So, 00:50 Uhr
30.08.2009
6.Radwandertag im Kyffhäuser
Der nun schon 6. Radwandertag rund um den Kyffhäuser lockte gestern wieder viele Radler nach Bad Frankenhausen. Erstaunlich, woher sie alle kamen ...
Selbst aus dem fernen Markkleeberg waren Radwanderfreunde angereist. Aber auch aus Nordhausen, Großbodungen, Bleicherode, Sangerhausen, Sömmerda und Erfurt waren Radler mit auf die Tour gegangen. Eine große Abordnung, zusammengetrommelt von der FAU Sondershausen, war mit dabei, unter ihnen auch Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU). Und natürlich waren auch viele Radler aus Fröttstedt gekommen, schließlich wollten sie den sehr stark engagierten Bäckermeister Bergmann nicht allein nach Bad Frankenhausen lassen.
Der älteste Teilnehmer war Gerhard Busch aus Bad Frankenhausen mit 79 Jahren, der die Tour von Bad Frankenhausen über den Huflar, Kelbra, Ichstedt, Udersleben wieder zurück nach Sondershausen mitgemacht hat, immerhin rund 40 km mit schönen Steigungen drin. Probleme gibt es aber mit der Jugend und den Kindern. Während für Kinder die Strecke vielleicht noch zu schwer war, haben doch Jugendliche und junge Leute gefehlt. Das liebevoll aufgebaute Simulationsfahrrad für Kinder war praktisch verweist. Schade eigentlich, wo doch Bewegung so wichtig ist.
Trotzdem hatte Cheforganisator Ralf Setzepfandt (Foto oben ganz rechts, zusammen mit Moderator Frank Pause) gute Nachrichten. Man will nächstes Jahr die Fahrt auf Ende Mai vorziehen. Wenn heute ca. 180 Teilnehmer waren, so hofft man dann auf 250 bis 300 Teilnehmer. Und eine weitere Gute Nachricht verkündete er. Bürgermeister Matthias Strejc (Bad Frankenhausen) hat zugesagt, das nächstes Jahr der Radweg zur Barbarossahöhle fertiggestellt wird. Das wäre wirklich für die Tourismusregion Kyffhäuser ein wichtiger Schritt.
Offensichtlich auf Testfahrt war Thüringens Verkehrsminister Gerold Wucherpfennig (CDU). Er schwang sich ab Kelbra in den Sattel und fuhr die restlich Tour mit. Dazu war er gleich mit dem Team Wucherpfennig angerückt. Wer das Radewegnetz verbessern will, muss es kennen. Oder es war einfach nur Freude an der Bewegung, denn Vorbildwirkung ist wichtig. Wahlkampftaktisch bewegte er sich nämlich die ganze Zeit außerhalb seines eigentlichen Wahlkreises. Oder war er trotzdem als Wahlkämpfer unterwegs?
Wenn ein Minister schon anwesend ist, dann kann er sich natürlich nicht von Repräsentationspflichten befreien. Allerdings konnte er durch seine Radlerkluft, mit dem schicken Outfit von Fliederkönigin Nicole II. nicht mithalten. Die Fliederkönigin zog die Preise der Tombola, und der Minister durfte die Preise übergeben.
Übrigens hatte der Minister einen sehr wertvollen Preis mitgebracht. Nicht so sehr im materiellen Wert, sondern mehr im ideellen Wert. Bei der letzten Burgenfahrt hatte er ein Trikot dabei, dass er von vielen früheren und aktuellen Radsportgrößen hatte signieren lassen, so waren u.a. Autogramm von Olaf Ludwig und dem deutschen Jungstar bei der Tour den France, Tony Martin, drauf, um nur zwei der vielen Radsportgrößen zu nennen. Dieter Kuntz aus Sondershausen hatte das gute Stück gewonnen, sich riesig freute.
