Mi, 07:01 Uhr
16.09.2009
Neues bei der GVV? (1)
Gestern schaute Landrat Peter Hengstermann (CDU) mal wieder bei der Gesellschaft zur Verwahrung und Verwertung von stillgelegten Bergwerksbetrieben mbH (GVV) vorbei, um zu horchen, was es Neues gibt. Mit weiteren Medienvertretern hat kn mitgehorcht...
Geschäftsführer Wolfgang Kirchner gab zu Beginn gleich einen kurzen Überblick über den aktuellen Stand zum Thema neues Kaliwerk Roßleben. Mit dabei war Jörg Domnowski, Abteilungsleiter Verwertung/Liegenschaften. Kirchner bestätigte Gesprächen mit beiden Bewerbern vom Juli 2009. Bis Mitte des Monats September müssen beide Bewerber ihre Konzepte bei der GVV zur Darstellung ihrer Projekte präzisieren. Der nächste Gesprächstermin ist dann für den Oktober vorgesehen, damit man bei der GVV bis dahin auch die Unterlagen prüfen kann. Wolfgang Kirchner legt viel Wert auf die sorgfältige Prüfung beider Projekte, rechnet aber nicht mehr damit, dass dieses Jahr noch die entscheidende Aussage über den Zuschlag fallen wird.
Er wies aber auch recht klar darauf hin, es sei völlig falsch der GVV unterstellen zu wollen, durch Verzögerungen bei der Vergabe nur den Preis in die Höhe treiben zu wollen. Wenn das die GVV gewollt hätte, so Wolfgang Kirchner, dann hätte die GVV einfach eine Versteigerung angesetzt, und das Problem wäre erledigt gewesen. Ziel der GVV ist aber, dass auch etwas für die Region herausspringt, nämlich Arbeitsplätze. Deshalb werden beide Projekte intensiv auf technische und wirtschaftliche Machbarkeit geprüft, bei Einhaltung ökologischer Vertretbarkeit. Ökologische Vertretbarkeit heißt für Kirchner in der heutigen Zeit, keine übertägige Aufhaldung und keine zusätzliche Belastung des Vorfluters, sprich Unstrut.
Verständlicherweise sehr bedeckt gab sich Kirchner hinsichtlich der möglichen Technologien. Hier kann, will und darf ich nichts vorab nach außen geben, und dabei bleibt es, so die klare Ansage an die Presse. Zum Thema ICE-Trasse gab es auch einen klaren Standpunkt der GVV. So eine Strecke besitzt überwiegend öffentliches Interesse und damit müssen sich die möglichen Betreiber abfinden, was nach seiner Meinung nach auch der Fall ist. Selbst im Falle eines schon bestehenden Betriebsplanes wäre es schwer, bzw. so gut wie unmöglich gewesen, die ICE-Trasse im weiten Bogen um die Lagerstätte herumzuführen.
Auch in einer anderen Hinsicht will die GVV Konsequenz zeigen. Wer den Zuschlag erhält, muss in absehbarer festgeschriebener Zeit mit dem Abbau beginnen, ansonsten fällt die Lagerstätte an die GVV zurück. Wir werden Rechtsexperten hinzuziehen, so Kirchner, um diesen Punkt rechtlich einwandfrei abzusichern.
Wolfgang Kirchner informierte auch über Gespräche mit der Glückauf Sondershausen Entwicklungs- und Sicherungsgesellschaft mbH (GSES), die im Juni stattgefunden hatten. Dabei ging es um das Thema eines möglichen Kaliwerkes Sondershausen. Das Thema eines neuen Kaliwerkes ist seiner Meinung nach im Bereich einer Machbarkeitsstudie. Auch hier wolle er nicht zu viel über eine mögliche Technologien oder Standorte sagen. Wer da etwas wissen will, muss sich schon an dei Geschäftsführung der GSES wenden. Allerdings sagte Kirchner auch, dass ein neues Kaliwerk in oder bei Sondershausen grünes Licht von der GVV benötigen könnte. Als Hintergrund nannte er nur, dass man eventuell auch Hohlräume der GVV nutzen möchte, und das müsste dann natürlich mit der GVV verhandelt werden.
