Do, 07:01 Uhr
16.04.2009
Einladung zum Vortragsabend
Gleich auf zwei Veranstaltungen im Regionalmuseum Badfrankenhausen möchten wir sie für nächste Woche einstimmen. Termine, die Sie sich vormerken sollten...
Am nächsten Dienstag, dem 21. April 2009, um 19.30 Uhr, findet im Schlossgewölbe des Regionalmuseums Bad Frankenhausen
ein Vortragsabend zum Thema "Schloss Rathsfeld - Glanz und Elend eines kulturhistorischen und baugeschichtlichen Kleinods" statt. Referent ist Dr. Ulrich Hahnemann, Stadtarchivar, Bad Frankenhausen.
Kaum sprechen die Menschen noch vom Schloss Rathsfeld. Gut zu verstehen, denn den Eindruck eines Schlosses vermag der durch seine Besitzerin vernachlässigte Baukörper heute nicht mehr zu vermitteln. Und dabei handelt es sich um eines der ältesten barocken Jagdschlösser in Thüringen. Mehr als 300 Jahre sind seit der Fertigstellung 1699 vergangen.
Bauherren waren die Grafen bzw. Fürsten von Schwarzburg - Rudolstadt.
Doch schon allein der Name des Baumeisters ließe aufhorchen - Johann Moritz Richter der Jüngere. Architekt der Bad Frankenhäuser Unterkirche und des Residenzschlosses Augustusburg in Weißenfels. Dem Hause Schwarzburg diente das Schloss nicht allein für die Jagd. Es war zugleich eine Nebenresidenz. Von hier aus wurden die Geschicke von Bad Frankenhausen, Esperstedt, Seehausen, Udersleben und all der anderen Orte der Umgebung gelenkt. Mehr noch, hier wurde Mitte des 18. Jahrhunderts ein Stück Thüringer Forstgeschichte geschrieben.
Zwischenzeitlich folgten Jahre des Niedergangs. Während der napoleonischen Befreiungskriege diente es als Lazarett. Danach war es gleich heute als Schloss kaum noch wahrnehmbar.
1918 ging zwar die Zeit der Monarchie in Deutschland zu Ende, doch Günther Viktor, letzter regierender Fürst zu Schwarzburg, blieb bis 1925. Dann erlosch das Wohnrecht des Hauses Schwarzburg für immer.
In den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts entdeckte der Reichskriegerbund das Schloss für sich. Erst richtete dieser es für Feriengäste her, dann zur Aufnahme höchster behördlicher Einrichtungen des Dritten Reiches.
Nach dem Krieg, 1951, zog neues Leben ein, das Pionierlager "Thomas Müntzer" wurde eröffnet. Doch auch dieses Kapitel in der Geschichte des Schlosses ging vorüber. In der neuen Zeit wurde wieder ein neuer Eigentümer gesucht. Dieser fand sich auch, doch wahrscheinlich fanden die neuen Besitzer nicht den rechten Gefallen.
Lassen Sie sich entführen auf eine rund 300jährige Zeitreise, einer Reise in die Geschichte des Schlosses, seiner Bewohner, des Waldes und der Umgebung.
Der Vortrag findet im Schlossgewölbe statt, da sich im Festsaal die derzeitige Sonderausstellung "Faszinierende Welt der Spinnen" befindet.
"Im Museum brennt noch Licht"
Unter dem Motto:"Im Museum brennt noch Licht", bieten wir auch im April eine abendliche Führung durch das Regionalmuseum Bad Frankenhausen an.
Wir laden sehr herzlich am Donnerstag, dem 23. April 2009, um 19.30 Uhr zur Sonderführung ein.
Zu besichtigen sind die Schlossräume mit den ständigen Ausstellungen zur Kultur- und Naturgeschichte der Kyffhäuserregion sowie die Sonderausstellung "Faszinierende Welt der Spinnen".
Diese abendliche Führung ist ein Angebot an all diejenigen, die den Tag kulturell und ohne Hektik ausklingen lassen möchten.
