So, 11:11 Uhr
06.09.2009
Gesellen freigesprochen
Hier standen nicht etwa junge Leute vor Gericht, sondern die Kreishandwerkerschaft Kyffhäuser-Unstrut-Hainich entließ am Samstag mit der sogenannten Freisprechung junge Handwerker in einen neuen Lebensabschnitt ...
Freisprechung in Sondershausen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Kreishandwerksmeister Michael Günther begrüßte im Carl-Schroeder-Saal von Sondershausen zahlreiche Gäste aus Handwerk, Wirtschaft und Politik, so u.a. Landrat Peter Hengstermann (CDU). Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU) höchst persönlich öffnete noch die Tribüne, damit alle Gäste einen Sitzplatz bekamen.
Günther freute sich, dass wieder zahlreiche Bewerber die Gesellenprüfung im Handwerk bestanden hatten. Von 113 Prüflingen hatten allerdings nur 87 auch bestanden, d.h. dass immerhin 23 % durch die Prüfung gerauscht sind. Ob die Quote gut oder schlecht ist, wurde leider nicht bewertet. Mit 18 Hochbaufacharbeitern kamen die meisten bestandenen Gesellen aus diesem Gewerk. Auch 14 Friseure und fünf Fleischer wurden freigesprochen.
Mächtig erwischt hatte es die Elektroniker aus dem Kyffhäuserkreis. Nur einer von sechs Prüflingen bestand die Prüfungen. Auch die Tischler waren mit drei von sechs nicht gerade erfolgreich, genauso wenig wie die Fleischer, denn dort rauschten fünf von 10 durch die Prüfungen. Man muss halt registrieren, so eine Gesellenprüfung ist kein Zuckerschlecken, da muss man sich schon richtig reinknien.
Kreishandwerksmeister Michael Günther sagte in seinen Begrüßungsworten zu den Gesellen, zeigen sie Qualität statt Schwarzarbeit. Zeigen sie, dass in Deutschland ohne Handwerk nichts läuft. Günther verband das Ganze nochmals mit einem Aufruf im Kampf gegen die Schwarzarbeit. Erforderte die Junggesellen auf, sich durch Weiterqualifizierung in ihrem Beruf zu festigen.
Auch die Politik bekam ihr Fett weg. Günther forderte die Politiker auf, dass die Handwerker mehr von ihren Nebenkosten befreit werden müssen. Vor der Freisprechung gab es für Günther noch eine sehr wichtige Aufgabe. Er zeichnete Hans Gothe für 50 Jahre Handwerksmeister mit dem Goldenen Meisterbrief aus.
Ein Handwerker auf der Walz, Martin Greibke, hielt eine sehr interessante Festrede, und verwies darauf, dass auch die Walz (von einem Handwerker zum anderen) noch nicht aus der Mode gekommen ist. In seiner Kluft wird er allerdings oft für einen Zimmermann gehalten, ist aber in Wirklichkeit ein Steinmetz.
Vor der Freisprechung wurden noch die Besten Auszubildenden geehrt:
Freisprechungsspruch
Ich bitte, die jungen Gesellinnen und Gesellen sich von den Plätzen zu erheben !
Im Sturm der Zeit, tut eines wirklich Not, dass gutes Handwerk kraftvoll sich erhält. Doch dies Erfolges oberstes Gebot, ist Schritt zu halten mit dem Gang der Welt.
Ich spreche Sie, kraft meines Amtes als Kreishandwerksmeister aus dem Lehrlingsstand frei. Sie sind nun Gesellen und für sich selbst verantwortlich. Führen Sie Ihre Gesellenarbeit zum eigenen und zum Ansehen des gesamten Handwerks immer korrekt, fleißig und aufrichtig durch.
