So, 14:08 Uhr
03.05.2009
Zappenduster wards
Am 30.04.2009 waren die Kyffhäuser Nachrichten in Sondershausen völlig von der Außenwelt abgeschlossen. Wie es dazu kam, erfahren Sie hier (mit neuem Nachtrag) . ...
Nach einer interessanten Veranstaltung in der Regelschule Ebeleben, kn berichtet morgen darüber, sah die Welt noch gut aus. Aber schon nach wenigen Minuten im Auto prasselten die Hagel- und Graupelkörner nur so nieder. Man musste schon schlimmstes für den Lack befürchten.
Auch in Sondershausen sah es nicht besser aus. Es war noch lange nicht 16:00 Uhr und doch musste alle Fahrzeuge schon so mit vollem Licht fahren. Unverständlich, dass einige Mitmenschen in solchen Situationen auch noch unter die Stromsparer gingen, und nicht mal die Autobeleuchtung einschalteten. Als ob nicht schon genug passierte. Im Autoradio kam die Nachricht von der zeitweisen Sperrung der B4 nahe Oberspier, und ein aus dieser Richtung mit Blaulicht kommender Krankenwagen lässt nichts Gutes vermuten. Die Straße vor dem Scholl-Gymnasium war kurzzeitig ein richtiger See.
So ein Digitalfoto verniedlicht regelrecht die Finsternis, weil die Bildwiedergabe meist etwas höher ist.
In der Redaktion angekommen wartete gleich eine neue Überraschung. Leider war sie nicht von der besten Art. Von wegen den Computer anschalten und schauen was man den Lesern aus der weiten Welt berichten könnte, war nicht drin. Der Strom war weg. Nichts von wegen telefonieren, denn auch die ISDN-Anlage war ohne Strom nichts wert und auch ein DSL-Anschluss wird dann nicht wirksam. Mal mit dem Handy schnell die Stadtwerke angerufen und gefragt, ob man den Fehler schon gefunden hat, ging gerade noch. Leider musste man erfahren, dass es neben dem Östertal noch anderer Stadtteile erwischt hatte und der Fehler nicht gefunden wurde. Als sich jetzt auch noch das Handy abschaltete, weil der Akku leer war, wurden die Kyffhäuser Nachrichten völlig von der Nachrichtenwelt abgeschnitten. Nachladen wegen fehlender Stroms natürlich nicht möglich.
Nach einem Nickerchen, es war ja so schön duster draußen und drinnen kein Licht, konnte festgestellt werden. upps, der Strom ist ja wieder da. Computer eingeschalten und Bericht schreiben. Ein nachträglicher Blick in den Animationsfilm des Wetterradars zeigte, es war eine rote Zone (Ausdruck höchsten Niederschlags) über die Region hinweggezogen. Und wie sah es bei Ihnen aus?
Nachtrag
Was hier noch ein lustiges Schlamassel war, hatte anderen Orts ganz andere Ausmaße angenommen. Ein Bildbericht ist nicht gekommen, aber im Hammatal von Sondershausen hat das Unwetter recht schwer gewütet. Hagelkörner von enormer Größe waren da runtergekommen. Ein älterer Anwohner erzählte, dass er Körner von 2 cm Durchmesser darunter hatte. So etwas hätte er in seinem Leben noch nie gesehen. Ein Plastevordach eines Gebäudes war 17 mal von den Hagelgeschossen durchschlagen worden. Auch die Dächer einiger im Hammatal stehenden Gartenlauben der Kleingärtner wurden in Mitleid gezogen. Mancher Besitzer weiß noch nicht mal von seinem Glück. Wer noch Gartenland in grober Scholle vom Winter her hatte, braucht sich auch keine Gedanken mehr zu machen. Ist fast alles jetzt plattgemacht.
Gleich über dem Berg (die Windleite) hatte ein Leser der nnz-online mal in Bildern festgehalten, wie es dort ausgesehen hatte: Heringen.
Autor: khhNach einer interessanten Veranstaltung in der Regelschule Ebeleben, kn berichtet morgen darüber, sah die Welt noch gut aus. Aber schon nach wenigen Minuten im Auto prasselten die Hagel- und Graupelkörner nur so nieder. Man musste schon schlimmstes für den Lack befürchten.
Auch in Sondershausen sah es nicht besser aus. Es war noch lange nicht 16:00 Uhr und doch musste alle Fahrzeuge schon so mit vollem Licht fahren. Unverständlich, dass einige Mitmenschen in solchen Situationen auch noch unter die Stromsparer gingen, und nicht mal die Autobeleuchtung einschalteten. Als ob nicht schon genug passierte. Im Autoradio kam die Nachricht von der zeitweisen Sperrung der B4 nahe Oberspier, und ein aus dieser Richtung mit Blaulicht kommender Krankenwagen lässt nichts Gutes vermuten. Die Straße vor dem Scholl-Gymnasium war kurzzeitig ein richtiger See.
So ein Digitalfoto verniedlicht regelrecht die Finsternis, weil die Bildwiedergabe meist etwas höher ist.
In der Redaktion angekommen wartete gleich eine neue Überraschung. Leider war sie nicht von der besten Art. Von wegen den Computer anschalten und schauen was man den Lesern aus der weiten Welt berichten könnte, war nicht drin. Der Strom war weg. Nichts von wegen telefonieren, denn auch die ISDN-Anlage war ohne Strom nichts wert und auch ein DSL-Anschluss wird dann nicht wirksam. Mal mit dem Handy schnell die Stadtwerke angerufen und gefragt, ob man den Fehler schon gefunden hat, ging gerade noch. Leider musste man erfahren, dass es neben dem Östertal noch anderer Stadtteile erwischt hatte und der Fehler nicht gefunden wurde. Als sich jetzt auch noch das Handy abschaltete, weil der Akku leer war, wurden die Kyffhäuser Nachrichten völlig von der Nachrichtenwelt abgeschnitten. Nachladen wegen fehlender Stroms natürlich nicht möglich.
Nach einem Nickerchen, es war ja so schön duster draußen und drinnen kein Licht, konnte festgestellt werden. upps, der Strom ist ja wieder da. Computer eingeschalten und Bericht schreiben. Ein nachträglicher Blick in den Animationsfilm des Wetterradars zeigte, es war eine rote Zone (Ausdruck höchsten Niederschlags) über die Region hinweggezogen. Und wie sah es bei Ihnen aus?
Nachtrag
Was hier noch ein lustiges Schlamassel war, hatte anderen Orts ganz andere Ausmaße angenommen. Ein Bildbericht ist nicht gekommen, aber im Hammatal von Sondershausen hat das Unwetter recht schwer gewütet. Hagelkörner von enormer Größe waren da runtergekommen. Ein älterer Anwohner erzählte, dass er Körner von 2 cm Durchmesser darunter hatte. So etwas hätte er in seinem Leben noch nie gesehen. Ein Plastevordach eines Gebäudes war 17 mal von den Hagelgeschossen durchschlagen worden. Auch die Dächer einiger im Hammatal stehenden Gartenlauben der Kleingärtner wurden in Mitleid gezogen. Mancher Besitzer weiß noch nicht mal von seinem Glück. Wer noch Gartenland in grober Scholle vom Winter her hatte, braucht sich auch keine Gedanken mehr zu machen. Ist fast alles jetzt plattgemacht.
Gleich über dem Berg (die Windleite) hatte ein Leser der nnz-online mal in Bildern festgehalten, wie es dort ausgesehen hatte: Heringen.

