Fr, 13:53 Uhr
24.04.2009
Blick zurück im Stolz
Große Pressekonferenz heute Mittag im Theater Nordhausen. Lars Tietje und seine Mitstreiter stellten den Spielplan für die nächste Saison vor. Aber es gab auch einen Rückblick. Und um Geld und Personalien ging es natürlich auch.
Die beliebtesten, weil publikumswirksamsten Inszenierungen der letzten beiden Jahre waren Die Csardas-Fürstin und in der laufenden Spielzeit Eine Nacht in Venedig. Das verriet ein gut aufgelegter Intendant Lars Tietje, der sich von säbelrasselnden Wahlkämpfern in Erfurt, die wieder einmal die Theaterfinanzierungen auf den Prüfstand stellen wollen, nicht beirren lässt.
Wir warten erst einmal die Landtagswahlen ab, dann sehen wir weiter, sagte er selbstbewusst und weiß die Gesellschafter der Theater Nordhausen/Loh Orchester Sondershausen GmbH bedingungslos an seiner Seite. Und das zurecht, wie nicht nur die Vorhaben für die neue Spielzeit belegen (siehe gesonderten Beitrag in der nnz). Das zweitbeste Einspielergebnis seit der Wende mit 92.015 Besuchern konnte das Theater in der vergangenen Saison verbuchen und liegt auch jetzt wieder auf diesem Kurs. Seit Januar müssen die Künstler mit 260.000 Euro weniger auskommen, die ihnen vom Land gestrichen wurden. Und das, obwohl die Gesellschafter ihre Beiträge deutlich erhöhte haben. Die Mitarbeiter verzichten auf Tariflöhne, sind in einem Haustarif organisiert und werden sich bis 2012 mit den derzeitigen Bezügen begnügen müssen.
Dafür steigen die Einnahmen des Theaters kontinuierlich. Eine auf den Etat bezogene zweistellige Einspielquote ist ein stolzes Ergebnis und nicht allein den Eintrittspreisen zu verdanken, sondern auch Hausvermietungen, Programmheftverkauf, Sponsoren und einer klugen Spielplanpolitik, in der dann eben Eine Nacht in Venedig eine wichtige Rolle spielt. Es wird zur kommenden Spielzeit keine weiteren Preiserhöhung geben, lediglich kleinere Anpassungen werden auf Vorschlag der Gesellschafter vorgenommen.
Bewegung kommt nach vier Jahren erstmals spürbar in die erfolgreiche Ballettkompanie von Jutta Wörne, die ab Herbst einen neuen Assistenten und einige neue Tänzer begrüßen kann. Die Tenöre des Solistenensembles werden auch gewechselt. Demnächst treten der Deutsche Anton Leiß-Huber und der Amerikaner Joshua Farrier vor den Vorhang.
Interessant und außergewöhnlich ist die Einstellung von Daniela Zinner als zusätzlicher Theaterpädagogin für das Junge Theater. Der Moskauer Alexander Stessin (bisher Kiel und Darmstadt) löst Pit Uhden am Dirigentenpult ab, für den Studioleiter Kai Tietje kommt aus Eisenach Mathias Mönius.
Christine Bossert, die Regieassistentin des Hauses, will ein Seniorentheater gründen. Unter dem poetischen Namen Silberdisteln wollen ältere Nordhäuser zeigen, was sie alles spielen können. Interessenten werden momentan noch gesucht und herzlich begrüßt.
Autor: nnzDie beliebtesten, weil publikumswirksamsten Inszenierungen der letzten beiden Jahre waren Die Csardas-Fürstin und in der laufenden Spielzeit Eine Nacht in Venedig. Das verriet ein gut aufgelegter Intendant Lars Tietje, der sich von säbelrasselnden Wahlkämpfern in Erfurt, die wieder einmal die Theaterfinanzierungen auf den Prüfstand stellen wollen, nicht beirren lässt.
Wir warten erst einmal die Landtagswahlen ab, dann sehen wir weiter, sagte er selbstbewusst und weiß die Gesellschafter der Theater Nordhausen/Loh Orchester Sondershausen GmbH bedingungslos an seiner Seite. Und das zurecht, wie nicht nur die Vorhaben für die neue Spielzeit belegen (siehe gesonderten Beitrag in der nnz). Das zweitbeste Einspielergebnis seit der Wende mit 92.015 Besuchern konnte das Theater in der vergangenen Saison verbuchen und liegt auch jetzt wieder auf diesem Kurs. Seit Januar müssen die Künstler mit 260.000 Euro weniger auskommen, die ihnen vom Land gestrichen wurden. Und das, obwohl die Gesellschafter ihre Beiträge deutlich erhöhte haben. Die Mitarbeiter verzichten auf Tariflöhne, sind in einem Haustarif organisiert und werden sich bis 2012 mit den derzeitigen Bezügen begnügen müssen.
Dafür steigen die Einnahmen des Theaters kontinuierlich. Eine auf den Etat bezogene zweistellige Einspielquote ist ein stolzes Ergebnis und nicht allein den Eintrittspreisen zu verdanken, sondern auch Hausvermietungen, Programmheftverkauf, Sponsoren und einer klugen Spielplanpolitik, in der dann eben Eine Nacht in Venedig eine wichtige Rolle spielt. Es wird zur kommenden Spielzeit keine weiteren Preiserhöhung geben, lediglich kleinere Anpassungen werden auf Vorschlag der Gesellschafter vorgenommen.
Bewegung kommt nach vier Jahren erstmals spürbar in die erfolgreiche Ballettkompanie von Jutta Wörne, die ab Herbst einen neuen Assistenten und einige neue Tänzer begrüßen kann. Die Tenöre des Solistenensembles werden auch gewechselt. Demnächst treten der Deutsche Anton Leiß-Huber und der Amerikaner Joshua Farrier vor den Vorhang.
Interessant und außergewöhnlich ist die Einstellung von Daniela Zinner als zusätzlicher Theaterpädagogin für das Junge Theater. Der Moskauer Alexander Stessin (bisher Kiel und Darmstadt) löst Pit Uhden am Dirigentenpult ab, für den Studioleiter Kai Tietje kommt aus Eisenach Mathias Mönius.
Christine Bossert, die Regieassistentin des Hauses, will ein Seniorentheater gründen. Unter dem poetischen Namen Silberdisteln wollen ältere Nordhäuser zeigen, was sie alles spielen können. Interessenten werden momentan noch gesucht und herzlich begrüßt.
