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Mo, 14:29 Uhr
26.10.2009

Handwerk erwartet neuen Schwung

Nach der Industrie- und Handelskammer ist auch die Erfurter Handwerkskammer zufrieden mit den Ergebnissen der Koalitionsverhandlungen in Berlin und Erfurt. Auf beiden Ebenen seien gerade für Handwerksbetriebe wichtige Richtungsentscheidungen getroffen worden...


Kammerpräsident Rolf Ostermann: "Die vereinbarten Steuerentlastungen und die geplanten Veränderungen bei den ertragsunabhängigen Steuern werden unseren kleinen und mittleren Betriebe und den Arbeitnehmern helfen. Wir als Land mit hoher Produktivität dürfen das hohe Leistungsvermögen der Menschen nicht länger bestrafen. Aus diesem Grund muss der kalten Progression durch einen „Steuertarif auf Rädern“ entgegengewirkt und damit die Voraussetzung für mehr Netto vom Brutto geschaffen werden. Dies sorgt für mehr Kaufkraft der Menschen sowie ein Mehr an Investitionen bei den Betrieben. Wichtig ist für das personalintensive Handwerk außerdem, dass nunmehr ein erster Schritt in eine Neuordnung der Sozialversicherung getan wurde. Das alles entlastet unsere Betriebe und gibt neue Spielräume für Investitionen."

Auf Landesebene erwartet die Handwerkskammer Erfurt neuen Schwung und eine Neujustierung in der Wirtschafts- und Bildungspolitik. "Natürlich bleibt die Industrie der größte Faktor der Thüringer Wirtschaft. Aber gerade in der jetzigen Wirtschaftskrise hat das Handwerk seine Stärke gezeigt, blieb relativ stabil, konnte überwiegend die Arbeitsplätze halten und bildet weiterhin auf hohem Niveau aus. "Wir sind der stabilisierende Faktor. Dies hat die Krise bewiesen. Dies wird die neue Landesregierung hoffentlich in ihren Entscheidungen einfließen lassen."

Die Vereinbarungen im Koalitionsvertrag stimmen das Handwerk optimistisch. Die Bildung eines Wirtschafts- und Innovationsrates, im Kern von Vertretern der Wirtschaft getragen, kann wichtige Impulse setzen und frühzeitig Fehlentwicklungen verhindern. Dieses Gremium darf nach Meinung Ostermanns jedoch kein Debattierclub werden, sondern muss mit ernstzunehmenden Kompetenzen ausgestattet werden, um wirksam werden zu können. Verbesserungen erwartet das Handwerk in der Mittelstandsförderung, beispielsweise in der Ausgestaltung der Förderprogramme, indem der bürokratische Aufwand verringert und die Konditionen verbessert werden.

Das konkrete Ziel, ein Vergabegesetz im Land zu erarbeiten, wird vom Handwerk begrüßt. "Wichtig ist hierbei die Eindämmung des Dumpingwettbewerbs bei öffentlichen Aufträgen und eine mittelstandsorientierte Ausrichtung durch kleine Losgrößen," so Ostermann. "Wir haben seit Jahren mittelstandsfreundliche Vergaberegeln gefordert. Jetzt haben wir die Chancen, mehr fairen Wettbewerb zu bekommen, bei dem Qualität der Leistungen und nicht der Preis die wesentlichste Rolle spielt."
Autor: nnz/kn

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Kommentare
H.Buntfuß
26.10.2009, 22:53 Uhr
Koalitionsvertrag gelesen?
Eigentlich wollte ich den ganzen Vertrag lesen,aber schon auf Seite 12 musste ich feststellen, dass der Vertrag das Papier nicht wert, auf das er geschrieben ist. Auf Seite 12 lautet es unter Punkt 559 – Alle Maßnahmen stehen unter Finanzierungsvorbehalt.

Was allein dieser Satz bedeutet, muss ich wohl nicht erklären, oder gibt es jemanden der es nicht begreift? Nun ich möchte es hier in aller Deutlichkeit sagen. Man wird sich bei den vielen Versprechungen, die man so großkotzig gemacht hat, darauf berufen, dass man ja nicht gewusst hat, das die Finanz– und Wirtschaftskrise so hart zu geschlagen hat.

Und schon kann man alle Vereinbarungen unter den Tisch wischen, wie das zuvor schon andere Regierungen gemacht haben. Die Bürger werden sich wundern, was ihnen bleibt von den Steuersenkungen. Gewinner sind wie gehabt wieder einmal die Reichen. Außerdem ist abzuwarten was aus der Mehrwertsteuer wird, ich schätze es wird eine sehr böse Überraschung geben. Wie sagt die Kanzlerin, der Wähler hat uns gewollt.

Ich habe da meine Bedenken, hat der Wähler so etwas wirklich gewollt? Der Berliner Finanzsenator, droht mit Klage. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung ist auch unzufrieden. Aber von so etwas lassen sich die machtgeilen Politiker nicht beeindrucken.
Real Human
27.10.2009, 09:47 Uhr
Wenn schwarze Wolken über die Savanne ziehn ...
Wenn jemand die Siegesposaunen bläst, sollte man auch mal genauer hinsehen, wer da dicke Backen macht und warum er sich dabei so anstrengt. Als ich gestern nach etwas ganz anderem gegoogelt habe, geriet ich wirklich ganz zufällig auf eine deutsche Webseite namens „kammerwatch“ Ich traute meinen Augen nicht, als ich unter kammerwatch.de/tag/schmarotzersystem/ (Ich muss hier seriöserweise die Quelle präzise angeben.) die folgende Passage las:

„Das Schmarotzersystem Zwangskammern hat sich wie die Pest, die wir aus früheren Zeiten kennen, in Deutschland festgesetzt. In der früheren DDR hat das Zwangskammersystem IHK die SED und Stasi-Behörden abgelöst. Gewerbetreibende und Handwerker leiden unter diesem menschenrechtswidrigen System, das ihnen jährlich 2 Milliarden Euro abpresst. Heute erhebt ein weiterer von vielen abgezockten Unternehmern in Deutschland seine Stimme gegen den IHK-Totalitarismus ...“

Fazit: Wenn sich über der ausgedorrten Savanne schwarze Wolken ballen und gelbe Blitze daraus hervorzucken, dann freut das nicht nur das „Milchvieh“, sondern auch die Vampirfledermaus und noch mehr das Krokodil. Ob es 2010 auch wirklich regnet, kann allerdings zurzeit nicht einmal „Professor Unsinn“ vorhersagen.
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