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Do, 13:46 Uhr
22.10.2009

Werkstattlesungen werden fortgesetzt

Nachdem die Buchlesung des Berliner Autors David Ensikat "Kleines Land, große Mauer" ein großer Erfolg war, soll die Reihe der Ebelebener Werkstattlesungen fortgesetzt werden...

Im großen Saal der Mühlhäuser Werkstätten für Behinderte e.V. im Teichmühlenweg werden in den nächsten Monaten zwei weitere Buchlesungen folgen.

Im Dezember (Termin wird noch rechtzeitig bekannt gegeben) wird Uwe Vogt nach zehnjähriger Arbeit den zweiten Band seiner "Geschichte und Geschichten aus Ebeleben" vorstellen. Gemeinsam mit dem Sondershäuser Fotografen Helmut Röttig ist dieses Buch entstanden und soll noch rechtzeitig vor dem Weihnachtsfest vorliegen und im Rahmen der Ebelebener Werkstattlesung dem Publikum vorgestellt werden.

Material für Buch Ebeleben (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Material für Buch Ebeleben (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Uwe Vogt, der Bürgermeister von Ebeleben, hatte kn bereits im Frühjahr gezeigt, auf welche Materialien er so für sein neues Buch zurückgegriffen hat.

Das Buch erinnert im Stil an den ersten Band, der im Jahr 1998 erschienen und schon seit einigen Jahren vergriffen ist. Viele neue Kapitel warten auf die Heimat- und Geschichtsinteressierten. Menschen und ihre Schicksale, Natur und Landschaft, Leben und Weben der Helbestadt, durchdrungen von Gewerbefleiß, Vergangenheit und Gegenwart von Ebeleben werden im Buch beschrieben.

Und auch ein weiter Blick im voraus sein schon gestattet:
Am Montag den 22.3.2010, 19 Uhr liest die bekannte DDR- Dissidentin, die Autorin Freya Klier aus ihrem Buch "Michael Gartenschläger Kampf gegen Mauer und Stacheldraht" ebenfalls in Ebeleben im großen Saal der Mühlhäuser Werkstätten für Behinderte e.V.. Im August 1961 wurde der siebzehnjährige Michael Gartenschläger wegen seines Protestes gegen den Bau der Berliner Mauer festgenommen. Nach 10 Jahren politischer Haft in der DDR wegen "staatsgefährdender Propaganda und Hetze sowie der Diversion" wird Gartenschläger 1971 von der Bundesrepublik freigekauft. Um das SED-Regime zu entlarven, das seinen Einsatz von Selbstschussanlagen an der innerdeutschen Grenze bestreitet, demontiert er von der Westseite aus zwei Splitterminen SM 70 und präsentiert sie der Öffentlichkeit. Mielke ist außer sich - Gartenschlägers "Liquidierung" wird beschlossen. Gartenschläger wird von einem Stasi-Sonderkommando am 1. Mai 1976 erschossen.

Das in diesem Jahr erschienene Buch von Freya Klier über Michael Gartenschläger wird in Ebeleben in Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung präsentiert.
"Nur das Wachhalten der Erinnerung könne helfen, künftiges Unrecht zu vermeiden", meint Freya Klier. Sie ist auch eine der Symbolfiguren der DDR-Bürgerrechtsbewegung. Sie hat sich schon immer eingemischt, hat nicht geschwiegen, wenn Unrecht geschah, auch wenn es für sie selbst dadurch gefährlich wurde. Freya Klier kann mit der Bezeichnung "Bürgerrechtlerin" allerdings wenig anfangen. "Bürgerrechtler ist doch kein Beruf" meint sie und möchte sich nicht auf ihr Leben in der DDR reduziert sehen. Neben der Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit beschäftigt sie sich auch in Schriften und Filmen mit der Flucht deutscher Juden nach Neuseeland, dem Frauen-KZ Ravensbrück oder den Schicksalen deutscher Frauen in sowjetischen Arbeitslagern.
Autor: khh

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