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Do, 19:56 Uhr
20.08.2009

In der Modellregion unterwegs (1)

Der Beauftragte der Bundesregierung für die neuen Länder, Bundesminister Wolfgang Tiefensee SPD), besuchte heute die Modellregion Südharz-Kyffhäuser in Nordthüringen / südliches Sachsen-Anhalt, um sich über Entwicklungen und Ergebnisse des Modellvorhabens "Demografischer Wandel - Region schafft Zukunft" zu informieren. Tiefensee dazu: Zukunft für ländliche Räume sichern...

Das Ministerium unterstützt die stark vom demografischen Wandel betroffene Region bei der Entwicklung von Zukunftsperspektiven. Öffentliche und private Partner arbeiten Hand in Hand, um die Region attraktiver zu machen und Lebensperspektiven zu sichern. Dazu gehören neue Mobilitätskonzepte, wirtschaftliche Impulse, aber auch kulturelle und soziale Initiativen. Schwerpunkte sind zum Beispiel "Lebenslanges Lernen", vorausschauende Fachkräfteentwicklung und Qualifizierung.

Dazu sagte Tiefensee schon vorab: "In vielen ländlichen Räumen Deutschlands wird die Bevölkerungszahl weiter zurück gehen und der Anteil der älteren Menschen zunehmen. Die Kommunen und Regionen müssen sich frühzeitig auf die Veränderungen einstellen, um die Zukunft aktiv zu gestalten. In den Modellregionen wird erprobt, was auch für andere Regionen anwendbar ist. Es geht darum, die Region attraktiver zu machen, die Grundversorgung der Menschen zu sichern und auf die veränderten Bedürfnisse einzugehen. Wir brauchen dazu neue Kooperationen zwischen den Gemeinden und zwischen privaten und öffentlichen Partnern."

Eine Beispiel ist das Projekt "Servicestützpunkt für alle Generationen" in Sangerhausen (Sachsen-Anhalt). Neben dem Servicestützpunkt entstand ein Generationenhaus sowie ein wohnortnaher Anlaufpunkt für alle Bewohner des Stadtteils. Dies sei ein wichtiger Baustein für die neuen Formen des Wohnens und Zusammenlebens, so Tiefensee.

Besuch Tiefensee (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Besuch Tiefensee (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Bürgermeister Joachim Kreyer übergibt dem Musikfreund Wolfgang Tiefensee ein CD mit Musik aus Konzerten in Sondershausen.

Im "Bürgerzentrum Cruciskirche" in Sondershausen (Thüringen), einem dieser geförderten Objekte, wird durch ehrenamtliches Engagement die Ruine einer Kirche in ein attraktives, familienfreundliches Veranstaltungsgebäude für Jung und Alt mitten in einem Plattenbaugebiet verwandelt. Für die Modellregion Südharz-Kyffhäuser stellt das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung bis Ende 2009 insgesamt rund zwei Millionen Euro aus seinen Programmen zur Verfügung.

Besuch Tiefensee (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Besuch Tiefensee (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Landrat Peter Hengstermann (CDU, Thüringens Minister für Bau, Landesentwicklung und Medien Gerold Wucherpfennig (CDU), Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee und Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU) auf dem Weg in das Bürgerzentrum Cruciskirche.
Allerdings muss man dazu sagen, dass der größte Teil der Mittel nicht direkt in die Region fließen, sondern in vielen Studien landen, die von Institutionen außerhalb der Modellregion vergeben wurden. Unverständlich zum Beispiel, dass Studien zum Tourismus an ein Institut nach Trier vergeben wurde, obwohl es in Sachsen-Anhalt (sozusagen vor Ort) eine auch international anerkannte Fachschule für Tourismus gibt (Wernigerode). Aber man muss ja nicht alles verstehen, was in der großen Politik läuft. Auch mancher gestandene Politiker sagte hinter verstohlenner Hand, ich hätte lieber die Million direkt in der Region gesehen, um damit Arbeitsplätze zu schaffen.

Besuch Tiefensee (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Besuch Tiefensee (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Wolfgang Wytrieckus erläutert Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee das Projekt der Cruciskirche.

Unbeirrt davon freute sich Wolfgang Wytrieckus, Vorsitzender des Fördervereins Cruciskirche Sondershausen e.V., dass er rund 53.00 Euro aus diesem Projekt bekommen hat. Klingt bei einem Millionenobjekt scheinbar nicht viel, ist e aber trotzdem. Denn diese Mittel gelten nicht als Fördermittel, sonder werden zum Eigenanteil hinzugerechnet. Mit diesen Mitteln kommt der Verein dadurch Zugang zu weiteren Fördertöpfen, für die erst mal Eigenmittel nachgewiesen werden müssen. Wytrieckus lobte dabei die gute Zusammenarbeit mit den Behörden hinsichtlich der Beantragung der Fördermittel, so die Zusammenarbeit der Bauministerien von Bund und Thüringen.

Schwerpunkt bei der Finanzierung des Gesamtprojekts sei die Beschaffung der Mittel für den Eigenanteil. Die Beschaffung der Fördermittel steht. Insbesondere suchen wir noch, so Wolfgang Wytrieckus, die Mittel für den vierten und fünften Bauabschnitt. Tiefensee dazu vieldeutig: "Da suche ich mal mit". Was immer das bedeuten mag. Kreyer informierte den Gast auch über das hohe Engagement des Fördervereins Cruciskirche Sondershausen e.V., da von den 83 Mitgliedern immerhin 30 Firmen dabei sind.

Nach Erläuterungen zum Gesamtprojekt, verschaffte sich Tiefensee auch einen höheren Überblick auf die Stadt. Da hieß es bei hohen Temperaturen ert mal Treppensteigen, um den Turm zu erklimmen. Hier wurden ihm weitere Projekte der Stadt erläutert, so die weiterführenden Bauarbeiten im Wohngebiet Wippertor I und II. Anschließend ging es zu Fuß durch die Stadt (kn berichtete) zum Carl-Schroeder-Saal zur abschließenden Veranstaltung. Dazu später mehr.
Besuch Tiefensee (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Besuch Tiefensee (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Besuch Tiefensee (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Besuch Tiefensee (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Besuch Tiefensee (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Besuch Tiefensee (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Besuch Tiefensee (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Besuch Tiefensee (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Besuch Tiefensee (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Besuch Tiefensee (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Besuch Tiefensee (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Besuch Tiefensee (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Besuch Tiefensee (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Autor: khh

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