Mo, 07:02 Uhr
19.10.2009
Radweg nach Immenrode und mehr
In einer Radwegekonzeption sollen Möglichkeiten gefunden werden, wie die bedauernswerte Situation der Radewege, besonders zwischen den Ortsteilen von Sondershausen, verbessert werden kann. Einen Vorschlag hat kn bereits ...
Einstimmig wurde in der letzten Stadtratsitzung von Sondershausen (8. Oktober 09.kn berichtete) beschlossen, dass ein Radwegekonzept für die Stadt Sondershausen erarbeitet werden soll. Eingebracht worden war die Beschlussvorlage von der Fraktion der Freien Wähler. Ziel dabei, nicht nur die Radeweg in der Kernstadt von Sondershausen zu verbessern, sondern die neuen Ortsteile von Sondershausen sollen besser an die Kernstadt angeschlossen werden.
Wer mit dem Auto mal Schernberg, Kleinberndten, Immenrode und Straußberg angefahren hat, weiß aus Erfahrung, die Straßen sind schmal, und es geht tendenziell nicht nur bergauf, sondern zwischendurch geht es auch manchmal hoch und runter. Nicht gerade geschaffen, um mit dem Fahrrad dorthin zu fahren, zumindest von Sondershausen aus.
Einen verwegenen Vorschlag Immenrode und Strassberg anzufahren hat dabei kn ins Auge gefasst. Wobei man sagen muss, so verwegen ist er eigentlich nicht. Denn es gibt einen ehemaligen Radwanderweg K6, der von Sondershausen über Immenrode nach Friedrichsrode führt. In neuen Wanderkarten ist er nicht mehr enthalten, weil er in einigen Wegstücken eines Radwanderweges unwürdig ist.
Dieser Radwanderweg führt von Sondershausen über Jechaburg durch das lange Kirchtal nach Immenrode. Hauptproblem ist dabei leider das Wegstück durch das lange Kirchtal.
Wer auf solchen Wegestücken mit dem Fahrrad fahren will, hat so seine Probleme. Dabei ist der kilometerweite Anstieg bis zum sogenannten Immenröder Tor (Waldkante Hainleite) nicht mal das riesige Problem. Fahren Sie diese Strecke mal bergab. Denn der oben gezeigte Ausschnitt ist nicht ein kurzes Stück, sondern es sieht kilometerweit so aus, nur kann es die Kamera nicht soweit erfassen.
Leider hat man für diese Strecke nicht etwa mal eine Sanierung ins Auge gefasst, sondern dieser Radweg wird in neuen Karten einfach nicht mehr dargestellt. Warum eigentlich?
Bei so großen Vorteilen lohnt es sich wohl doch, noch mal ernsthaft über so eine Trasse nachzudenken. Neben den Wegen auf dem Kamm der Hainleite (Rittweg) gibt es sogar schon ein Teilstück zwischen Immenröder Tor und Immenrode, das sogar schon asphaltiert ist! Man muss sich nur entschließen, das Hauptproblem langes Kirchtal zu lösen. Die Problematik liegt beim zu wählenden Belag.
In Waldgebieten soll es, wenn überhaupt Radwege zugelassen sind, nur sandverdichtete Radwege geben. Allerdings sind solche Wege in bergigem Gelände nicht unbedingt von Vorteil. In den steilen Stücken sind solche Wege nicht unproblematisch. Auf rutschigem Sand kann man schnell den Halt verlieren, wenn man doch mal beim Bergabfahren nicht aufpasst und zu schnell wird. So ein Weg sollte aber auch für Kinder sicher sein.
Das Höhenprofil von Hauptbahnhof Sondershausen bis Mühle Immenrode. Wer nicht so trainiert ist, wird sicher einen Teil des Anstieges nach Jechaburg schieben müssen (max. 200 m) aber sonst gibt es nicht die großen Probleme mit einem auf und ab.
Wie sagte mal unser Naturschutzexperte aus dem Landratsamt, Wolfgang Sauerbier, allerdings in einem anderen Zusammenhang: Man sollte immer versuchen Naturschutz und Schutz des Menschen in Einklang bringen. Wenn man hier mal eine Ausnahme gestattet, und einen Radweg aus Asphalt durch den Wald schlägt, dann sollte man bei den vielen Vorteilen hier mal ein Auge zugedrückt werden. Schließlich muss man anderen Stellen zum Anlegen von Radwegen keine Extraeingriffe in die Natur machen.
Denn bei dieser Variante müssen keine neuen Trassen geschlagen werden. Da der Weg durch das lange Kirchtal für Holztransporter kaum geeignet ist, dürfte man auch mit dem Forst nicht in Konflikte kommen und Pkws kann mit einem Poller aussperren. Und wenn man ehrlich ist, die Beschaffenheit des bisherigen Weges ist so grottenschlecht, da müssen selbst die Huftiere des Waldes aufpassen, dass sie sich beim Überqueren nicht die Hufe brechen, wenn die viele Steine im Winter mal überfroren sind. Ich persönlich bin der Meinung, wenn ein Asphaltweg in diesem Fall der Natur nicht schadet, aber dem Menschen nützt, dann sollte so ein Projekt mal ausnahmsweise realisiert werden, oder wie sehen Sie das? Vielleicht haben Sie ganz andere Vorschläge schon? So eine Konzeption sollte ja unter Einbeziehung der Bevölkerung und ganz besonders der Radfahrer erarbeitet werden.
