Mi, 15:22 Uhr
13.05.2009
Wo steht die künftige Schmücke-Schule?
Landrat Peter Hengstermann (CDU) war mit seiner Begrüßung noch nicht komplett durch, da erhielt er schon eine dicke Mappe. Was es damit auf sich hatte und was noch im Kreisausschuss beraten wurde, das haben die kn erfahren.
Kerstin Wolf übergibt an den Landrat die gesammelten Unterschriften zum Erhalt des Schulstandortes Heldrungen
Eltern der Grundschule Heldrungen übergaben dem Landrat eine Unterschriftenliste zum Erhalt der Schule. Die Kreisverwaltung hatte ein Architekturbüro beauftragt, um letztlich die Modernisierung und Erweiterung des Schulstandortes Oldisleben zu durchleuchten. Veranschlagt waren durch die Verwaltung runde 4,7 Millionen Euro.
Vertreter des Büros untersuchten die Möglichkeit einer gemeinsamen zweizügigen Grund- und Regelschule. Das sei auch die Vorzugsvariante gewesen, die nun untersucht wurde (kn berichtete mehrfach). Erstes Fazit: Einen gemeinsamen Standort in Heldrungen könne es nicht geben, vor allem nicht unter baulichen Aspekten.
In Oldisleben sei das möglich, so seien auch die Turnhalle und eine gute verkehrstechnische Anbindung als Vorteile zu bewerten. Bei der Entscheidungsfindung zwischen Um- und Anbau sowie Neubau waren vor allem die Kosten zu berücksichtigen: 4,6 Millionen zu 7,6 Millionen Euro.
Bis zum Jahr 2025 würden sich die Zahlen der Regel- und Grundschule dramatisch reduzieren, so der Berichterstatter. Von jetzt 380 Schülern in Heldrungen und Oldisleben auf dann 260 in Oldisleben. Es gebe also keinen vernünftigen Grund, die jetzige Schule in Oldisleben nicht weiter zu entwickeln. Damit waren vermutlich auch die Vorgaben des Auftraggebers als erfüllt anzusehen gewesen.
Fazit: Es ergeben sich Synergieeffekte, zum Beispiel die Zusammenarbeit zwischen Grund- und Regelschule oder zwei Speiseräume, die zu einem großen Veranstaltungsraum verbunden werden können. Weiterhin gibt es Einsparmöglichkeiten beim Personal (Hausmeister, Sekretariat) und die Möglichkeit zur Senkung der Betriebskosten.
Dann wurde Prof. Bernd Nentwig von der Fakultät Architektur der Bauhaus-Universität Weimar angehört. Er und seine Studenten untersuchten die Gegenüberstellung von Neubau und Modernisierung in Oldisleben unter Kostenaspekten. Und da seien die Kosten, wie sie vorgestellt wurden, nicht haltbar. Sie seien sehr niedrig gewählt. Vor allem die Baunebenkosten würden zu niedrig angesetzt. Also würde der eben vorgestellte Entwurf rund neun Millionen Euro kosten, der Neubau würde bei 13 Millionen Euro landen.
Ein wenig konsterniert war Peter Hengstermann ob der Zahlen. Allerdings mahnte er an, dass der Landkreis zur Sparsamkeit angehalten sei und er dem beauftragten Büro vertraue. Letztlich aber seien die Wissenschaftler aus Weimar von falschen Zahlen ausgegangen. Punkt.
Autor: knKerstin Wolf übergibt an den Landrat die gesammelten Unterschriften zum Erhalt des Schulstandortes Heldrungen
Eltern der Grundschule Heldrungen übergaben dem Landrat eine Unterschriftenliste zum Erhalt der Schule. Die Kreisverwaltung hatte ein Architekturbüro beauftragt, um letztlich die Modernisierung und Erweiterung des Schulstandortes Oldisleben zu durchleuchten. Veranschlagt waren durch die Verwaltung runde 4,7 Millionen Euro.
Vertreter des Büros untersuchten die Möglichkeit einer gemeinsamen zweizügigen Grund- und Regelschule. Das sei auch die Vorzugsvariante gewesen, die nun untersucht wurde (kn berichtete mehrfach). Erstes Fazit: Einen gemeinsamen Standort in Heldrungen könne es nicht geben, vor allem nicht unter baulichen Aspekten.
In Oldisleben sei das möglich, so seien auch die Turnhalle und eine gute verkehrstechnische Anbindung als Vorteile zu bewerten. Bei der Entscheidungsfindung zwischen Um- und Anbau sowie Neubau waren vor allem die Kosten zu berücksichtigen: 4,6 Millionen zu 7,6 Millionen Euro.
Bis zum Jahr 2025 würden sich die Zahlen der Regel- und Grundschule dramatisch reduzieren, so der Berichterstatter. Von jetzt 380 Schülern in Heldrungen und Oldisleben auf dann 260 in Oldisleben. Es gebe also keinen vernünftigen Grund, die jetzige Schule in Oldisleben nicht weiter zu entwickeln. Damit waren vermutlich auch die Vorgaben des Auftraggebers als erfüllt anzusehen gewesen.
Fazit: Es ergeben sich Synergieeffekte, zum Beispiel die Zusammenarbeit zwischen Grund- und Regelschule oder zwei Speiseräume, die zu einem großen Veranstaltungsraum verbunden werden können. Weiterhin gibt es Einsparmöglichkeiten beim Personal (Hausmeister, Sekretariat) und die Möglichkeit zur Senkung der Betriebskosten.
Dann wurde Prof. Bernd Nentwig von der Fakultät Architektur der Bauhaus-Universität Weimar angehört. Er und seine Studenten untersuchten die Gegenüberstellung von Neubau und Modernisierung in Oldisleben unter Kostenaspekten. Und da seien die Kosten, wie sie vorgestellt wurden, nicht haltbar. Sie seien sehr niedrig gewählt. Vor allem die Baunebenkosten würden zu niedrig angesetzt. Also würde der eben vorgestellte Entwurf rund neun Millionen Euro kosten, der Neubau würde bei 13 Millionen Euro landen.
Ein wenig konsterniert war Peter Hengstermann ob der Zahlen. Allerdings mahnte er an, dass der Landkreis zur Sparsamkeit angehalten sei und er dem beauftragten Büro vertraue. Letztlich aber seien die Wissenschaftler aus Weimar von falschen Zahlen ausgegangen. Punkt.



