Mi, 09:29 Uhr
03.06.2009
Tanzpremiere unterm Dach
Einmal im Jahr gibt es im Theater unterm Dach in Nordhausen eine Premiere, bei der Vielfalt Programm und Trumpf ist. Der Kammertanzabend der Ballettkompanie des Theaters Nordhausen wird von den Tänzern der Kompanie choreographiert...
Einer will Bequem sitzen, die andere genau das Gegenteil, nämlich Just Stepping. Eine lässt Musik von Franz Schubert spielen, der andere brasilianische Filmmusik. Mit dieser ganz unterschiedlichen Auswahl testen junge Künstler ihre Horizonte aus, Horizonte getanzter Art.
Modern interpretierte traditionelle finnische Musik, wie sie über das Internet auch in die deutschen Charts kam, trifft hier wie selbstverständlich auf Musik von Johann Sebastian Bach oder einen Song, den Robbie Williams interpretiert. Genauso selbstverständlich ist das Miteinander der internationalen Künstler: Die Mitwirkenden des Kammertanzabends kommen aus zehn Nationen.
Sieben von ihnen wagen sich mit eigenen Choreographien ins Rampenlicht: die Tänzer Sidnei G. E. Brandão, Leticia Forattini Martins, Beth Keasey, Irene López Ros, Mana Miyagawa, Aleksandra Wojcik und ihre Ballettmeisterin Tara Yipp. Dennoch ist die gesamte Kompanie am Abend beteiligt, denn die Choreographien, die in Horizonte getanzter Art uraufgeführt werden, sind in den seltensten Fällen Solo-Stücke. Für bis zu acht Tänzer wurden die neuen Choreographien entwickelt.
Dadurch lernen die jungen Künstler nicht nur kreativ neue Stücke zu schaffen, sondern sie üben sich ebenso im verantwortungsvollen Umgang mit den Kollegen. Für den Kammertanzabend wechseln sie die Seite und müssen auch lernen, anderen zu erklären, was sie mit ihren neuen Stücken ausdrücken wollen und wie – mit welchen Schritten z. B. – das geschehen soll.
Dieses Jahr freue ich mich ganz besonders, dass nach verständlichem ersten Zögern plötzlich doch so viele Lust gekriegt und sich bereit erklärt haben, etwas Neues zu kreieren. Ich finde es immer wieder toll, was daraus entsteht, und freue mich, dass die Tänzer durch diese Arbeit auch ein neues Verständnis dafür entwickeln, was es bedeutet, eine Choreographie umzusetzen, schwärmt Ballettdirektorin Jutta Wörne. Wie ihnen das gelungen ist, kann man ab 10. Juni sehen.
Die Premiere der Horizonte getanzter Art findet am 10. Juni um 19.30 Uhr im Theater unterm Dach statt. Die nächsten Vorstellungen folgen am 18. Juni um 19.30 Uhr sowie im Rahmen des internationalen Tanzfestivals TanzArt ostwest am 25. Juni um 20.00 Uhr.
Autor: nnz/knEiner will Bequem sitzen, die andere genau das Gegenteil, nämlich Just Stepping. Eine lässt Musik von Franz Schubert spielen, der andere brasilianische Filmmusik. Mit dieser ganz unterschiedlichen Auswahl testen junge Künstler ihre Horizonte aus, Horizonte getanzter Art.
Modern interpretierte traditionelle finnische Musik, wie sie über das Internet auch in die deutschen Charts kam, trifft hier wie selbstverständlich auf Musik von Johann Sebastian Bach oder einen Song, den Robbie Williams interpretiert. Genauso selbstverständlich ist das Miteinander der internationalen Künstler: Die Mitwirkenden des Kammertanzabends kommen aus zehn Nationen.
Sieben von ihnen wagen sich mit eigenen Choreographien ins Rampenlicht: die Tänzer Sidnei G. E. Brandão, Leticia Forattini Martins, Beth Keasey, Irene López Ros, Mana Miyagawa, Aleksandra Wojcik und ihre Ballettmeisterin Tara Yipp. Dennoch ist die gesamte Kompanie am Abend beteiligt, denn die Choreographien, die in Horizonte getanzter Art uraufgeführt werden, sind in den seltensten Fällen Solo-Stücke. Für bis zu acht Tänzer wurden die neuen Choreographien entwickelt.
Dadurch lernen die jungen Künstler nicht nur kreativ neue Stücke zu schaffen, sondern sie üben sich ebenso im verantwortungsvollen Umgang mit den Kollegen. Für den Kammertanzabend wechseln sie die Seite und müssen auch lernen, anderen zu erklären, was sie mit ihren neuen Stücken ausdrücken wollen und wie – mit welchen Schritten z. B. – das geschehen soll.
Dieses Jahr freue ich mich ganz besonders, dass nach verständlichem ersten Zögern plötzlich doch so viele Lust gekriegt und sich bereit erklärt haben, etwas Neues zu kreieren. Ich finde es immer wieder toll, was daraus entsteht, und freue mich, dass die Tänzer durch diese Arbeit auch ein neues Verständnis dafür entwickeln, was es bedeutet, eine Choreographie umzusetzen, schwärmt Ballettdirektorin Jutta Wörne. Wie ihnen das gelungen ist, kann man ab 10. Juni sehen.
Die Premiere der Horizonte getanzter Art findet am 10. Juni um 19.30 Uhr im Theater unterm Dach statt. Die nächsten Vorstellungen folgen am 18. Juni um 19.30 Uhr sowie im Rahmen des internationalen Tanzfestivals TanzArt ostwest am 25. Juni um 20.00 Uhr.

