Fr, 13:15 Uhr
05.06.2009
Krise bei Azubis angekommen
Nach Berechnungen des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) sind bis Ende Mai bundesweit 133.167 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen worden, das sind 8.075 oder 5,7 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Und wie sieht es in Thüringen aus...
Auch die Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt registrierte per 31. Mai deutlich weniger Ausbildungsverträge gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Mit 1.032 Neueintragungen sank die Zahl der Lehrverträge zum Stichtag um 221 oder 17 Prozent.
Demografie und Wirtschaftskrise hinterlassen nun auch erkennbare Spuren auf dem Ausbildungsmarkt. Der Rückgang der Vertragszahlen in Nord- und Mittelthüringen ist jedoch vor allem auf sinkende Schulabgängerzahlen zurückzuführen, erklärt IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser einen der Hauptgründe, weshalb die hohen Eintragungsstände der Vorjahre nicht mehr zu erreichen wären. Dies zeige sich auch in der IHK-Lehr-stellenbörse, in der gegenwärtig 1.200 freie Ausbildungsplätze lediglich 380 Ausbildungsplatzsuchenden gegenüberstehen.
Natürlich agieren die Unternehmer aufgrund der wirtschaftlichen Situation jetzt vorsichtiger, so Grusser. Dies dürfe aber nicht zu Einschränkungen bei der Ausbildung führen. Der Lehrling von heute sei die Fachkraft von morgen und garantiere die Wettbewerbsfähigkeit im kommenden Konjunkturaufschwung.
Wir gehen weiterhin davon aus, dass das Jahresziel von 4.600 betrieblichen Lehrverträgen erreicht werden kann, so der IHK-Chef. Die Chancen der Jugendlichen auf einen Ausbildungsplatz seien in diesem Jahr nicht schlechter als in der Vergangenheit. Hierfür wäre jedoch eine gemeinsame Kraftanstrengung erforderlich.
Mit einem Aktionsplan wolle die Kammerorganisation deshalb zur Verbesserung der Ausbildungssituation beitragen. Er würde die Vermittlung von Lehrlingen aus insolventen Betrieben, die Nachbesetzung nicht angetretener Ausbildungsplätze, das Werben für die Nutzung ausbildungsbegleitender Hilfen bis zur Stärkung der Verbundausbildung bei Kurzarbeit beinhalten.
Autor: nnz/knAuch die Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt registrierte per 31. Mai deutlich weniger Ausbildungsverträge gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Mit 1.032 Neueintragungen sank die Zahl der Lehrverträge zum Stichtag um 221 oder 17 Prozent.
Demografie und Wirtschaftskrise hinterlassen nun auch erkennbare Spuren auf dem Ausbildungsmarkt. Der Rückgang der Vertragszahlen in Nord- und Mittelthüringen ist jedoch vor allem auf sinkende Schulabgängerzahlen zurückzuführen, erklärt IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser einen der Hauptgründe, weshalb die hohen Eintragungsstände der Vorjahre nicht mehr zu erreichen wären. Dies zeige sich auch in der IHK-Lehr-stellenbörse, in der gegenwärtig 1.200 freie Ausbildungsplätze lediglich 380 Ausbildungsplatzsuchenden gegenüberstehen.
Natürlich agieren die Unternehmer aufgrund der wirtschaftlichen Situation jetzt vorsichtiger, so Grusser. Dies dürfe aber nicht zu Einschränkungen bei der Ausbildung führen. Der Lehrling von heute sei die Fachkraft von morgen und garantiere die Wettbewerbsfähigkeit im kommenden Konjunkturaufschwung.
Wir gehen weiterhin davon aus, dass das Jahresziel von 4.600 betrieblichen Lehrverträgen erreicht werden kann, so der IHK-Chef. Die Chancen der Jugendlichen auf einen Ausbildungsplatz seien in diesem Jahr nicht schlechter als in der Vergangenheit. Hierfür wäre jedoch eine gemeinsame Kraftanstrengung erforderlich.
Mit einem Aktionsplan wolle die Kammerorganisation deshalb zur Verbesserung der Ausbildungssituation beitragen. Er würde die Vermittlung von Lehrlingen aus insolventen Betrieben, die Nachbesetzung nicht angetretener Ausbildungsplätze, das Werben für die Nutzung ausbildungsbegleitender Hilfen bis zur Stärkung der Verbundausbildung bei Kurzarbeit beinhalten.
