So, 07:01 Uhr
08.11.2009
Wanderung zum Steinbruch Röse
Nicht nur einen Wanderung zum Steinbruch Röse in Sondershausen schlägt unserer Leser Hans-Jürgen Schmidt vor, sondern er machte sich auch Gedanken, wie man dieses Naturdenkmal wieder mehr einbeziehen sollte...
Ein geologisch interessantes Gebiet im Bereich der Hainleite stellt der Steinbruch an der Röse bei Sondershausen dar. Hier ist die jüngste Schicht des Buntsandsteins oder die des Röt aufgeschlossen. Die dünnbankigen Gipsschichen sind gut zu sehen. Die zum Teil eingelagerten rötlich bis bräunlichen Schichten gaben dieser Formation den Namen. Der Gips ist zum Teil als Fasergips ausgebildet. Aus dem Steinbruch wurden im 20.Jahrhundert noch Mörtelzuschlagstoffe aus Gips abgebaut.
Es ist einer der ältesten Steinbrüche in der Umgebung von Sondershausen. Er wurde auf Grund seiner stratigrafischen Schichtung und Tektonik sowie seiner Einmaligkeit mit Wirkung vom 1. Mai 1986 zum geologischen Naturdenkmal erklärt. Heute gibt es leider keinerlei Hinweise zu diesem Naturdenkmal, zumal es nach heutigem Sprachgebrauch als Geotop von Bedeutung wäre. Für den Bergbau sind die Steinbrüche des Buntsandstein und des Muschelkalk von Bedeutung. Eine Ausnahme bildet die Formation des Keuper als die jüngste Abteilung des Trias. Auf der Höhe der Hainleite bei Schernberg und nördlich von Ebeleben sind die Produkte des mittleren Keupers in tonigen Horizonten in Form von kleinen Roteisenknollen zu finden, die aus lagerstättenkundlichen Aspekten nur von historischem Interesse sind. Die Roteisenknollen wurden an der Oberfläche aufgesammelt und einer Verhüttung zugeführt. So war die Eisenhütte in der Nähe der Bebraer Teiche für den Schmelzprozess von Bedeutung. Auf dem Stadtplan von Sondershausen ist die Eisenhütte ausgewiesen.
Wie kommt man zum Steinbruch an der Röse? Der Start sollte der Parkplatz im Borntal sein. Von hier geht es über den Cottaweg und Possenallee Richtung Jüdischen Friedhof. Weiter führt der Weg am Fürstenberg vorbei in Richtung Spierenbrunnen. Der Weg führt bergab. Unten angekommen geht man links auf den Weg Richtung Jecha. Nach ein paar Meter gibt es ein Hinweisschild: 0,6 Km bis zum Steinbruch Röse. Hat man den Ort erreicht führt der Weg durch Gestrüpp zum Steinbruch. Hier gibt es leider kein Hinweisschild mehr.
Für geologisch Interessierte, Historiker und Wanderer müsste dieses Naturdenkmal wieder erschlossen werden. Das Umweltamt sollte sich dafür interessieren bzw. der Geopark im Kyffhäuserkreis sollte neben den Kaliwegen hier wirksam werden. Auf den Weg durch den Wald vom Fürstenberg bergab kann man Im Frühjahr noch interessante Pflanzen bewundern: den Aronstab (Arum maculatum) und Schuppenwurz (Lathraea squamaria).
Text und Fotos : Hans-Jürgen Schmidt
Bildtexte:
Autor: khhEin geologisch interessantes Gebiet im Bereich der Hainleite stellt der Steinbruch an der Röse bei Sondershausen dar. Hier ist die jüngste Schicht des Buntsandsteins oder die des Röt aufgeschlossen. Die dünnbankigen Gipsschichen sind gut zu sehen. Die zum Teil eingelagerten rötlich bis bräunlichen Schichten gaben dieser Formation den Namen. Der Gips ist zum Teil als Fasergips ausgebildet. Aus dem Steinbruch wurden im 20.Jahrhundert noch Mörtelzuschlagstoffe aus Gips abgebaut.
Es ist einer der ältesten Steinbrüche in der Umgebung von Sondershausen. Er wurde auf Grund seiner stratigrafischen Schichtung und Tektonik sowie seiner Einmaligkeit mit Wirkung vom 1. Mai 1986 zum geologischen Naturdenkmal erklärt. Heute gibt es leider keinerlei Hinweise zu diesem Naturdenkmal, zumal es nach heutigem Sprachgebrauch als Geotop von Bedeutung wäre. Für den Bergbau sind die Steinbrüche des Buntsandstein und des Muschelkalk von Bedeutung. Eine Ausnahme bildet die Formation des Keuper als die jüngste Abteilung des Trias. Auf der Höhe der Hainleite bei Schernberg und nördlich von Ebeleben sind die Produkte des mittleren Keupers in tonigen Horizonten in Form von kleinen Roteisenknollen zu finden, die aus lagerstättenkundlichen Aspekten nur von historischem Interesse sind. Die Roteisenknollen wurden an der Oberfläche aufgesammelt und einer Verhüttung zugeführt. So war die Eisenhütte in der Nähe der Bebraer Teiche für den Schmelzprozess von Bedeutung. Auf dem Stadtplan von Sondershausen ist die Eisenhütte ausgewiesen.
Wie kommt man zum Steinbruch an der Röse? Der Start sollte der Parkplatz im Borntal sein. Von hier geht es über den Cottaweg und Possenallee Richtung Jüdischen Friedhof. Weiter führt der Weg am Fürstenberg vorbei in Richtung Spierenbrunnen. Der Weg führt bergab. Unten angekommen geht man links auf den Weg Richtung Jecha. Nach ein paar Meter gibt es ein Hinweisschild: 0,6 Km bis zum Steinbruch Röse. Hat man den Ort erreicht führt der Weg durch Gestrüpp zum Steinbruch. Hier gibt es leider kein Hinweisschild mehr.
Für geologisch Interessierte, Historiker und Wanderer müsste dieses Naturdenkmal wieder erschlossen werden. Das Umweltamt sollte sich dafür interessieren bzw. der Geopark im Kyffhäuserkreis sollte neben den Kaliwegen hier wirksam werden. Auf den Weg durch den Wald vom Fürstenberg bergab kann man Im Frühjahr noch interessante Pflanzen bewundern: den Aronstab (Arum maculatum) und Schuppenwurz (Lathraea squamaria).
Text und Fotos : Hans-Jürgen Schmidt
Bildtexte:
- Bild 1: Blick auf die Trinitatiskirche vom Kreuz Possenallee/Cottaweg. Fotografiert mit dem Teleobjektiv
- Bild 2: Jüdischer Friedhof
- Bild 3 Hinweisschild am Fürstenberg
- Bild 4: Wegweiser nach dem Bergablauf
- Bild 5 : Hineisschild zum Steinbruch Röse
- Bild 5.1: Blick auf dem Weg Richtung Jecha
- Bild 6: Gestrüpp Richtung Steinbruch
- Bild 7 bis 9: Schichtung im Steinbruch (Bild 8: sieht man den Gips, der für die Bauindustrie verwandt wurde)
- Bild 10: Ahornstab
- Bild 11: Schuppenwurz
- Bild 12: Roteisenknollen












