Sa, 20:31 Uhr
03.10.2009
Demo für Atze
Friedlich verlief heute eine Demo auf dem Markt von Sondershausen. Jungendliche und jung gebliebene Erwachsene forderten, dass Atze Schirm weiter das Stocksen betreiben darf ...
Zum Thema Weiterbetreiben des Klubhauses in Stocksen hatte es auf kn bereits Berichte gegeben. Die Stadtverwaltung Sondershausen hatte dem bisherige Betreiber, Atze Schirm, die Kündigung über geben, weil mehrmals die Miete nicht bezahlt worden war. Im Internet hatten Jugendliche deshalb zu einer Demonstration aufgerufen. Man wollte vor den Carl-Schroeder-Saal ziehen um der Forderung Nachdruck zu verleihen, dass Atze Schirm wieder als Pächter agieren kann. Von den ursprünglich angekündigten 300 Beteiligten waren jedoch nur ca. 50 bis 60 Demonstranten erschienen.
Weil die Demonstration nicht angemeldet war, gab es doch einige Irritationen, wie man die Sache Regeln sollte. Durch Ordnungskräfte wurden die Demonstranten aufgefordert, auf dem Markt zu bleiben. Nach Beendigung der Feierstunde zu Ehren des Tags der Einheit im Carl-Schroeder-Saal begab sich Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU) sofort auf den Markt zu den Demonstranten. Ihn störte erst mal nicht, dass diese Demo nicht angemeldet war.
In ruhigem und sachlichen Ton legte er nochmals klar, dass sich die Stadt nicht gefallen lassen kann, wenn Pächter mehrere Monat ihre Miete nicht bezahlen, wie das im falle des Betreibers des Stocksen der Fall gewesen ist. Atze Schirm hatte als Betreiber schon sehr günstige Konditionen bekommen, die 2006 nochmals verbessert wurden, so Kreyer. Noch mehr könne man in der Miete nicht heruntergehen. Das Akzeptieren des nicht Zahlens von Miete, stelle das falsche Signal für andere dar. Er bat in diesem Zusammenhang zu beachten, dass es zwischen privatem Mietrecht und wirtschaftlichen Mietrecht erhebliche Unterschiede gäbe.
Kreyer betonte nochmals, dass das Stocksen nicht geschlossen wird. Auch ein Atze Schirm kann wieder Veranstaltungen durchführen. Es erfolgt nur eine Einzelverpachtung. Kreyer ließ sich von den Forderungen der Demonstranten nicht beirren. Die forderten, dass Atze Schirm, auch wenn er Fehler gemacht habe, eine zweite Chance bekomme. Er hätte wie kaum ein anderer viel für Veranstaltungen mit Jugendlichen getan.
In der sehr sachlichen Diskussion musste die Stadt auch einräumen, dass Atze Schirm vor der Kündigung des Vertrages keine schriftliche Abmahnung bekommen habe. In jedem Fall wies die Stadt den Vorwurf zurück, man würde zu wenig für die Jugendlichen tun. Die 1. Beigeordnete des Bürgermeisters, Cornelia Kraffzick (SPD) verwies dabei auf den Bau der Skaterhalle. Hier hielten die Demonstranten allerdings dagegen, dass dieses Angebot nur etwas für die Jüngeren sei.
In jedem Fall, so Kreyer, werden jetzt sich Anwälte beider Seiten zusammensetzen. Bis dahin bleibe es bei der Regelung, dass das Stocksen nicht geschlossen wird, und trotzdem weiterhin einzelne Veranstaltungen im Stocksen durchgeführt werden können. Danach löste sich die Demonstration friedlich auf.
Autor: khhZum Thema Weiterbetreiben des Klubhauses in Stocksen hatte es auf kn bereits Berichte gegeben. Die Stadtverwaltung Sondershausen hatte dem bisherige Betreiber, Atze Schirm, die Kündigung über geben, weil mehrmals die Miete nicht bezahlt worden war. Im Internet hatten Jugendliche deshalb zu einer Demonstration aufgerufen. Man wollte vor den Carl-Schroeder-Saal ziehen um der Forderung Nachdruck zu verleihen, dass Atze Schirm wieder als Pächter agieren kann. Von den ursprünglich angekündigten 300 Beteiligten waren jedoch nur ca. 50 bis 60 Demonstranten erschienen.
Weil die Demonstration nicht angemeldet war, gab es doch einige Irritationen, wie man die Sache Regeln sollte. Durch Ordnungskräfte wurden die Demonstranten aufgefordert, auf dem Markt zu bleiben. Nach Beendigung der Feierstunde zu Ehren des Tags der Einheit im Carl-Schroeder-Saal begab sich Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU) sofort auf den Markt zu den Demonstranten. Ihn störte erst mal nicht, dass diese Demo nicht angemeldet war.
In ruhigem und sachlichen Ton legte er nochmals klar, dass sich die Stadt nicht gefallen lassen kann, wenn Pächter mehrere Monat ihre Miete nicht bezahlen, wie das im falle des Betreibers des Stocksen der Fall gewesen ist. Atze Schirm hatte als Betreiber schon sehr günstige Konditionen bekommen, die 2006 nochmals verbessert wurden, so Kreyer. Noch mehr könne man in der Miete nicht heruntergehen. Das Akzeptieren des nicht Zahlens von Miete, stelle das falsche Signal für andere dar. Er bat in diesem Zusammenhang zu beachten, dass es zwischen privatem Mietrecht und wirtschaftlichen Mietrecht erhebliche Unterschiede gäbe.
Kreyer betonte nochmals, dass das Stocksen nicht geschlossen wird. Auch ein Atze Schirm kann wieder Veranstaltungen durchführen. Es erfolgt nur eine Einzelverpachtung. Kreyer ließ sich von den Forderungen der Demonstranten nicht beirren. Die forderten, dass Atze Schirm, auch wenn er Fehler gemacht habe, eine zweite Chance bekomme. Er hätte wie kaum ein anderer viel für Veranstaltungen mit Jugendlichen getan.
In der sehr sachlichen Diskussion musste die Stadt auch einräumen, dass Atze Schirm vor der Kündigung des Vertrages keine schriftliche Abmahnung bekommen habe. In jedem Fall wies die Stadt den Vorwurf zurück, man würde zu wenig für die Jugendlichen tun. Die 1. Beigeordnete des Bürgermeisters, Cornelia Kraffzick (SPD) verwies dabei auf den Bau der Skaterhalle. Hier hielten die Demonstranten allerdings dagegen, dass dieses Angebot nur etwas für die Jüngeren sei.
In jedem Fall, so Kreyer, werden jetzt sich Anwälte beider Seiten zusammensetzen. Bis dahin bleibe es bei der Regelung, dass das Stocksen nicht geschlossen wird, und trotzdem weiterhin einzelne Veranstaltungen im Stocksen durchgeführt werden können. Danach löste sich die Demonstration friedlich auf.