Hauptpreis war ein Wochenende zum Fahren mit einem Opel Sigma, leider ist der Name des Gewinners irgendwie auf der Strecke geblieben. Es war aber auch schwierig den Überblick zu behalten. Denn sehr viele Sponsoren hatten einen oder gleich mehrere Preise gestiftet. Gerade bei der Preisverteilung merkte man erst, woher die vielen Radler kamen. Deshalb gilt der Dank all der vielen Sponsoren.
Anwesend war auch Dr. Andreas Räuber. Unklar war nur, ob er als Kreissport Präsident oder als Kandidat für den Landtag die Preise übergeben hat, schließlich ist das ganze in seinem Wahlkreis 11 passiert. Damit der politische Proporz gewahrt wurde, durfte auch Dr. Andres Räuber (SPD) viele Preise übergeben. Und wie der Zufall so spielte, in der zweiten Runde der Preisvergabe, musste ausgerechnet er einen Preis übergeben, den seine direkte Gegenspielerin Landtagsmitglied Gudrun Holbe gestiftet hatte. Der Preis steckte sinnigerweise in einem roten Umschlag. Und dann noch vom Moderator gefragt zu werden, welcher Partei Gudrun Holbe angehörte war schon hart. Ja, ja, Wahlkampf kann schon sehr hart sein.
Wie sagt man so schön, Spaß muss sein. Aber es lag nicht nur an dieser kleinen Episode, dass die meisten Teilnehmer viel Freude am gestrigen Tag hatten. Es war eine schöne Strecke, die Landschaft stimmte und bis auf den Wind, stimmte auch das Wetter. Allerdings nur für die Teilnehmer, die aus der näheren Umgebung von Bad Frankenhausen stammten und / oder rechtzeitig auf die Socken, genauer gesagt auf die Pedale gemacht hatten. Der Autor dieser Zeilen wurde auf dem Fahrrad bei Berka so richtig nass gemacht. Und wer gar noch länger in Bad Frankenhausen verweilt hatte, der ist vielleicht sogar noch bei 17:00 Uhr in das Gewitter gekommen, das um die Zeit durch Sondershausen Richtung Frankenhausen zog.
Autor: khhSelbst aus dem fernen Markkleeberg waren Radwanderfreunde angereist. Aber auch aus Nordhausen, Großbodungen, Bleicherode, Sangerhausen, Sömmerda und Erfurt waren Radler mit auf die Tour gegangen. Eine große Abordnung, zusammengetrommelt von der FAU Sondershausen, war mit dabei, unter ihnen auch Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU). Und natürlich waren auch viele Radler aus Fröttstedt gekommen, schließlich wollten sie den sehr stark engagierten Bäckermeister Bergmann nicht allein nach Bad Frankenhausen lassen.
Der älteste Teilnehmer war Gerhard Busch aus Bad Frankenhausen mit 79 Jahren, der die Tour von Bad Frankenhausen über den Huflar, Kelbra, Ichstedt, Udersleben wieder zurück nach Sondershausen mitgemacht hat, immerhin rund 40 km mit schönen Steigungen drin. Probleme gibt es aber mit der Jugend und den Kindern. Während für Kinder die Strecke vielleicht noch zu schwer war, haben doch Jugendliche und junge Leute gefehlt. Das liebevoll aufgebaute Simulationsfahrrad für Kinder war praktisch verweist. Schade eigentlich, wo doch Bewegung so wichtig ist.
Trotzdem hatte Cheforganisator Ralf Setzepfandt (Foto oben ganz rechts, zusammen mit Moderator Frank Pause) gute Nachrichten. Man will nächstes Jahr die Fahrt auf Ende Mai vorziehen. Wenn heute ca. 180 Teilnehmer waren, so hofft man dann auf 250 bis 300 Teilnehmer. Und eine weitere Gute Nachricht verkündete er. Bürgermeister Matthias Strejc (Bad Frankenhausen) hat zugesagt, das nächstes Jahr der Radweg zur Barbarossahöhle fertiggestellt wird. Das wäre wirklich für die Tourismusregion Kyffhäuser ein wichtiger Schritt.
