Do, 12:45 Uhr
22.10.2009
Grusser in Alarmbereitschaft
Die Europäische Gemeinschaftswährung Euro ist erstmals seit 14 Monaten über die Marke von 1,50 Dollar geklettert. In der Folge wer-den Exporte aus der Eurozone in die USA immer teurer. Ein Trend, der den Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt, Gerald Grusser, in Alarmbereitschaft versetzt. Einzelheiten zum Alarm mit einem Klick...
Angesichts der Talfahrt des US-Dollars sieht Grusser die Konkurrenzfähigkeit der Thüringer Exporteure auf dem amerikanischen Markt gefährdet Gerade jetzt wo die Exportwirtschaft langsam wieder auf den Pfad der Erholung zurückkehrt, ist der schwache Dollar Gift für den zarten Aufschwung, äußert sich der IHK-Chef besorgt. Für viele Thüringer Unternehmen hätte das Auslandsgeschäft erst in den vergangenen Wochen wieder Aufwind bekommen. Dieser könnte jedoch durch die aktuellen Entwicklungen auf dem Währungsmarkt stark abgebremst werden.
Die Vereinigten Staaten gehören zu den wichtigsten Handelspartnern des Freistaates. Allerdings gibt die Exportbilanz der ersten sechs Monate 2009 begründeten Anlass zur Sorge. Im Vorjahresvergleich sind die Ausfuhren um ein gutes Drittel auf rund 250 Millionen Euro eingebrochen und die USA damit von Rang vier auf den fünften Platz der exportstärksten Länder abgerutscht.
Gerade für die Thüringer Exportindustrie sei der niedrige Dollarkurs problematisch, betreffe dieser schließlich nicht nur die Ausfuhren in die USA sondern ist auch Leitwährung zu vielen anderen Handelspartnern. Es wundert also nicht, dass bei zahlreichen Firmen die Alarmglocken schrillen, betont Grusser. Immerhin würden rund acht Prozent aller Thüringer Ausfuhrgüter über den großen Teich verkauft. Besonders stark eingebrochen wären die Exporte nach Mexiko und Brasilien, während sich Kanada mit einem Minus von knapp 7 Prozent recht wacker schlage.
Für die Unternehmen in Thüringen wäre eine ‚Politik des starken Dollars’, wie von der US-Regierung angekündigt, deshalb nur von Vorteil, so der IHK-Hauptgeschäftsführer. Ein zu starker Euro impliziere automatisch eine Verteuerung der Thüringer Waren auf dem Dollarmarkt und habe damit sinkende Absätze zur Folge. Es bleibt also zu hoffen, dass der amerikanische Finanzminister die entsprechenden Maßnahmen trifft, um seine Vorsätze der Dollarstabilisierung Realität werden zu lassen.
Autor: nnz/knAngesichts der Talfahrt des US-Dollars sieht Grusser die Konkurrenzfähigkeit der Thüringer Exporteure auf dem amerikanischen Markt gefährdet Gerade jetzt wo die Exportwirtschaft langsam wieder auf den Pfad der Erholung zurückkehrt, ist der schwache Dollar Gift für den zarten Aufschwung, äußert sich der IHK-Chef besorgt. Für viele Thüringer Unternehmen hätte das Auslandsgeschäft erst in den vergangenen Wochen wieder Aufwind bekommen. Dieser könnte jedoch durch die aktuellen Entwicklungen auf dem Währungsmarkt stark abgebremst werden.
Die Vereinigten Staaten gehören zu den wichtigsten Handelspartnern des Freistaates. Allerdings gibt die Exportbilanz der ersten sechs Monate 2009 begründeten Anlass zur Sorge. Im Vorjahresvergleich sind die Ausfuhren um ein gutes Drittel auf rund 250 Millionen Euro eingebrochen und die USA damit von Rang vier auf den fünften Platz der exportstärksten Länder abgerutscht.
Gerade für die Thüringer Exportindustrie sei der niedrige Dollarkurs problematisch, betreffe dieser schließlich nicht nur die Ausfuhren in die USA sondern ist auch Leitwährung zu vielen anderen Handelspartnern. Es wundert also nicht, dass bei zahlreichen Firmen die Alarmglocken schrillen, betont Grusser. Immerhin würden rund acht Prozent aller Thüringer Ausfuhrgüter über den großen Teich verkauft. Besonders stark eingebrochen wären die Exporte nach Mexiko und Brasilien, während sich Kanada mit einem Minus von knapp 7 Prozent recht wacker schlage.
Für die Unternehmen in Thüringen wäre eine ‚Politik des starken Dollars’, wie von der US-Regierung angekündigt, deshalb nur von Vorteil, so der IHK-Hauptgeschäftsführer. Ein zu starker Euro impliziere automatisch eine Verteuerung der Thüringer Waren auf dem Dollarmarkt und habe damit sinkende Absätze zur Folge. Es bleibt also zu hoffen, dass der amerikanische Finanzminister die entsprechenden Maßnahmen trifft, um seine Vorsätze der Dollarstabilisierung Realität werden zu lassen.