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Mo, 07:00 Uhr
01.06.2009

Auf Abwegen

Die Förderbrücke F 60 - eine sehenswerte ingenieur-technische Leistung - stellte unser Bergbauexperte Hans-Jürgen Schmidt fest, als er mal in einem anderen Revier (als Kali) unterwegs war...

Wer in die Lausitz fährt, sollte es nicht versäumen, die Förderbrücke eines ehemaligen Tagebaus zu besuchen. Immerhin kann man von ca. 80 m Höhe in die Landschaft blicken. Die Führung des Besucherbergwerks dauert ca. 2 Stunden und man muss bis auf ca. 80 m hoch laufen. Vergleicht man die Brücke mit dem Eifelturm, so kommt man auf folgenden Vergleich:

Der Eifelturm ist 324 hoch, mit einem Gewicht 7 500 t Stahl - die F 60 ist 502 m lang mit einem Gewicht von 11 000 t Stahl. Maximal konnten mit der Förderbrücke 29 000 m³ Abraum in einer Stunde mit einer Anschlussleistung von 27 000 KW über den Tagebau hinweg bewegt werden.

Das Besucherbergwerk F60 befindet sich im Landkreis Elbe-Elster, südlich der Ortschaft Lichterfeld am zukünftigen "Bergheider See". Die F60 ist über die Bundesstraße 96, Abfahrt in der Ortschaft Lieskau in Richtung Lauchhammer, zu erreichen, Aus Richtung Süden kommend gelangt man über Lauchhammer (Richtung Kostebrau) ebenfalls zum Besucherbergwerk, benutzen sollte man die Abfahrten der Autobahn13 - Bronkow, aus Richtung Norden, bzw. Großräschen aus Richtung Süden kommend.

Förderbrücke Braunkohle (Foto: Hans-Jürgen Schmidt) Förderbrücke Braunkohle (Foto: Hans-Jürgen Schmidt)


Die Abraumförderbrücke F 60 im ehemaligen Großtagebau Klettwitz-Nord wurde 1989 ?1991 vom Lauchhammerwerk, der heutigen MAN TAKRAF Fördertechnik GmbH gebaut. Sie war vom 5.2.1991 bis 30.6.1992 in Betrieb. Die Abraumförderbrücke ist für den Abbau eines über dem Kohleflöz liegenden Deckgebirges bis zu einer Mächtigkeit von 60 m entwickelt worden. Die maximale Förderleistung des Hauptförderers dieser F60 betrug 29.000 m³/h geschüttete Abraummasse.

Auf der Baggerarbeitsebene waren je ein Eimerkettenschwenkbagger. Sie sind links und rechts der Abraumförderbrücke F 60 an je einer Querförderanlage angeordnet. Die Bagger konnten sowohl im Hochschnitt als auch im Tiefschnitt arbeiten. Über ein Fördersystem von Bandanlagen gelangte das Fördergut auf kürzestem Weg auf die Kippenseite des Tagebaus. Hier konnte es je nach Notwendigkeit auf 5 Abwurfstellen verteilt werden. Die Albraumförderbrücke und die angeschlossenen Bagger wurden von einem Hauptleitstand aus zentral gesteuert.

Text und Bilder: Hans-Jürgen Schmidt

Bildtext:
  • Bild 1: Die Förderbrücke in der Gesamtansicht
  • Bild 2: Die Förderbrücke, wo der Abraum von den Eimerkettenschwenkbagger aufgebracht wird.
  • Bild 3: Die Förderbrücke auf der Seite des Abwurfseite - ca. 80 m hoch.
  • Bild 4 : Die Förderbrücke mit den Antriebsmotoren. Im Vordergrund die Schaufel eines Eimerkettenschwenkbaggers
  • Bild 5: Die Antriebsmotoren der Förderbrücke.
  • Bild 6: Auf der Förderbrücke
  • Bild 7 + 8: Der Blick von der Förderbrücke auf den ehemaligen Tagebau
  • Bild 9: Auf der Förderbrücke
  • Bild 10: Der Blick vom höchsten Punkt der Förderbrücke

Förderbrücke Braunkohle (Foto: Hans-Jürgen Schmidt)
Förderbrücke Braunkohle (Foto: Hans-Jürgen Schmidt)
Förderbrücke Braunkohle (Foto: Hans-Jürgen Schmidt)
Förderbrücke Braunkohle (Foto: Hans-Jürgen Schmidt)
Förderbrücke Braunkohle (Foto: Hans-Jürgen Schmidt)
Förderbrücke Braunkohle (Foto: Hans-Jürgen Schmidt)
Förderbrücke Braunkohle (Foto: Hans-Jürgen Schmidt)
Förderbrücke Braunkohle (Foto: Hans-Jürgen Schmidt)
Förderbrücke Braunkohle (Foto: Hans-Jürgen Schmidt)
Autor: khh

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