Es ist Zeit zum Zuhören, zum Schauen und zum Gespräch, ganz ohne Zeitdruck!
Autor: khhAm nächsten Dienstag, dem 21. April 2009, um 19.30 Uhr, findet im Schlossgewölbe des Regionalmuseums Bad Frankenhausen
ein Vortragsabend zum Thema "Schloss Rathsfeld - Glanz und Elend eines kulturhistorischen und baugeschichtlichen Kleinods" statt. Referent ist Dr. Ulrich Hahnemann, Stadtarchivar, Bad Frankenhausen.
Kaum sprechen die Menschen noch vom Schloss Rathsfeld. Gut zu verstehen, denn den Eindruck eines Schlosses vermag der durch seine Besitzerin vernachlässigte Baukörper heute nicht mehr zu vermitteln. Und dabei handelt es sich um eines der ältesten barocken Jagdschlösser in Thüringen. Mehr als 300 Jahre sind seit der Fertigstellung 1699 vergangen.
Bauherren waren die Grafen bzw. Fürsten von Schwarzburg - Rudolstadt.
Doch schon allein der Name des Baumeisters ließe aufhorchen - Johann Moritz Richter der Jüngere. Architekt der Bad Frankenhäuser Unterkirche und des Residenzschlosses Augustusburg in Weißenfels. Dem Hause Schwarzburg diente das Schloss nicht allein für die Jagd. Es war zugleich eine Nebenresidenz. Von hier aus wurden die Geschicke von Bad Frankenhausen, Esperstedt, Seehausen, Udersleben und all der anderen Orte der Umgebung gelenkt. Mehr noch, hier wurde Mitte des 18. Jahrhunderts ein Stück Thüringer Forstgeschichte geschrieben.
Zwischenzeitlich folgten Jahre des Niedergangs. Während der napoleonischen Befreiungskriege diente es als Lazarett. Danach war es gleich heute als Schloss kaum noch wahrnehmbar.
1918 ging zwar die Zeit der Monarchie in Deutschland zu Ende, doch Günther Viktor, letzter regierender Fürst zu Schwarzburg, blieb bis 1925. Dann erlosch das Wohnrecht des Hauses Schwarzburg für immer.
In den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts entdeckte der Reichskriegerbund das Schloss für sich. Erst richtete dieser es für Feriengäste her, dann zur Aufnahme höchster behördlicher Einrichtungen des Dritten Reiches.
Nach dem Krieg, 1951, zog neues Leben ein, das Pionierlager "Thomas Müntzer" wurde eröffnet. Doch auch dieses Kapitel in der Geschichte des Schlosses ging vorüber. In der neuen Zeit wurde wieder ein neuer Eigentümer gesucht. Dieser fand sich auch, doch wahrscheinlich fanden die neuen Besitzer nicht den rechten Gefallen.
Lassen Sie sich entführen auf eine rund 300jährige Zeitreise, einer Reise in die Geschichte des Schlosses, seiner Bewohner, des Waldes und der Umgebung.
Der Vortrag findet im Schlossgewölbe statt, da sich im Festsaal die derzeitige Sonderausstellung "Faszinierende Welt der Spinnen" befindet.
"Im Museum brennt noch Licht"
Unter dem Motto:"Im Museum brennt noch Licht", bieten wir auch im April eine abendliche Führung durch das Regionalmuseum Bad Frankenhausen an.
Wir laden sehr herzlich am Donnerstag, dem 23. April 2009, um 19.30 Uhr zur Sonderführung ein.
Zu besichtigen sind die Schlossräume mit den ständigen Ausstellungen zur Kultur- und Naturgeschichte der Kyffhäuserregion sowie die Sonderausstellung "Faszinierende Welt der Spinnen".
Diese abendliche Führung ist ein Angebot an all diejenigen, die den Tag kulturell und ohne Hektik ausklingen lassen möchten.
Es ist Zeit zum Zuhören, zum Schauen und zum Gespräch, ganz ohne Zeitdruck!