eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (4)
Fr, 10:37 Uhr
10.07.2009

Minister bei Landsenioren (1)

Die Landsenioren des Kyffhäuserkreises hatten sich gestern kompetenten Besuch in die Geschäftsstelle des Bauernverbandes nach Sondershausen Jecha eingeladen. Wer erschien und welche Themen behandelt wurden, erfahren Sie hier...

Auch unter den Landsenioren des Kyffhäuserkreises hat sich herumgesprochen, dass man bei Thüringens Minister für Bau, Landesentwicklung und Medien, Gerold Wucherpfennig (CDU), ein offenes Ohr für die Probleme der Region findet, der sein Aufgabe als Kandidat für den Landtag sehr ernst nimmt. Auch wenn Landwirtschaft nicht sein Ressort ist, gibt es sehr viele tangierende Probleme bei den Bauern des Kyffhäuserkreises, die er mitnehmen und weiterleiten kann. Das den Landsenioren und Bauern nicht nur ein Schuh drückt, zeigte sich, dass mit Gerhard Kleinsteuber, Geschäftsführer des Kreisbauernverbandes, und Bernd Schlepper, Vorsitzender des Kreisbauernverbandes, einige aktive Bauern die Chance für ein Gespräch genutzt haben.

Mit Sondershausens Stadtrat Hartmut Thiele (CDU) und Kreistagsmitglied Adalbert Engel (Die Linke) waren auch aktive Bauern aus der Kommunalpolitik vertreten, und auch das Mitglied des Landtages, Günter Grüner (CDU), war bei den Gesprächen anwesend.

Treffen mit Landsenioren (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Treffen mit Landsenioren (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Gerhard Kleinsteuber (stehend) begrüßt die Gäste. Rechts von ihm Minister Wucherpfennig, links von ihm Holger Hartz, Referent im Ministerium Wucherpfennig, der übrigens nicht der „Erfinder“ der Hartz-regelungen ist, aber natürlich meist im Scherz regelmäßig darauf angesprochen wird.

Der Fragenkatalog reichte von der immer weiter schlechter werdenden ärztlichen Versorgung im ländlichen Raum, über den Afghanistaneinsatz der Bundeswehr, bis zu den typischen landwirtschaftlichen Fragen wie Feldwegnetz, Brücken in der Region bis zu Problemen bei der Bürokratie. Alles kann hier gar nicht im Einzelnen wiedergegeben werden.

Auf ein dringendes Problem wurde aber Wucherpfennig aufmerksam gemacht, und dem er schnellstens nachgehen will. Von den Thüringerbehörden werden die Landwirte in einer Frage regelrecht gequält, der Bürokratie bei der Zulassung landwirtschaftlicher Maschinen. Es könne nicht sein, dass Geräte mit Betriebserlaubnis und vielen Zulassungen ausgeliefert werden, und Thüringerbehörden mit zusätzlichen Gutachterforderungen komme, die in der Bearbeitung oft auch noch mehrere Wochen dauern.

Auch einige Fragen im ländlichen Wegbau, wie zulange Bearbeitungszeit durch Behörden im Kyffhäuserkreis, und die fehlende separate Förderung durch die Kommunen von Brückenbauten, auch wenn keine sanierte Straße dranhängt, drückt die Bauern. Es gibt auch Brücken, welche die Landwirtschaft brauche, aber nicht direkt an öffentlichen Straßen liegen, so der Hinweis der Bauern. Bernd Schlepper wies auch noch auf ein anderes Problem im ländlichen Wegebau hin. Man bekomme unbelastetes Fräsgut aus dem Straßenbau angeboten, welches auch auf Deponien darf, aber nicht im ländlichen Wegebau zur Ausbesserung der Wege eingesetzt werden darf.

Gerade letzteres, so Wucherpfennig, sei ihm völlig unverständlich. Weil die hier angesprochenen Probleme in der Zuständigkeit der Kreis liege, schlug er vor, nach der Ernte einen weiteren Termin anzuberaumen, bei dem der dann auch gleich Landrat Peter Hengstermann mitbringen will, da einige der angesprochenen Probleme in dessen Zuständigkeit fallen. Der Vorschlag fand unter den Bauern die vollste Zustimmung.

Klären lassen will Wucherpfennig auch die Probleme bei dem Anschluss der Feldzufahrten an das öffentliche Straßennetz. Keine Hoffnung konnte Wucherpfennig aber den Bauern in einer anderen Richtung machen. Durch die Sperrungen und den Neubau der Brücken entstehen den Bauern erhebliche Kosten durch die Umwege. Die Frage nach finanzieller Entlastung der Bauern müsse er klar mit Nein beantworten. Dazu finde er keine rechtliche Möglichkeit und könne hier keinerlei Versprechungen machen.

Auch die Frage der Milchpreise wurde informell diskutiert. Hier könne er zwar die Probleme mit ins Kabinett nehmen, verwies aber zu recht auf die Zuständigkeit des Landwirtschaftsministers. Trotzdem hatte er noch einige Informationen von seinem Amtskollegen Dr. Volker Sklenar mitgebracht, bezügliche der Förderung der Bauern im Zusammenhang mit den Milchpreisen.

Zu Beginn der Veranstaltung, hatte Minister Wucherpfennig bei der Vorstellung seiner eigenen Person einige Informationen preisgegeben, die so noch nicht bekannt sein dürfte. So verriet er, dass er seine Herkunft aus dem ländlichen Raum nicht verleugnen kann, und er der Landwirtschaft noch sehr nahe stehe. Schließlich bewirtschafte er noch einen Hektar Land und fährt noch Heu ein und hält etwas Geflügel. Bezüglich seines Engagements als Landtagskandidat stellte er nochmals klar, dass die CDU des Kyffhäuserkreises mit der Bitte an ihn rangetragen sei, für den Altkreis Sondershausen aktiv zu werden. „Ich dränge mich nicht auf, aber wenn ich etwas mache, dann mache ich es richtig.“, so begründete er sein starkes Engagement für den Kyffhäuserkreis in letzter Zeit. Und kein Thema werde dabei ausgeklammert, ob Kultur (Cruciskirche), Sport (wie am Mittwoch das Eintracht-Spiel) oder die Teilnahme an diesem Treffen der Landsenioren.

Im zweiten Teil des noch folgenden Berichtes geht es um nicht weniger spannende Themen, wie die Schweinemastanlagen im Kyffhäuserkreis und auch an vielen anderen Stellen diskutiert: Straßenausbaubeiträge. Aber auch Informationen zu den Sundhäuser Bergen sind da nicht ausgeklammert.
(Fortsetzung folgt)
Treffen mit Landsenioren (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Treffen mit Landsenioren (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Treffen mit Landsenioren (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Autor: khh

Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)