Offensichtlich auf Testfahrt war Thüringens Verkehrsminister Gerold Wucherpfennig (CDU). Er schwang sich ab Kelbra in den Sattel und fuhr die restlich Tour mit. Dazu war er gleich mit dem Team Wucherpfennig angerückt. Wer das Radewegnetz verbessern will, muss es kennen. Oder es war einfach nur Freude an der Bewegung, denn Vorbildwirkung ist wichtig. Wahlkampftaktisch bewegte er sich nämlich die ganze Zeit außerhalb seines eigentlichen Wahlkreises. Oder war er trotzdem als Wahlkämpfer unterwegs?
Wenn ein Minister schon anwesend ist, dann kann er sich natürlich nicht von Repräsentationspflichten befreien. Allerdings konnte er durch seine Radlerkluft, mit dem schicken Outfit von Fliederkönigin Nicole II. nicht mithalten. Die Fliederkönigin zog die Preise der Tombola, und der Minister durfte die Preise übergeben.
Übrigens hatte der Minister einen sehr wertvollen Preis mitgebracht. Nicht so sehr im materiellen Wert, sondern mehr im ideellen Wert. Bei der letzten Burgenfahrt hatte er ein Trikot dabei, dass er von vielen früheren und aktuellen Radsportgrößen hatte signieren lassen, so waren u.a. Autogramm von Olaf Ludwig und dem deutschen Jungstar bei der Tour den France, Tony Martin, drauf, um nur zwei der vielen Radsportgrößen zu nennen. Dieter Kuntz aus Sondershausen hatte das gute Stück gewonnen, sich riesig freute.
Hauptpreis war ein Wochenende zum Fahren mit einem Opel Sigma, leider ist der Name des Gewinners irgendwie auf der Strecke geblieben. Es war aber auch schwierig den Überblick zu behalten. Denn sehr viele Sponsoren hatten einen oder gleich mehrere Preise gestiftet. Gerade bei der Preisverteilung merkte man erst, woher die vielen Radler kamen. Deshalb gilt der Dank all der vielen Sponsoren.
Anwesend war auch Dr. Andreas Räuber. Unklar war nur, ob er als Kreissport Präsident oder als Kandidat für den Landtag die Preise übergeben hat, schließlich ist das ganze in seinem Wahlkreis 11 passiert. Damit der politische Proporz gewahrt wurde, durfte auch Dr. Andres Räuber (SPD) viele Preise übergeben. Und wie der Zufall so spielte, in der zweiten Runde der Preisvergabe, musste ausgerechnet er einen Preis übergeben, den seine direkte Gegenspielerin Landtagsmitglied Gudrun Holbe gestiftet hatte. Der Preis steckte sinnigerweise in einem roten Umschlag. Und dann noch vom Moderator gefragt zu werden, welcher Partei Gudrun Holbe angehörte war schon hart. Ja, ja, Wahlkampf kann schon sehr hart sein.
Wie sagt man so schön, Spaß muss sein. Aber es lag nicht nur an dieser kleinen Episode, dass die meisten Teilnehmer viel Freude am gestrigen Tag hatten. Es war eine schöne Strecke, die Landschaft stimmte und bis auf den Wind, stimmte auch das Wetter. Allerdings nur für die Teilnehmer, die aus der näheren Umgebung von Bad Frankenhausen stammten und / oder rechtzeitig auf die Socken, genauer gesagt auf die Pedale gemacht hatten. Der Autor dieser Zeilen wurde auf dem Fahrrad bei Berka so richtig nass gemacht. Und wer gar noch länger in Bad Frankenhausen verweilt hatte, der ist vielleicht sogar noch bei 17:00 Uhr in das Gewitter gekommen, das um die Zeit durch Sondershausen Richtung Frankenhausen zog.





















