Autor: khh
Freisprechung in Sondershausen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Kreishandwerksmeister Michael Günther begrüßte im Carl-Schroeder-Saal von Sondershausen zahlreiche Gäste aus Handwerk, Wirtschaft und Politik, so u.a. Landrat Peter Hengstermann (CDU). Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU) höchst persönlich öffnete noch die Tribüne, damit alle Gäste einen Sitzplatz bekamen.Günther freute sich, dass wieder zahlreiche Bewerber die Gesellenprüfung im Handwerk bestanden hatten. Von 113 Prüflingen hatten allerdings nur 87 auch bestanden, d.h. dass immerhin 23 % durch die Prüfung gerauscht sind. Ob die Quote gut oder schlecht ist, wurde leider nicht bewertet. Mit 18 Hochbaufacharbeitern kamen die meisten bestandenen Gesellen aus diesem Gewerk. Auch 14 Friseure und fünf Fleischer wurden freigesprochen.
Mächtig erwischt hatte es die Elektroniker aus dem Kyffhäuserkreis. Nur einer von sechs Prüflingen bestand die Prüfungen. Auch die Tischler waren mit drei von sechs nicht gerade erfolgreich, genauso wenig wie die Fleischer, denn dort rauschten fünf von 10 durch die Prüfungen. Man muss halt registrieren, so eine Gesellenprüfung ist kein Zuckerschlecken, da muss man sich schon richtig reinknien.
Kreishandwerksmeister Michael Günther sagte in seinen Begrüßungsworten zu den Gesellen, zeigen sie Qualität statt Schwarzarbeit. Zeigen sie, dass in Deutschland ohne Handwerk nichts läuft. Günther verband das Ganze nochmals mit einem Aufruf im Kampf gegen die Schwarzarbeit. Erforderte die Junggesellen auf, sich durch Weiterqualifizierung in ihrem Beruf zu festigen.
Auch die Politik bekam ihr Fett weg. Günther forderte die Politiker auf, dass die Handwerker mehr von ihren Nebenkosten befreit werden müssen. Vor der Freisprechung gab es für Günther noch eine sehr wichtige Aufgabe. Er zeichnete Hans Gothe für 50 Jahre Handwerksmeister mit dem Goldenen Meisterbrief aus.
Ein Handwerker auf der Walz, Martin Greibke, hielt eine sehr interessante Festrede, und verwies darauf, dass auch die Walz (von einem Handwerker zum anderen) noch nicht aus der Mode gekommen ist. In seiner Kluft wird er allerdings oft für einen Zimmermann gehalten, ist aber in Wirklichkeit ein Steinmetz.
Vor der Freisprechung wurden noch die Besten Auszubildenden geehrt:
- Liste der Besten Auszubildenden aus der Sommerprüfung 2009
- Tischler UHK Christian Stude aus Rodeberg/Struth ausgebildet von der Bautischlerei Jakobi und Söhne GmbH, Struth
- Friseure Kyff. UHK Sandra Müller aus Mühlhausen ausgebildet vom Hairstudio "M", Mühlhausen
- Karosserie- und Fahrzeugbauer (vorzeitig ausgelernt) Thomas Lindenlaub aus Rohr ausgebildet vom Autohaus Hommel, Suhl
- FV im Lebensmittelhandwerk Kyff. UHK Nicole Herrmann aus 06577 Heldrungen ausgebildet von der Fleischerei Holzapfel Oldisleben
- Bäcker Kyffhäuserkreis Luise Gerber aus Gorsleben ausgebildet von der Bäckerei Ronald Gerber, Gorsieben
Freisprechungsspruch
Ich bitte, die jungen Gesellinnen und Gesellen sich von den Plätzen zu erheben !
Im Sturm der Zeit, tut eines wirklich Not, dass gutes Handwerk kraftvoll sich erhält. Doch dies Erfolges oberstes Gebot, ist Schritt zu halten mit dem Gang der Welt.
Ich spreche Sie, kraft meines Amtes als Kreishandwerksmeister aus dem Lehrlingsstand frei. Sie sind nun Gesellen und für sich selbst verantwortlich. Führen Sie Ihre Gesellenarbeit zum eigenen und zum Ansehen des gesamten Handwerks immer korrekt, fleißig und aufrichtig durch.






































