Do, 08:44 Uhr
18.06.2009
Petition aus Sondershausen
Eine Petition aus Sondershausen beschäftigte auch den Petitionsausschuss des Bundestages. Gefordert wurde eine Entschädigung für HCV-Infizierte. Um was es dabei geht, erfahren Sie hier...
DIE LINKE im Petitionsausschuss fordert gegen die Stimmen von Union und SPD eine Entschädigung der mit Hepatitis-C-Viren infizierten Bluter (HCV-Infizierte). Hintergrund ist eine Petition aus Sondershausen, in der stellvertretend für viele Betroffene eine Entschädigung gefordert wird. In Großbritannien, Japan, Italien, Spanien, Irland, Schweden und Ungarn gibt es bereits Entschädigungsregelungen. Nur die Bundesregierung drückt sich vor ihrer Verantwortung, so Kersten Naumann, Abgeordnete der Fraktion DIE LINKE im Bundestag.
Vor allem in den 70er und 80er Jahren wurden über 3.000 Bluterpatienten auf Grund von verseuchten Blutprodukten mit dem Hepatitis-C-Virus angesteckt, obwohl diese Gefahr bereits seit Mitte der 70er Jahre bekannt war. Die Hämophileverbände hatten ebenfalls frühzeitig dazu aufgerufen, die Medikation auf neue, unbedenkliche Präparate umzustellen. Die Umstellung erfolgte jedoch erst mit Verzögerung und für viele Patienten zu spät. Trotzdem blieb eine Entschädigung der Betroffenen aus.
DIE LINKE im Bundestag hatte bereits im Januar 2008 beantragt, eine angemessene humanitäre Entschädigungslösung zu schaffen. Gleichzeitig müssen die in diesen Skandal involvierten Pharmaunternehmen unter Nutzung aller politischen und rechtlichen Möglichkeiten an der Entschädigung beteiligt werden. Union und SPD lassen jedoch die betroffenen Bluter im Stich und lehnen eine Entschädigung ab.
Autor: khhDIE LINKE im Petitionsausschuss fordert gegen die Stimmen von Union und SPD eine Entschädigung der mit Hepatitis-C-Viren infizierten Bluter (HCV-Infizierte). Hintergrund ist eine Petition aus Sondershausen, in der stellvertretend für viele Betroffene eine Entschädigung gefordert wird. In Großbritannien, Japan, Italien, Spanien, Irland, Schweden und Ungarn gibt es bereits Entschädigungsregelungen. Nur die Bundesregierung drückt sich vor ihrer Verantwortung, so Kersten Naumann, Abgeordnete der Fraktion DIE LINKE im Bundestag.
Vor allem in den 70er und 80er Jahren wurden über 3.000 Bluterpatienten auf Grund von verseuchten Blutprodukten mit dem Hepatitis-C-Virus angesteckt, obwohl diese Gefahr bereits seit Mitte der 70er Jahre bekannt war. Die Hämophileverbände hatten ebenfalls frühzeitig dazu aufgerufen, die Medikation auf neue, unbedenkliche Präparate umzustellen. Die Umstellung erfolgte jedoch erst mit Verzögerung und für viele Patienten zu spät. Trotzdem blieb eine Entschädigung der Betroffenen aus.
DIE LINKE im Bundestag hatte bereits im Januar 2008 beantragt, eine angemessene humanitäre Entschädigungslösung zu schaffen. Gleichzeitig müssen die in diesen Skandal involvierten Pharmaunternehmen unter Nutzung aller politischen und rechtlichen Möglichkeiten an der Entschädigung beteiligt werden. Union und SPD lassen jedoch die betroffenen Bluter im Stich und lehnen eine Entschädigung ab.