Schneefelder gegangen werden und bei Übernachtungen bei minus 15 Grad war frieren angesagt. Entschädigt wurde man bei einem Besuch in einem Kloster und war beeindruckt von einer grandiosen Landschaft mit tiefeingeschnittenen Tälern, Karawanen von Yaks, die Holz transportierten, kristallklaren Wasser und liebenswürdigen Menschen. Für die Teilnehmer der Expedition war es ein einmaliges Erlebnis von dem man wohl lebenslang zehrt. Nicht vergessen sollte man dabei, dass die Armut groß ist und die Infrastruktur zum Teil nur aus Pfaden durch das Gebirge besteht., die nur Lasttiere bewältigen können. Deshalb sind Spenden willkommen, die bei einer nächsten Expedition übergeben werden sollen.

Wer spenden will, soll sich an Detlef Koch in Niederspier, Hauptstraße 35 wenden oder kauft Bilder, die im Foyer des Rathausen bestellt werden können. Der lang anhaltenden Beifall am Ende des Vortrages war ein Indiz dafür, dass die Erlebnisse gekonnt vorgetragen wurden.
Hans-Jürgen Schmidt, Sondershausen
Bildtexte:
Bild 1 – Detlef Koch erläutert Bilder zu Nepal im Foyer des Rathauses
Bild 2 - Marcos Fischer erläutert Bilder zu Nepal im Foyer des Rathauses
Bild 3 – Museumsleiterin Christa Hirschler in der Diskussion im Foyer des Rathauses
Bild 4 – Sebastian Brandt und die 1. Beigeordnete des Bürgermeisters, Cornelia Kraffzick, im Gespräch im Foyer des Rathauses
Bild 5 – Menschen in Nepal (Bild von der Ausstellung im Foyer des Rathauses)
Bild 6 – Zu Gast bei einer Familie in Nepal (Bild vom Dia-Vortrag)
Bild 7 – Die Zuhörer im „Blauen Saal“ im Schloss
Bild 8 – die Expeditionsteilnehmer:
Von links: Stephanie Göbel – Fotografien aus Erfurt, Sebastian Brandt - Künstler, Marco Fischer – Präparator aus Apolda, Sybille Börsing – Sozialpädagogin, Detlef Koch – Präparator aus Niederspier. Nicht mit auf dem Bild: Hauke Karfurke – Heilpraktiker
Nepalausstellung (Foto: Hans-Jürgen Schmidt)
Nepalausstellung (Foto: Hans-Jürgen Schmidt)
Nepalausstellung (Foto: Hans-Jürgen Schmidt)
Nepalausstellung (Foto: Hans-Jürgen Schmidt)
Nepalausstellung (Foto: Hans-Jürgen Schmidt)
Nepalausstellung (Foto: Hans-Jürgen Schmidt)
Nepalausstellung (Foto: Hans-Jürgen Schmidt)
Autor: khh

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