Mi, 07:03 Uhr
24.06.2009
Reges Baugeschehen auf Thüringer Straßen
Mittel aus den Konjunkturpaketen werden schnell umgesetzt, so die gestrige Meldung aus dem Verkehrsministerium Thüringens. Wie passt das aber zur schlechten Pflege der Straßen, bei der selbst die Verkehrssicherheit auf der Strecke bleibt? Hier gibt es wohl noch Nachholebedarf...
Die Konjunkturprogramme geben der Straßeninfrastruktur in Thüringen einen großen Schub. Die Verbesserung unserer Straßen ist dabei immer mit Baustellen und Verkehrseinschränkungen verbunden. Dabei kann die Mehrheit der Bautätigkeiten nur von Frühjahr bis Spätherbst erfolgen. Obwohl die Bauarbeiten mit allen Betroffenen rechtzeitig im Vorfeld abgestimmt werden, bitten wir um Verständnis für unvermeidbare Einschränkungen, die zugunsten einer besseren Verkehrsinfrastruktur angesichts der knappen Zeitfenster entstehen, so Verkehrsminister Wucherpfennig.
Der Freistaat Thüringen hat 2008/2009 für Maßnahmen an Autobahnen und Bundesfernstraßen 144 Mio. € zusätzlich zur Verfügung. Dabei ist der Einsatz dieser Mittel für Erhalt und Neubau von Straßen an enge Zeitfenster gebunden.
53 Mio. € aus den Konjunkturpaketen I und II sind bis 2010 zu investieren. 91 Mio. € aus den Mautmehreinnahmen müssen bis 2012 zum Einsatz kommen. Auch für die Zustandsverbesserung von Landesstraßen hat die Landesregierung zusätzlich 14 Mio. € jährlich eingestellt, so dass dafür ab 2009 50 Mio. € jährlich abgerufen werden können.
Die Straßenbauämter und das Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr bemühen sich gemeinsam mit ihren Auftragnehmern um rechtzeitige Information und möglichst reibungslosen Bauablauf. Ein enges, wetterbedingtes Zeitfenster von Frühjahr bis Spätherbst für die Realisierung von Straßenbaumaßnahmen, sowie der Wille ein Maximum der finanziellen Ressourcen effizient zu nutzen, bringt auch ein verstärktes Baugeschehen an den Thüringer Straßen mit sich. Die zur Verfügung stehenden Mittel werden dabei in erster Linie in die Verbesserung bestehender Straßen investiert.
Soweit die aktuelle Meldung aus dem Verkehrsministerium. Aber das Suchspiel für Autofahrer geht weiter (kn berichtete bereits)! Auf eine noch gefährlichere Stelle haben Leser kn aufmerksam gemacht und bei Göllingen wurden wir fündig...
Auf der Landesstraße L 2293 Göllingen in Richtung Rottleben gibt es eine Kurve, die es durchaus in sich hat. Sie animiert regelrecht geradeaus weiterzufahren. Zum Glück gibt es Warnbaken, denkt man. Was aber, wenn sie kaum mehr zu sehen sind?
Die obige Aufnahme stammt noch vom Freitag. Indessen hatte es jetzt noch heftig geregnet und die Temperaturen sind mehr als warm genug, um das Gras noch heftiger sprießen zu lassen. Schon jetzt ist die erste Warnbake (xx) schon kaum noch auszumachen und auch die Sicht in die Kurve hinein wird schon verdeckt (X). Strenggenommen ist es ein Fall von Verkehrsgefährdung. Ein Autofahrer ohne Licht würde dafür bestraft werden. Wer zieht die Behörden zur Rechenschaft?
Von der Straßenverkehrsbehörde Kyffhäuserkreis, Volkmar Petzoldt, war zu hören, dass bei diesen Landesstraßen (L-Nr.) das Straßenbauamt Nordthüringen zuständig sei, sowohl hinsichtlich der Ausschreibung der Leistungen, als auch der Kontrolle.
Jeder Gärtner und Kleingärtner weiß, wann der erste Grasschnitt zu erfolgen hat. Das müssten die Vertreter des Straßenbauamts doch auch mittlerer weise gelernt haben und bei den Ausschreibungen der Mahdleistungen in die Ausschreibungsunterlagen eingearbeitet haben, bis wann der erste Kantenschnitt an den Straßen zu erfolgen hat. Das Gras wächst doch nicht überraschend und unvorhergesehen über Nacht.
Und es ist nicht das erste Jahr, bei der es Beschwerden gab. Wie Petzoldt im Gespräch einräumte, landete schon manches analoge Gespräch bei ihm, und er dem Anrufer klar machen musste, dass der Landkreis für Landesstraßen nicht zuständig sei. Vielleicht findet sich in dem riesigen Konjunkturpakt eine Stelle, die mal einen kleinen Betrag abzweigt und einen Schnellauftrag an eine örtliche Firma vergibt, damit die gröbsten Gefahrenstellen sofort beseitigt werden.
Es gibt aber auch positive Zeichen der Grasmahd im Raum Göllingen, und das ohne Konjunkturpaket. So war man fleißig, und hat auf dem Damm entlang der Wipper in der Ortslage das Gras gemäht.