Karl-Heinz Herrmann
Autor: khhEinstimmig wurde in der letzten Stadtratsitzung von Sondershausen (8. Oktober 09.kn berichtete) beschlossen, dass ein Radwegekonzept für die Stadt Sondershausen erarbeitet werden soll. Eingebracht worden war die Beschlussvorlage von der Fraktion der Freien Wähler. Ziel dabei, nicht nur die Radeweg in der Kernstadt von Sondershausen zu verbessern, sondern die neuen Ortsteile von Sondershausen sollen besser an die Kernstadt angeschlossen werden.
Wer mit dem Auto mal Schernberg, Kleinberndten, Immenrode und Straußberg angefahren hat, weiß aus Erfahrung, die Straßen sind schmal, und es geht tendenziell nicht nur bergauf, sondern zwischendurch geht es auch manchmal hoch und runter. Nicht gerade geschaffen, um mit dem Fahrrad dorthin zu fahren, zumindest von Sondershausen aus.
Einen verwegenen Vorschlag Immenrode und Strassberg anzufahren hat dabei kn ins Auge gefasst. Wobei man sagen muss, so verwegen ist er eigentlich nicht. Denn es gibt einen ehemaligen Radwanderweg K6, der von Sondershausen über Immenrode nach Friedrichsrode führt. In neuen Wanderkarten ist er nicht mehr enthalten, weil er in einigen Wegstücken eines Radwanderweges unwürdig ist.
Dieser Radwanderweg führt von Sondershausen über Jechaburg durch das lange Kirchtal nach Immenrode. Hauptproblem ist dabei leider das Wegstück durch das lange Kirchtal.
Wer auf solchen Wegestücken mit dem Fahrrad fahren will, hat so seine Probleme. Dabei ist der kilometerweite Anstieg bis zum sogenannten Immenröder Tor (Waldkante Hainleite) nicht mal das riesige Problem. Fahren Sie diese Strecke mal bergab. Denn der oben gezeigte Ausschnitt ist nicht ein kurzes Stück, sondern es sieht kilometerweit so aus, nur kann es die Kamera nicht soweit erfassen.
Leider hat man für diese Strecke nicht etwa mal eine Sanierung ins Auge gefasst, sondern dieser Radweg wird in neuen Karten einfach nicht mehr dargestellt. Warum eigentlich?
- Auf einem gut sanierten Weg kann man ohne mit dem sonstigen gefährlichen Straßenverkehr in Berührung zu kommen, gefahrlos bis Immenrode fahren.
- Einmal auf der Höhe der Windleite angekommen kann man über einen schon vorhandenen festen Weg ohne große Höhenunterschiede bequem den Rittweg erreichen. Über den Rittweg, der nur an einigen Stellen ausgebessert werden muss, ist dann auch Straußberg ohne Gefahr erreichbar.
- Seit den wertvollen Funden auf dem Frauenberg will man das Terrain touristisch erschließen. In der anderen Richtung des Rittwegs kommt man bequem auf den Frauenberg!
Bei so großen Vorteilen lohnt es sich wohl doch, noch mal ernsthaft über so eine Trasse nachzudenken. Neben den Wegen auf dem Kamm der Hainleite (Rittweg) gibt es sogar schon ein Teilstück zwischen Immenröder Tor und Immenrode, das sogar schon asphaltiert ist! Man muss sich nur entschließen, das Hauptproblem langes Kirchtal zu lösen. Die Problematik liegt beim zu wählenden Belag.
In Waldgebieten soll es, wenn überhaupt Radwege zugelassen sind, nur sandverdichtete Radwege geben. Allerdings sind solche Wege in bergigem Gelände nicht unbedingt von Vorteil. In den steilen Stücken sind solche Wege nicht unproblematisch. Auf rutschigem Sand kann man schnell den Halt verlieren, wenn man doch mal beim Bergabfahren nicht aufpasst und zu schnell wird. So ein Weg sollte aber auch für Kinder sicher sein.
Das Höhenprofil von Hauptbahnhof Sondershausen bis Mühle Immenrode. Wer nicht so trainiert ist, wird sicher einen Teil des Anstieges nach Jechaburg schieben müssen (max. 200 m) aber sonst gibt es nicht die großen Probleme mit einem auf und ab.
Wie sagte mal unser Naturschutzexperte aus dem Landratsamt, Wolfgang Sauerbier, allerdings in einem anderen Zusammenhang: Man sollte immer versuchen Naturschutz und Schutz des Menschen in Einklang bringen. Wenn man hier mal eine Ausnahme gestattet, und einen Radweg aus Asphalt durch den Wald schlägt, dann sollte man bei den vielen Vorteilen hier mal ein Auge zugedrückt werden. Schließlich muss man anderen Stellen zum Anlegen von Radwegen keine Extraeingriffe in die Natur machen.
Denn bei dieser Variante müssen keine neuen Trassen geschlagen werden. Da der Weg durch das lange Kirchtal für Holztransporter kaum geeignet ist, dürfte man auch mit dem Forst nicht in Konflikte kommen und Pkws kann mit einem Poller aussperren. Und wenn man ehrlich ist, die Beschaffenheit des bisherigen Weges ist so grottenschlecht, da müssen selbst die Huftiere des Waldes aufpassen, dass sie sich beim Überqueren nicht die Hufe brechen, wenn die viele Steine im Winter mal überfroren sind. Ich persönlich bin der Meinung, wenn ein Asphaltweg in diesem Fall der Natur nicht schadet, aber dem Menschen nützt, dann sollte so ein Projekt mal ausnahmsweise realisiert werden, oder wie sehen Sie das? Vielleicht haben Sie ganz andere Vorschläge schon? So eine Konzeption sollte ja unter Einbeziehung der Bevölkerung und ganz besonders der Radfahrer erarbeitet werden.
Karl-Heinz Herrmann



