Mi, 16:23 Uhr
17.06.2009
Vom Totenbuch zum Gedenkbuch
Lange Zeit galt das Original des Totenbuchs aus dem Konzentrationslager Mittelbau als verschollen. Seit Februar liegt es der Gedenkstätte vor und wird zusammen mit einer Vielzahl anderer Quellen ausgewertet. Mehr dazu soll in einem Vortrag vorgestellt werden...
Das Ziel ist es, ein Gedenkbuch zu erstellen, in dem die im Lagerkomplex getöteten KZ-Häftlinge möglichst vollständig namentlich verzeichnet sind. Dr. Regine Heubaum, stellvertretende Gedenkstättenleiterin, stellt das Totenbuch und das laufende Rechercheprojekt am Freitag, dem 26. Juni 2009 vor. Ihr Vortrag beginnt um 17.30 Uhr im Museum der Gedenkstätte.
Das chronologische Verzeichnis der Sterbefälle haben Häftlinge handschriftlich geführt. Zwischen Oktober 1943 und April 1945 registrierten sie insgesamt 8007 ermordete und verstorbene Mithäftlinge. Neben den Namen sind unter anderem die Haftnummern, Geburts- und Sterbedaten angegeben. Zum Teil wurden auch die verschiedenen Sterbeorte in KZ-Außenlagern oder Bauprojekten der Region genauer bezeichnet.
Dieses Totenbuch ist eine außerordentlich wertvolle und umfangreiche, aber leider nicht vollständige Quelle, betont Dr. Heubaum. Ergänzende Recherchen in weiteren Sterbeverzeichnissen und anderen Unterlagen der KZ-Verwaltung sind erforderlich. Trotz allem wird es nicht gelingen, alle Toten zu ermitteln oder Ihnen einen Namen zu geben, bedauert Heubaum: Zu groß sind die Lücken in der Überlieferung.
Bei der Befreiung des KZ Mittelbau durch amerikanische Truppen im April 1945 hatte ein französischer Häftling das Totenbuch an sich genommen. Nach seinem Tod verwahrten es Angehörige, bevor mit der Association Française Buchenwald Dora et Kommandos ein Verband ehemaliger Häftlinge die Rückkehr des einzigartigen Zeugnisses aus der KZ-Zeit vermittelte.
Die nun aus dem Originaldokument und aus anderen Quellen gewonnenen Angaben werden zunächst in einer Datenbank gesammelt. Das Gedenkbuch des KZ Mittelbau- Dora soll zum 65. Jahrestag der Lagerbefreiung im April 2010 vorgelegt werden.
Autor: nnz/knDas Ziel ist es, ein Gedenkbuch zu erstellen, in dem die im Lagerkomplex getöteten KZ-Häftlinge möglichst vollständig namentlich verzeichnet sind. Dr. Regine Heubaum, stellvertretende Gedenkstättenleiterin, stellt das Totenbuch und das laufende Rechercheprojekt am Freitag, dem 26. Juni 2009 vor. Ihr Vortrag beginnt um 17.30 Uhr im Museum der Gedenkstätte.
Das chronologische Verzeichnis der Sterbefälle haben Häftlinge handschriftlich geführt. Zwischen Oktober 1943 und April 1945 registrierten sie insgesamt 8007 ermordete und verstorbene Mithäftlinge. Neben den Namen sind unter anderem die Haftnummern, Geburts- und Sterbedaten angegeben. Zum Teil wurden auch die verschiedenen Sterbeorte in KZ-Außenlagern oder Bauprojekten der Region genauer bezeichnet.
Dieses Totenbuch ist eine außerordentlich wertvolle und umfangreiche, aber leider nicht vollständige Quelle, betont Dr. Heubaum. Ergänzende Recherchen in weiteren Sterbeverzeichnissen und anderen Unterlagen der KZ-Verwaltung sind erforderlich. Trotz allem wird es nicht gelingen, alle Toten zu ermitteln oder Ihnen einen Namen zu geben, bedauert Heubaum: Zu groß sind die Lücken in der Überlieferung.
Bei der Befreiung des KZ Mittelbau durch amerikanische Truppen im April 1945 hatte ein französischer Häftling das Totenbuch an sich genommen. Nach seinem Tod verwahrten es Angehörige, bevor mit der Association Française Buchenwald Dora et Kommandos ein Verband ehemaliger Häftlinge die Rückkehr des einzigartigen Zeugnisses aus der KZ-Zeit vermittelte.
Die nun aus dem Originaldokument und aus anderen Quellen gewonnenen Angaben werden zunächst in einer Datenbank gesammelt. Das Gedenkbuch des KZ Mittelbau- Dora soll zum 65. Jahrestag der Lagerbefreiung im April 2010 vorgelegt werden.

