Fr, 17:37 Uhr
29.05.2009
Zur Industrie im Kyffhäuserkreis
Die Industrie des Kyffhäuserkreises liegt in etwa im überdurchschnittlichen Abschwung der Thüringer Landkreise bzw. kreisfreien Städte, so die Einschätzung von Udo Rockmann Leiter des Regionales Service-Center der IHK in Nordhausen...
Außer dem Ilm-Kreis mit einem Zuwachs von 23,2 % verzeichnen alle anderen 22 Thüringer Landkreise bzw. kreisfreien Städte im I. Quartal 2009 einen Umsatzrückgang in der Industrie gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Mit einem Rückgang von 47,2 % sind dabei der Landkreis Sömmerda und mit 40,1 % die Stadt Eisenach am stärksten betroffen.
Mit lediglich 0,7 % Umsatzrückgang in Jena und 1,5 % im Nachbarkreis Nordhausen schneiden diese beiden am besten ab. Den nicht rühmlichen 20. Rang im Kreisvergleich beibehaltend, verringerte sich der Industrieumsatz im Kyffhäuserkreis in absoluten Zahlen von 117,8 Mio. € im I. Quartal 2008 auf 84,1 Mio. € im I. Quartal 2009, das sind 28,6 % Rückgang. Somit liegt der Landkreis Sondershausen etwas über dem Thüringer Landesdurchschnitt von 20,8 % lt. Thüringer Landesamt für Statistik.
Dieses Ergebnis widerspiegelt sich auch in der jüngsten Konjunkturumfrage der IHK Erfurt (Januar bis April 2009) für das verarbeitende Gewerbe im Kyffhäuserkreis, wo kein Unternehmen mehr von einer guten Geschäftslage berichtete. 74,1 % bezeichneten sie mit befriedigend und der Rest von 25,9 % als schlecht. Auch fast die Hälfte, nämlich 48,1 %, der befragten Unternehmen arbeitet gegenwärtig mit Verlusten.
Die Investitionstätigkeit bewegt sich nur noch in Richtung Ersatzbedarf und Innovation, Rationalisierung und Kapazitätserweiterung bleiben verständlicherweise auf der Strecke. Betrachtet man die Ergebnisse der letzten IHK-Konjunkturumfrage im Vergleich zum Vorjahr im Branchenmix, also alle befragten kammerzugehörigen Unternehmen im Kyffhäuserkreis, so sind auch negative Tendenzen zu erkennen, die jedoch keineswegs so gravierend wie im Industriebereich sind.
So bezeichneten 68 % der Unternehmen die gegenwärtige Geschäftslage als befriedigend gegenüber 57 % im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Mit einer guten Geschäftslage warteten nur noch 17 % gegenüber 24 % und einer schlechten Geschäftslage 15 % gegenüber 19 %(!) im Vorjahr auf.
Bei den Erwartungen und Plänen sowie bei der Zahl der Beschäftigten haben sich die Äußerungen zu ungünstig bzw. fallend fast verdoppelt, nämlich von 16 % auf 29 %. Aber auch gleichzeitig sehen einige Unternehmen Licht am Ende des Tunnels und beurteilen die Erwartungen und Pläne günstiger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum und sehen auch einen Anstieg der Beschäftigtenzahl.
Möge dieses Licht am Ende des Tunnels bei der nächsten Konjunkturumfrage der IHK Erfurt hoffentlich weiteren Unternehmen erscheinen.
Udo Rockmann
Leiter Regionales Service-Center
Autor: khhAußer dem Ilm-Kreis mit einem Zuwachs von 23,2 % verzeichnen alle anderen 22 Thüringer Landkreise bzw. kreisfreien Städte im I. Quartal 2009 einen Umsatzrückgang in der Industrie gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Mit einem Rückgang von 47,2 % sind dabei der Landkreis Sömmerda und mit 40,1 % die Stadt Eisenach am stärksten betroffen.
Mit lediglich 0,7 % Umsatzrückgang in Jena und 1,5 % im Nachbarkreis Nordhausen schneiden diese beiden am besten ab. Den nicht rühmlichen 20. Rang im Kreisvergleich beibehaltend, verringerte sich der Industrieumsatz im Kyffhäuserkreis in absoluten Zahlen von 117,8 Mio. € im I. Quartal 2008 auf 84,1 Mio. € im I. Quartal 2009, das sind 28,6 % Rückgang. Somit liegt der Landkreis Sondershausen etwas über dem Thüringer Landesdurchschnitt von 20,8 % lt. Thüringer Landesamt für Statistik.
Dieses Ergebnis widerspiegelt sich auch in der jüngsten Konjunkturumfrage der IHK Erfurt (Januar bis April 2009) für das verarbeitende Gewerbe im Kyffhäuserkreis, wo kein Unternehmen mehr von einer guten Geschäftslage berichtete. 74,1 % bezeichneten sie mit befriedigend und der Rest von 25,9 % als schlecht. Auch fast die Hälfte, nämlich 48,1 %, der befragten Unternehmen arbeitet gegenwärtig mit Verlusten.
Die Investitionstätigkeit bewegt sich nur noch in Richtung Ersatzbedarf und Innovation, Rationalisierung und Kapazitätserweiterung bleiben verständlicherweise auf der Strecke. Betrachtet man die Ergebnisse der letzten IHK-Konjunkturumfrage im Vergleich zum Vorjahr im Branchenmix, also alle befragten kammerzugehörigen Unternehmen im Kyffhäuserkreis, so sind auch negative Tendenzen zu erkennen, die jedoch keineswegs so gravierend wie im Industriebereich sind.
So bezeichneten 68 % der Unternehmen die gegenwärtige Geschäftslage als befriedigend gegenüber 57 % im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Mit einer guten Geschäftslage warteten nur noch 17 % gegenüber 24 % und einer schlechten Geschäftslage 15 % gegenüber 19 %(!) im Vorjahr auf.
Bei den Erwartungen und Plänen sowie bei der Zahl der Beschäftigten haben sich die Äußerungen zu ungünstig bzw. fallend fast verdoppelt, nämlich von 16 % auf 29 %. Aber auch gleichzeitig sehen einige Unternehmen Licht am Ende des Tunnels und beurteilen die Erwartungen und Pläne günstiger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum und sehen auch einen Anstieg der Beschäftigtenzahl.
Möge dieses Licht am Ende des Tunnels bei der nächsten Konjunkturumfrage der IHK Erfurt hoffentlich weiteren Unternehmen erscheinen.
Udo Rockmann
Leiter Regionales Service-Center