(Bericht wird fortgesetzt).
Autor: khhGeschäftsführer Wolfgang Kirchner gab zu Beginn gleich einen kurzen Überblick über den aktuellen Stand zum Thema neues Kaliwerk Roßleben. Mit dabei war Jörg Domnowski, Abteilungsleiter Verwertung/Liegenschaften. Kirchner bestätigte Gesprächen mit beiden Bewerbern vom Juli 2009. Bis Mitte des Monats September müssen beide Bewerber ihre Konzepte bei der GVV zur Darstellung ihrer Projekte präzisieren. Der nächste Gesprächstermin ist dann für den Oktober vorgesehen, damit man bei der GVV bis dahin auch die Unterlagen prüfen kann. Wolfgang Kirchner legt viel Wert auf die sorgfältige Prüfung beider Projekte, rechnet aber nicht mehr damit, dass dieses Jahr noch die entscheidende Aussage über den Zuschlag fallen wird.
Er wies aber auch recht klar darauf hin, es sei völlig falsch der GVV unterstellen zu wollen, durch Verzögerungen bei der Vergabe nur den Preis in die Höhe treiben zu wollen. Wenn das die GVV gewollt hätte, so Wolfgang Kirchner, dann hätte die GVV einfach eine Versteigerung angesetzt, und das Problem wäre erledigt gewesen. Ziel der GVV ist aber, dass auch etwas für die Region herausspringt, nämlich Arbeitsplätze. Deshalb werden beide Projekte intensiv auf technische und wirtschaftliche Machbarkeit geprüft, bei Einhaltung ökologischer Vertretbarkeit. Ökologische Vertretbarkeit heißt für Kirchner in der heutigen Zeit, keine übertägige Aufhaldung und keine zusätzliche Belastung des Vorfluters, sprich Unstrut.
Verständlicherweise sehr bedeckt gab sich Kirchner hinsichtlich der möglichen Technologien. Hier kann, will und darf ich nichts vorab nach außen geben, und dabei bleibt es, so die klare Ansage an die Presse. Zum Thema ICE-Trasse gab es auch einen klaren Standpunkt der GVV. So eine Strecke besitzt überwiegend öffentliches Interesse und damit müssen sich die möglichen Betreiber abfinden, was nach seiner Meinung nach auch der Fall ist. Selbst im Falle eines schon bestehenden Betriebsplanes wäre es schwer, bzw. so gut wie unmöglich gewesen, die ICE-Trasse im weiten Bogen um die Lagerstätte herumzuführen.
Auch in einer anderen Hinsicht will die GVV Konsequenz zeigen. Wer den Zuschlag erhält, muss in absehbarer festgeschriebener Zeit mit dem Abbau beginnen, ansonsten fällt die Lagerstätte an die GVV zurück. Wir werden Rechtsexperten hinzuziehen, so Kirchner, um diesen Punkt rechtlich einwandfrei abzusichern.
Wolfgang Kirchner informierte auch über Gespräche mit der Glückauf Sondershausen Entwicklungs- und Sicherungsgesellschaft mbH (GSES), die im Juni stattgefunden hatten. Dabei ging es um das Thema eines möglichen Kaliwerkes Sondershausen. Das Thema eines neuen Kaliwerkes ist seiner Meinung nach im Bereich einer Machbarkeitsstudie. Auch hier wolle er nicht zu viel über eine mögliche Technologien oder Standorte sagen. Wer da etwas wissen will, muss sich schon an dei Geschäftsführung der GSES wenden. Allerdings sagte Kirchner auch, dass ein neues Kaliwerk in oder bei Sondershausen grünes Licht von der GVV benötigen könnte. Als Hintergrund nannte er nur, dass man eventuell auch Hohlräume der GVV nutzen möchte, und das müsste dann natürlich mit der GVV verhandelt werden.
(Bericht wird fortgesetzt).