Fr, 07:03 Uhr
31.07.2009
Kaffeebrauner Parkteich (2)
Zu unserem gestrigen Artikel "Kaffeebrauner Parkteich" (kleiner Parkteich Schlosspark Sondershausen) gibt es eine Wortmeldung. Während der Vorsitzende des Anglervereins Sondershausen, Klaus Schulz, die Karpfen im Verdacht hatte, dass braune Wasser zu verursachen, werden hier andere "Verdächtige" ins Feld geführt...
Kleiner Parkteich (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Die Augen gleiten durch den Park, über nichts als Natur: den See, die hoch gewachsenen Bäume und quakende Enten.
Doch gerade die kleinen Watscheltiere sind ein Grund für manche, die Parkteiche zu meiden. Denn auch wenn das Beobachten der friedlich vor sich hin gründelnden Enten oder der stolzen Schwanfamilien geradezu meditativen Charakter haben kann, so haben sie doch ganz natürliche Bedürfnisse. Deswegen hinterlassen sie Spuren, und an manchen Stellen so viel davon, dass das Vergnügen so natürlich wird, dass man hinterher seine Füße erst mal von grünlichem Dreck säubern muss. Und so viel Natur ist Vielen dann auch wieder nicht recht.
An der Entenplage allerdings sind die Menschen selbst schuld: In der ordnungsbehördlichen Verordnung wird darauf hingewiesen, dass man freilebende Tiere, unter Anderen auch die Enten nicht füttern sollte. Denn durch die steigende Belastung des Wassers vermehren sich schließlich auch die wuchernden Algen und andere Keime. An vielen Tierliebhabern aber perlt dieser Hinweis scheinbar ab wie das Wasser, auf dem die ihre Kreise ziehenden Tiere an Schlechtwettertagen eilends auf jeden einsamen Spaziergänger zugepaddelt kommen, der vielleicht ein paar Brösel für sie dabei haben könnte - so, wie sie es eben gewohnt sind.
An Sommertagen, an denen das Wasser bis zu 24 Grad warm wird, kann es durchaus ein bisschen zu müffeln anfangen. Die Fotos bestätigen den Eindruck, dass es sich nicht unbedingt um den klarsten Teich Sondershausens handelt, der bei Überschreitungen der Werte der Anzahl der Fäkalcoliforme unter anderem die Braunfärbung verursacht.
Die öffentliche Situation wird im folgenden aktuellen Auszug eines Presseartikels einer süddeutschen Zeitung deutlich:
"… Der Bürgermeister mag dem …-Stadtrat zwar insgeheim Recht geben, der Rathauschef hat aber seine eigenen Erfahrungen mit dem Thema "Enten" gemacht, weshalb er sich nur vorsichtig äußerte. Die Tiere seien zwar auch Überträger von Krankheiten, sagte Zeh, er werde das Thema aber nicht mehr "aufgreifen". Das hat seinen Grund: In seiner ersten Amtsperiode hatte der Rathauschef den Vorschlag gemacht, die Enten durch gezielten Abschuss zu dezimieren und damit mitten ins Herz vieler Tierfreunde getroffen. Ein Aufschrei war die Folge. Seitdem genießen die Enten quasi Bestandsschutz und können unbehelligt ihre Runden auf dem Moorsee drehen. Zumindest bis zum nächsten Sommerloch…."
(Lindenberg (pem) - 29.07.2009 17:57 Uhr)
…, wenn der Teich wieder müffelt und das Wasser wieder veralgt - braun, grün, gelb, rot oder schwarz wird, je nachdem, von welcher Substanz zu viel enthalten ist.
W. Rudolph
Autor: khh
Kleiner Parkteich (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Die Augen gleiten durch den Park, über nichts als Natur: den See, die hoch gewachsenen Bäume und quakende Enten.Doch gerade die kleinen Watscheltiere sind ein Grund für manche, die Parkteiche zu meiden. Denn auch wenn das Beobachten der friedlich vor sich hin gründelnden Enten oder der stolzen Schwanfamilien geradezu meditativen Charakter haben kann, so haben sie doch ganz natürliche Bedürfnisse. Deswegen hinterlassen sie Spuren, und an manchen Stellen so viel davon, dass das Vergnügen so natürlich wird, dass man hinterher seine Füße erst mal von grünlichem Dreck säubern muss. Und so viel Natur ist Vielen dann auch wieder nicht recht.
An der Entenplage allerdings sind die Menschen selbst schuld: In der ordnungsbehördlichen Verordnung wird darauf hingewiesen, dass man freilebende Tiere, unter Anderen auch die Enten nicht füttern sollte. Denn durch die steigende Belastung des Wassers vermehren sich schließlich auch die wuchernden Algen und andere Keime. An vielen Tierliebhabern aber perlt dieser Hinweis scheinbar ab wie das Wasser, auf dem die ihre Kreise ziehenden Tiere an Schlechtwettertagen eilends auf jeden einsamen Spaziergänger zugepaddelt kommen, der vielleicht ein paar Brösel für sie dabei haben könnte - so, wie sie es eben gewohnt sind.
An Sommertagen, an denen das Wasser bis zu 24 Grad warm wird, kann es durchaus ein bisschen zu müffeln anfangen. Die Fotos bestätigen den Eindruck, dass es sich nicht unbedingt um den klarsten Teich Sondershausens handelt, der bei Überschreitungen der Werte der Anzahl der Fäkalcoliforme unter anderem die Braunfärbung verursacht.
Die öffentliche Situation wird im folgenden aktuellen Auszug eines Presseartikels einer süddeutschen Zeitung deutlich:
"… Der Bürgermeister mag dem …-Stadtrat zwar insgeheim Recht geben, der Rathauschef hat aber seine eigenen Erfahrungen mit dem Thema "Enten" gemacht, weshalb er sich nur vorsichtig äußerte. Die Tiere seien zwar auch Überträger von Krankheiten, sagte Zeh, er werde das Thema aber nicht mehr "aufgreifen". Das hat seinen Grund: In seiner ersten Amtsperiode hatte der Rathauschef den Vorschlag gemacht, die Enten durch gezielten Abschuss zu dezimieren und damit mitten ins Herz vieler Tierfreunde getroffen. Ein Aufschrei war die Folge. Seitdem genießen die Enten quasi Bestandsschutz und können unbehelligt ihre Runden auf dem Moorsee drehen. Zumindest bis zum nächsten Sommerloch…."
(Lindenberg (pem) - 29.07.2009 17:57 Uhr)
…, wenn der Teich wieder müffelt und das Wasser wieder veralgt - braun, grün, gelb, rot oder schwarz wird, je nachdem, von welcher Substanz zu viel enthalten ist.
W. Rudolph
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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