Do, 14:25 Uhr
29.10.2009
ChurchNight am Reformationstag
Jugendliche feiern ChurchNight am Reformationstag. So wird unter anderem in Oldisleben "Luthersuppe" gekocht und ein Lutherfilm gezeigt, wie die Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) gegenüber kn informiert...
Zum Reformationstag laden rund 30 Gemeinden der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) zur so genannten "ChurchNight" ein. ChurchNight ist ein Netzwerk für Jugendliche und will mit Veranstaltungen den Reformationstag beleben und feiern.
"Reformation ist ein anderes Wort für Innovation, frischer Wind. Mit ChurchNight erfahren junge Leute, dass Kirche das heute braucht wie vor 500 Jahren", sagt Dorothee Land, Landesjugendpfarrerin der EKM. "Gemeinden haben die Möglichkeit, den Reformationstag ganz aktuell zu gestalten. Ich wünsche mir, dass von diesem Tag neue Impulse für die Gemeinden unserer Kirche, ja für unsere Gesellschaft ausgehen."
In den Veranstaltungen soll an den Reformationstag erinnert werden - nicht als Geschichte von damals, sondern mit dem Blick nach vorn. Die biblische Botschaft soll auch heute noch als Impuls für Reformen in der Kirche dienen. ChurchNight gibt dafür jungen Menschen Raum, damit Kirche auch für die nächste Generation relevant bleibt. Nicht als Abgrenzung zu katholischen Mitchristen, sondern als Einladung zum fröhlichen, selbstbewussten Dialog. ChurchNight will Distanzierte neugierig machen auf Bibel, Gemeinde und gelebten Glauben. Menschen, die mit Kirche sonst wenig anfangen, erleben evangelische Spiritualität. Bis 2012 soll jede zehnte Evangelische Gemeinde in Deutschland eine ChurchNight feiern. Das entspricht 1600 Veranstaltungen. Momentan gehören 750 Veranstalter zum Netzwerk.
In Thüringen wird am 31. Oktober unter anderem in Erfurt, Gotha, Mühlhausen, Oldisleben, Riechheim, Schleiz, Sonneberg und Thamsbrück zur ChurchNight eingeladen. In Oldisleben beginnt die ChurchNight um 17 Uhr mit einem Abendmahlsgottesdienst in der Johanneskirche. Anschließend gibt es eine "Luthersuppe". Nach dem Lutherfilm in der Kirche wird ans Lagerfeuer eingeladen. Für die Konfirmanden wird eine Übernachtung im Pfarrhaus mit Spielenacht angeboten.
Hintergrund
Am 31. Oktober 1517 schlug Martin Luther – so sagt es die Überlieferung – 95 Thesen an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg an und rief zur Diskussion darüber auf. Dieser Thesenanschlag gilt als der Beginn der Reformation – daran erinnert der Reformationstag, den die evangelische Kirche jährlich am 31. Oktober mit Gottesdiensten, Konzerten, Vorträgen und Aktionen feiert.
Im Kern bestritt der Martin Luther in seinen Thesen die herrschende Ansicht, der Ablass sei die Voraussetzung, den Menschen von der Sünde zu erlösen. Die Reformation hatte jedoch viel weitreichendere Folgen. So ist es gemäß dem Priestertum aller Gläubigen für evangelische Gemeinden selbstverständlich, dass auch Laien nach einer Ausbildung Gottesdienste halten können sowie Mitglied der Kirchenleitung sind.
Außerdem werden Frauen zu Pastorinnen ordiniert. Unmittelbar mit der reformatorischen Bewegung ist das evangelische Pfarrhaus entstanden und Pfarrer gründeten Familien. Luther hatte selbst durch seine Heirat mit Katharina von Bora das Ende des Zölibates für die evangelischen Geistlichen eingeleitet. Weltlichen Bezug erlangte Luthers Wirken, da es dafür sorgte, dass Kommunen eigene Sozialhaushalte bekamen.
Autor: khhZum Reformationstag laden rund 30 Gemeinden der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) zur so genannten "ChurchNight" ein. ChurchNight ist ein Netzwerk für Jugendliche und will mit Veranstaltungen den Reformationstag beleben und feiern.
"Reformation ist ein anderes Wort für Innovation, frischer Wind. Mit ChurchNight erfahren junge Leute, dass Kirche das heute braucht wie vor 500 Jahren", sagt Dorothee Land, Landesjugendpfarrerin der EKM. "Gemeinden haben die Möglichkeit, den Reformationstag ganz aktuell zu gestalten. Ich wünsche mir, dass von diesem Tag neue Impulse für die Gemeinden unserer Kirche, ja für unsere Gesellschaft ausgehen."
In den Veranstaltungen soll an den Reformationstag erinnert werden - nicht als Geschichte von damals, sondern mit dem Blick nach vorn. Die biblische Botschaft soll auch heute noch als Impuls für Reformen in der Kirche dienen. ChurchNight gibt dafür jungen Menschen Raum, damit Kirche auch für die nächste Generation relevant bleibt. Nicht als Abgrenzung zu katholischen Mitchristen, sondern als Einladung zum fröhlichen, selbstbewussten Dialog. ChurchNight will Distanzierte neugierig machen auf Bibel, Gemeinde und gelebten Glauben. Menschen, die mit Kirche sonst wenig anfangen, erleben evangelische Spiritualität. Bis 2012 soll jede zehnte Evangelische Gemeinde in Deutschland eine ChurchNight feiern. Das entspricht 1600 Veranstaltungen. Momentan gehören 750 Veranstalter zum Netzwerk.
In Thüringen wird am 31. Oktober unter anderem in Erfurt, Gotha, Mühlhausen, Oldisleben, Riechheim, Schleiz, Sonneberg und Thamsbrück zur ChurchNight eingeladen. In Oldisleben beginnt die ChurchNight um 17 Uhr mit einem Abendmahlsgottesdienst in der Johanneskirche. Anschließend gibt es eine "Luthersuppe". Nach dem Lutherfilm in der Kirche wird ans Lagerfeuer eingeladen. Für die Konfirmanden wird eine Übernachtung im Pfarrhaus mit Spielenacht angeboten.
Hintergrund
Am 31. Oktober 1517 schlug Martin Luther – so sagt es die Überlieferung – 95 Thesen an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg an und rief zur Diskussion darüber auf. Dieser Thesenanschlag gilt als der Beginn der Reformation – daran erinnert der Reformationstag, den die evangelische Kirche jährlich am 31. Oktober mit Gottesdiensten, Konzerten, Vorträgen und Aktionen feiert.
Im Kern bestritt der Martin Luther in seinen Thesen die herrschende Ansicht, der Ablass sei die Voraussetzung, den Menschen von der Sünde zu erlösen. Die Reformation hatte jedoch viel weitreichendere Folgen. So ist es gemäß dem Priestertum aller Gläubigen für evangelische Gemeinden selbstverständlich, dass auch Laien nach einer Ausbildung Gottesdienste halten können sowie Mitglied der Kirchenleitung sind.
Außerdem werden Frauen zu Pastorinnen ordiniert. Unmittelbar mit der reformatorischen Bewegung ist das evangelische Pfarrhaus entstanden und Pfarrer gründeten Familien. Luther hatte selbst durch seine Heirat mit Katharina von Bora das Ende des Zölibates für die evangelischen Geistlichen eingeleitet. Weltlichen Bezug erlangte Luthers Wirken, da es dafür sorgte, dass Kommunen eigene Sozialhaushalte bekamen.