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Di, 09:02 Uhr
09.06.2009

Verloren haben alle!

Nach der ersten Runde des Superwahljahres geht es nun an die Auswertung der Wahlergebnisse und bei manchem auch dem Lecken der Wahlwunden....

Man musste kein Prophet sein, um vorauszusagen, dass mit Wegfall der 5% Hürde einige Stadt- und Gemeinderäte, sowie der Kreistag, bunter werden würde. Dass es dabei den bisherigen „Platzhirschen“ in der einen oder anderen Form an den berühmten Kragen gehen würde, und Prozentpunkte verlieren würden, war doch mehr als absehbar. Nach altem Wahlrecht waren ja alle Stimmen für Parteien und Organisationen, welche nicht die 5% Hürde geschafft hatten, quasi unter den Tisch gefallen und hatten so die Prozentzahlen der verbliebenen Parteien und Organisationen in die Höhe getrieben.

Schaut man auf kommunaler Ebene mal in die Runde ergibt sich auch kein einheitliches Bild. Da verliert die CDU zwar in einigen Regionen teils recht deutlich an Prozentpunkten, legt aber in Artern deutlich bei der Zahl der Stadtratsitze zu. Auf der anderen Seite bemerkenswert der Sprung der SPD im Frankenhäuser Rathaus. Schrieb man auf der Homepage von www.bad-frankenhausen.de für die SPD. 4 Stadträte + Bürgermeister, so hat man stimmenmäßig jetzt 9 Stadtratsitze erkämpft. Bei den Städten, neben dem Einzug der Volkssolidarität in den Sondershäuser Stadtrat (drei Sitze) ist das wohl der größte Sprung.

In zwei Punkten haben aber alle demokratischen Kräfte verloren: Es ist nicht gelungen die Wähler so zu motivieren, in größerer Zahl in die Wahllokale zu gehen und auch der Einzug der NPD in den Stadtrat von Sondershausen (1 Sitz) und in den Kreistag (2 Sitze) konnte nicht verhindert werden. Eine schmerzliche Niederlage, die Landtagsmitglied Gudrun Holbe (CDU), per Telefon befragt, einräumen musste. Analog äußerte sich Beatrice Ritzke (Die Linke), die kn gestern beim Entfernen der Wahlplakate traf. Da geht es auch nicht darum auf eine Ortschaft zu zeigen, die immerhin mit 13 % NPD-Wähler ein recht hohes Ergebnis erzielt hatte, oder sich mit 0,2 % zu brüsken, welches eine andere Gemeinde nur erreicht hatte.

Ob es nur an der Politikverdrossenheit der Bürger gelegen hat, oder die Parteien und Organisationen vergessen haben, ihre Wahlziele besser an die Frau, den Mann, zubringen, sollte wohl bald ausgewertet werden. Nur mal ein Plakat an den Straßenrand zu hängen und zu hoffen, der Wähler wird mir schon seine Stimme geben, dürfte allein in Zukunft nicht reichen.
Autor: khh

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