Fr, 12:01 Uhr
26.06.2009
Wenn der Mensch ausbrennt
Wer kennt das nicht: Stress im Büro, Ärger in der Familie und dazwischen keine Zeit zum Luftholen. Die persönlichen Anforderungen im Beruf und im Privaten nehmen in unserer schnellen Zeit enorm zu. Das Burn-out-Syndrom nimmt in Thüringen sehr schnell zu...
Gerade in einer Gesellschaft, in der vor allem die Leistung zählt, wird es für viele Menschen immer schwieriger alle Aufgaben zu erfüllen. Aus Angst, Erwartungen enttäuschen zu müssen, reagieren viele mit Überengagement und Perfektionismus und stellen ihre Bedürfnisse zurück.
Hält dieser Zustand längere Zeit an, verlernt der Mensch sich auszuruhen und fällt in eine emotionale und psychische Erschöpfung – er beginnt auszubrennen. Kommen dann noch Symptome, wie zunehmende Infektanfälligkeit, Depressionen und chronische Müdigkeit hinzu, spricht der Mediziner vom Burn-out-Syndrom. In der Endphase der Erkrankung kann es zu schwerwiegenden psychosomatischen Störungen im Herz-Kreislaufsystem, Magen-Darm-Bereich oder der Muskulatur kommen.
Diagnose Burn-out mit steigender Tendenz
Obwohl das Burn-out-Syndrom schwer zu diagnostizieren ist, stieg die Zahl der Erkrankungen in Thüringen im Jahr 2008 im Vergleich zum Vorjahr um stark an. Allein die IKK Thüringen verzeichnete im vergangenen Jahr über 400 Fälle mit der Diagnose Burn-out-Syndrom, die eine Arbeitsunfähigkeit zur Folge hatten.
Mit Entspannung und Organisation gegensteuern
Verhaltenstherapeutische Empfehlungen zeigen Betroffenen verschiedene Wege aus der Krise auf. Das können Maßnahmen zum Wiedererlernen der Entspannungsfähigkeit sein (z.B. Entspannungstrainings), aber auch Hilfen zur Selbstorganisation und Zeitplanung. So bekommen die eigenen Freiräume und Auszeiten wieder einen festen Platz im Alltag. Auch soziale Kontakte sind besonders wichtig für eine effektive Problem- und Stressbewältigung.
Stressbewältigung durch aktives Gesundheitsmanagement
Da die meisten Stressoren und Auslöser der Burn-out-Krise im Berufsleben zu finden sind, stehen auch die Arbeitgeber in der Pflicht, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, in dem der Arbeitnehmer nicht ausbrennt. So bietet die IKK Thüringen mit Fit im Job ein kostenfreies Gesundheitsmanagement für Unternehmen an, in denen gezielte Trainings zum Belastungsausgleich und gesundheitsfördernde Maßnahmen in den Bereichen Bewegung, Ernährung und Entspannung durchgeführt werden. Dazu gehören Workshops zur Stressbewältigung und zum Zeitmanagement ebenso wie eine individuelle Beratung zur Kommunikation und Koordination von Aufgaben.
Autor: nnz/knGerade in einer Gesellschaft, in der vor allem die Leistung zählt, wird es für viele Menschen immer schwieriger alle Aufgaben zu erfüllen. Aus Angst, Erwartungen enttäuschen zu müssen, reagieren viele mit Überengagement und Perfektionismus und stellen ihre Bedürfnisse zurück.
Hält dieser Zustand längere Zeit an, verlernt der Mensch sich auszuruhen und fällt in eine emotionale und psychische Erschöpfung – er beginnt auszubrennen. Kommen dann noch Symptome, wie zunehmende Infektanfälligkeit, Depressionen und chronische Müdigkeit hinzu, spricht der Mediziner vom Burn-out-Syndrom. In der Endphase der Erkrankung kann es zu schwerwiegenden psychosomatischen Störungen im Herz-Kreislaufsystem, Magen-Darm-Bereich oder der Muskulatur kommen.
Diagnose Burn-out mit steigender Tendenz
Obwohl das Burn-out-Syndrom schwer zu diagnostizieren ist, stieg die Zahl der Erkrankungen in Thüringen im Jahr 2008 im Vergleich zum Vorjahr um stark an. Allein die IKK Thüringen verzeichnete im vergangenen Jahr über 400 Fälle mit der Diagnose Burn-out-Syndrom, die eine Arbeitsunfähigkeit zur Folge hatten.
Mit Entspannung und Organisation gegensteuern
Verhaltenstherapeutische Empfehlungen zeigen Betroffenen verschiedene Wege aus der Krise auf. Das können Maßnahmen zum Wiedererlernen der Entspannungsfähigkeit sein (z.B. Entspannungstrainings), aber auch Hilfen zur Selbstorganisation und Zeitplanung. So bekommen die eigenen Freiräume und Auszeiten wieder einen festen Platz im Alltag. Auch soziale Kontakte sind besonders wichtig für eine effektive Problem- und Stressbewältigung.
Stressbewältigung durch aktives Gesundheitsmanagement
Da die meisten Stressoren und Auslöser der Burn-out-Krise im Berufsleben zu finden sind, stehen auch die Arbeitgeber in der Pflicht, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, in dem der Arbeitnehmer nicht ausbrennt. So bietet die IKK Thüringen mit Fit im Job ein kostenfreies Gesundheitsmanagement für Unternehmen an, in denen gezielte Trainings zum Belastungsausgleich und gesundheitsfördernde Maßnahmen in den Bereichen Bewegung, Ernährung und Entspannung durchgeführt werden. Dazu gehören Workshops zur Stressbewältigung und zum Zeitmanagement ebenso wie eine individuelle Beratung zur Kommunikation und Koordination von Aufgaben.