So kann man trotz des starken Graswuchses am Ufer der Wipper entlang schön einen Spaziergang machen. Das dieser Weg nicht nur einmal im Jahr gemäht wird, ist kn schon aufgefallen.
Autor: khhDie Konjunkturprogramme geben der Straßeninfrastruktur in Thüringen einen großen Schub. Die Verbesserung unserer Straßen ist dabei immer mit Baustellen und Verkehrseinschränkungen verbunden. Dabei kann die Mehrheit der Bautätigkeiten nur von Frühjahr bis Spätherbst erfolgen. Obwohl die Bauarbeiten mit allen Betroffenen rechtzeitig im Vorfeld abgestimmt werden, bitten wir um Verständnis für unvermeidbare Einschränkungen, die zugunsten einer besseren Verkehrsinfrastruktur angesichts der knappen Zeitfenster entstehen, so Verkehrsminister Wucherpfennig.
Der Freistaat Thüringen hat 2008/2009 für Maßnahmen an Autobahnen und Bundesfernstraßen 144 Mio. € zusätzlich zur Verfügung. Dabei ist der Einsatz dieser Mittel für Erhalt und Neubau von Straßen an enge Zeitfenster gebunden.
53 Mio. € aus den Konjunkturpaketen I und II sind bis 2010 zu investieren. 91 Mio. € aus den Mautmehreinnahmen müssen bis 2012 zum Einsatz kommen. Auch für die Zustandsverbesserung von Landesstraßen hat die Landesregierung zusätzlich 14 Mio. € jährlich eingestellt, so dass dafür ab 2009 50 Mio. € jährlich abgerufen werden können.
Die Straßenbauämter und das Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr bemühen sich gemeinsam mit ihren Auftragnehmern um rechtzeitige Information und möglichst reibungslosen Bauablauf. Ein enges, wetterbedingtes Zeitfenster von Frühjahr bis Spätherbst für die Realisierung von Straßenbaumaßnahmen, sowie der Wille ein Maximum der finanziellen Ressourcen effizient zu nutzen, bringt auch ein verstärktes Baugeschehen an den Thüringer Straßen mit sich. Die zur Verfügung stehenden Mittel werden dabei in erster Linie in die Verbesserung bestehender Straßen investiert.
Soweit die aktuelle Meldung aus dem Verkehrsministerium. Aber das Suchspiel für Autofahrer geht weiter (kn berichtete bereits)! Auf eine noch gefährlichere Stelle haben Leser kn aufmerksam gemacht und bei Göllingen wurden wir fündig...
Auf der Landesstraße L 2293 Göllingen in Richtung Rottleben gibt es eine Kurve, die es durchaus in sich hat. Sie animiert regelrecht geradeaus weiterzufahren. Zum Glück gibt es Warnbaken, denkt man. Was aber, wenn sie kaum mehr zu sehen sind?
Die obige Aufnahme stammt noch vom Freitag. Indessen hatte es jetzt noch heftig geregnet und die Temperaturen sind mehr als warm genug, um das Gras noch heftiger sprießen zu lassen. Schon jetzt ist die erste Warnbake (xx) schon kaum noch auszumachen und auch die Sicht in die Kurve hinein wird schon verdeckt (X). Strenggenommen ist es ein Fall von Verkehrsgefährdung. Ein Autofahrer ohne Licht würde dafür bestraft werden. Wer zieht die Behörden zur Rechenschaft?
Von der Straßenverkehrsbehörde Kyffhäuserkreis, Volkmar Petzoldt, war zu hören, dass bei diesen Landesstraßen (L-Nr.) das Straßenbauamt Nordthüringen zuständig sei, sowohl hinsichtlich der Ausschreibung der Leistungen, als auch der Kontrolle.
Jeder Gärtner und Kleingärtner weiß, wann der erste Grasschnitt zu erfolgen hat. Das müssten die Vertreter des Straßenbauamts doch auch mittlerer weise gelernt haben und bei den Ausschreibungen der Mahdleistungen in die Ausschreibungsunterlagen eingearbeitet haben, bis wann der erste Kantenschnitt an den Straßen zu erfolgen hat. Das Gras wächst doch nicht überraschend und unvorhergesehen über Nacht.
Und es ist nicht das erste Jahr, bei der es Beschwerden gab. Wie Petzoldt im Gespräch einräumte, landete schon manches analoge Gespräch bei ihm, und er dem Anrufer klar machen musste, dass der Landkreis für Landesstraßen nicht zuständig sei. Vielleicht findet sich in dem riesigen Konjunkturpakt eine Stelle, die mal einen kleinen Betrag abzweigt und einen Schnellauftrag an eine örtliche Firma vergibt, damit die gröbsten Gefahrenstellen sofort beseitigt werden.
Es gibt aber auch positive Zeichen der Grasmahd im Raum Göllingen, und das ohne Konjunkturpaket. So war man fleißig, und hat auf dem Damm entlang der Wipper in der Ortslage das Gras gemäht.
So kann man trotz des starken Graswuchses am Ufer der Wipper entlang schön einen Spaziergang machen. Das dieser Weg nicht nur einmal im Jahr gemäht wird, ist kn schon aufgefallen.


