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Mo, 15:21 Uhr
31.08.2009

Netzwerk gegen häusliche Gewalt

Das Netzwerk gegen häusliche Gewalt im Kyffhäuserkreis" berichtet heute von seinem Treffen am 20. August 09, welches einem Thema gewidmet war, das vor allem die Täter/innen von häuslicher Gewalt ins Blickfeld rückt...

Die Netzwerkrunde hat sich dafür zwei Mitarbeiter der Gewalt - Konflikt - Beratungsstelle "Notbremse" aus Weimar eingeladen, um zu erfahren, wie die bisher einzige Beratungsstelle dieser Art in Thüringen arbeitet.
Gewalt - Konflikt - Beratung bedeutet Arbeit mit Tätern und in seltenen Fällen mit Täterinnen aus dem Bereich häuslicher Gewalt, die entweder von Ämtern, Behörden, Staatsanwaltschaft und Bewährungshelfern überwiesen werden oder die sich als Selbstmelder an die Beratungsstelle wenden.

Die zwei Mitarbeiter sind ausgebildete Diplomsozialpädagogen und geschult auf diese spezielle Arbeit. Sie fühlen sich dem Opferschutz verpflichtet. Das heißt, die Täterarbeit zielt darauf ab, dass künftig Gewalt in der Partnerschaft vermieden wird.

Voraussetzung für die Beratung ist, zu erkennen, um welche Art von Gewalt es sich in der Beziehung handelt. Ist eine wiederkehrende, regelmäßige auf Kontrolle und Macht ausgerichtete Gewalt oder ein eskalierender Partnerschaftskonflikt mit Gewaltanwendung. Dementsprechend werden die Täterprogramme aufgebaut. Methodisch setzt sich ein Täterprogramm aus Beratungs-, Therapie- und Trainingselementen zusammen. Sie erfolgen als Gruppen-, momentan aber als Einzelgespräche.
Der Täter, die Täterin soll dabei die Verantwortung für die Gewalttat/en übernehmen. Es wird klar gemacht, dass Gewalt in einer Beziehung nicht akzeptabel, sondern ein strafrechtlich verfolgtes Verbrechen ist.
Es wird gemeinsam nach den Ursachen für das gewalttätige Handeln gesucht, Grenzen gesetzt, das persönliche Handlungsmuster, wann und wodurch es zu Gewalttätigkeit kommt, herausgearbeitet und andere Handlungsweisen aufgezeigt, durch die dieses Muster durchbrochen werden kann.

Mit dem Täter, der Täterin wird seine/ihre Verantwortung als Partner/in und ggf. auch als Vater/Mutter herausgearbeitet. Am Ende des Programms, welches bis zu einem Jahr dauern kann, soll es zu Veränderungen in ihrer Verhaltensweise kommen, die einen gewaltfreien Umgang mit dem Partner, der Partnerin bei der Trennung oder dem weiteren Zusammenleben ermöglichen.

Wichtig wäre, dass in jedem Fall von häuslicher Gewalt mit dem Täter, der Täterin gearbeitet würde, da sonst in der bestehenden oder in einer künftigen Beziehung die Gewalt immer wieder eine Rolle spielt.
Eine Beratungsstelle in Thüringen ist dafür jedoch viel zu wenig. Das Netzwerk gegen häusliche Gewalt in Kyffhäuserkreis spricht sich deshalb dafür aus, ähnlich den Interventionsstellen, von Landesseite her vier dieser Beratungsstellen in Thüringen anzusiedeln und zu finanzieren.

Wer Kontakt zu der bisher einzigen Gewalt-Konflikt-Beratungsstelle "Notbremse" in Thüringen suchen möchte, kann dies unter folgender Telefon-Nummer oder per Mail tun.
Tel.: 03643-90 88 57; E-Mail: weimar-tb@profamilia.de
Rückfragen sind auch über das Netzwerk möglich.
Ansprechpartnerinnen:
Angela Böhme - 03632-622 512 oder Jana Schulz - 03632-741 201
Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Sondershausen und des Kyffhäuserkreises
Angela Böhme
Gleichstellungsbeauftragte von Sondershausen
Autor: khh

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