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Mi, 10:26 Uhr
10.06.2009

26 Millionen für 11 Minuten

Die Bahnstrecke von Halle über Nordhausen nach Eichenberg soll modernisiert werden. Dafür will die Bahn runde 26 Millionen Euro ausgeben. Hier die Einzelheiten und Folgen...


Vom 14. Juni bis 1. August wird die Bahnstrecke Halle (Saale)–Eichenberg im Abschnitt Lutherstadt Eisleben–Sangerhausen für den Zugverkehr gesperrt. An fünf Wochenenden in diesem Zeitraum wird die Sperrung sogar bis Angersdorf/Halle (Saale) erweitert. Vom 15. Juni bis 4. Juli werden gleichzeitig die Gleisanlagen des Bahnhofs Sangerhausen umgebaut.

Für die Züge der Regional-Express-Linie (RE) 9 Kassel–Halle (Saale) und der Regionalbahn-Linie (RB) 75 „Kupfer-Express“ Nordhausen–Halle (Saale) fährt ein Ersatzverkehr mit Bussen. Dabei verlängert sich die Fahrzeit zwischen Lutherstadt Eisleben beziehungsweise Halle (Saale) Hauptbahnhof und Sangerhausen um 30 bis 60 Minuten. Informationen zu den Abfahrts- und Ankunftszeiten gibt es an den Aushängen auf den Bahnhöfen, bei der Service-Nummer der Bahn 0180 5 99 66 33, im MDR-Text Tafel 737 und im Internet.

Grund für die Streckensperrung sind umfangreiche Bauarbeiten an den Gleisen zwischen Angersdorf, Lutherstadt Eisleben und Blankenheim. Dabei werden rund 74 Kilometer Gleis erneuert und 36 Weichen ausgewechselt. Darüber hinaus werden 13 Bahnübergänge modernisiert. Nach Abschluss der Bauarbeiten ist der 32 Kilometer lange Streckenabschnitt wieder mit einer Geschwindigkeit von 100 Stundenkilometern befahrbar. Damit verkürzt sich die Reisezeit um elf Minuten. Es werden rund 26 Millionen Euro investiert.

Im Anschluss gehen die Arbeiten weiter, allerdings steht zwischen Roßla und Sangerhausen vom 2. August bis 18. Oktober jeweils ein Gleis für die Betriebsführung zur Verfügung. Vom 12. bis 26. Oktober wird es eine weitere Streckensperrung zwischen Berga-Kelbra und Nordhausen geben. Die Bauarbeiten sind dringend erforderlich, da die Bahnstrecke seit Ende der 90-er Jahre für Bauarbeiten nicht gesperrt werden konnte. Sie diente als Umleitungsstrecke insbesondere für den Güterverkehr im Zusammenhang mit der Umgestaltung des Bahnknotens Erfurt zum modernen ICE-Bahnhof.

Bereits im Mai 1990 wurde nach sechsmonatiger Bauzeit der Zugverkehr auf dem ersten vier Kilometer langen Ost-West-Lückenschluss zwischen Arenshausen und Eichenberg aufgenommen. Danach wurde die Strecke Eichenberg–Halle (Saale) als Verkehrsprojekt Deutsche Einheit (VDE) 6 zwischen Eichenberg und Leinefelde modernisiert sowie bis Angersdorf/Halle (Saale) elektrifiziert. Am 22. Mai 1994 konnte der durchgehende elektrische Zugverkehr zwischen Halle (Saale), Eisleben, Sangerhausen, Nordhausen, Eichenberg und Kassel aufgenommen werden.
Autor: nnz/kn

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