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Fr, 15:30 Uhr
24.07.2009

Fernsehen am Morgen.....

....bringt manchmal auch Kummer und Sorgen? Ja, wenn man die ZDF-moma-arena vom 24. Juli betrachtete. Jürgen Trittin (Grüne) und Markus Söder (CSU) diskutierten mal wieder das wahlkampfträchtige Thema „Atomausstieg“. nnz hat hingehört und zugeschaut.


Was gab es nun Neues zu diesem Thema zu hören? Wenigstens neue Umfrageergebnisse. Danach haben auf die Frage „Soll es beim beschlossenen Atomausstieg bleiben?“ 55 % der Befragten mit Ja und 39 % mit Nein geantwortet. Ansonsten nichts. Alte Polemik, zum Teil von Ideologie begleitete Sachargumente, die jeder schon mehrfach gehört hat.

Drei offenbar handverlesene Besucher der „arena“ stellten Fragen, die sie nicht erst während der Sendung auswendig gelernt haben konnten. So kamen dann auch die Antworten zügig und ohne stottern.

So wie in dieser Sendung wird seit Jahren der Zuschauer zu diesem Thema von allen Seiten zugeschüttet. Es ist einem "Nicht-Atomwissenschaftler" – und dieser Bevölkerungsgruppe gehören mehr als 99% der Wähler an - doch nicht möglich, sich auf dieser Basis auf die eine oder andere Seite zu positionieren. Würden die Kräfte nicht mehr auf Parteienpolemik konzentriert, sondern auf schnelle Beantwortung der Frage: „Gibt es ein sicheres Endlager und wenn nein, was kann, was muss getan werden, um ein solches zu finden bzw. zu schaffen?“ hätte Deutschland ein ständiges, vom Laien nicht zu durchschauendes, Wahlkampfthema weniger.

Wenn diese Frage nicht eindeutig durch die Experten dieser Welt beantwortet werden kann, muss ein Atomausstieg weltweit und sofort erfolgen. Einen deutschen Atomausstieg im Alleingang darf es nicht geben, weil er so sinnvoll wäre, wie in Görsbach einen Schirm aufzuspannen, wenn es in Nordhausen regnet. Das wurde leider auch in dieser Sendung wieder nicht deutlich.

So war dann der Höhepunkt der „arena“, dass Herrn Trittin in seiner Historie zur Politik seiner Partei dazu plötzlich 10 Jahre abhanden gekommen waren. Kommentar Herr Söder: „Ich glaube, es ist generell Ihr Problem, dass Sie 10 Jahre zurück sind in Ihrer Argumentation.“

Fernsehen am Abend erquickend und labend? Machen wir´s wie der letzte deutsche „Kaiser Franz“: Schaun mer mal.
Jürgen Wiethoff
Autor: nnz/kn

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Kommentare
Stewart
24.07.2009, 21:56 Uhr
Und woher kommt das Licht?
Als 99%-Angehöriger hat man es aber auch verdammt schwer. Verklemmt man sich auch nur in ein einziges Gegenwartsproblem und will man nicht nur „alles virtuell“ (siehe titelgleichen Beitrag) oberflächlich hinnehmen, geht viel Zeit ins Land. Steht dem Ergebnis aller Recherchen auch nach vielen Stunden kein wirklich gefühlter oder gar wahrgenommener Erkenntniszuwachs gegenüber, hat man nur das Gefühl, es sei wieder mal ein Stück wertvolle Lebenszeit vertan.

Stimmt es denn wirklich, dass bei weniger Atomstromproduktion in D dieser z.B. aus F oder von anderswo importiert wird? Und würde, wenn weniger Atomstrom in D produziert wird, auch weltweit weiniger Atomstrom produziert? Und landen, wenn nicht aus deutschen Atomkraftwerken, nicht doch auch ausländische Atomstromrestabfälle in D?

Also versucht man es „alternativ“. Da sind dann aber auch gleich die Widersacher, z.B. gegen Windräder. Zugegeben: In Wohnortnähe müssen die nicht sein. Aber einfach nur dagegen zu sein, weil sie politisch motiviert nicht in die Landschaft passen? Sehr dünn! Wenn unsere Vorfahren das gleiche von Strommasten für Überlandleitungen gesagt hätten, würden wir heute noch vielmals überall und ausschließlich Kerzen anzünden.

Es werde Licht!
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