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Mo, 15:58 Uhr
09.11.2009

Frust bei der IHK

Es kommt höchst selten vor, dass sich eine ostdeutsche Industrie- und Handelskammer mit Kritik an einem Unionspolitiker an die Öffentlichkeit wagt. Heute gab es das schon mal...


Mit Unverständnis hat die Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt auf die Pläne von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer für ein „Sonderprogramm West“ reagiert. Nach dem Willen des CSU-Politikers müsse die Konzentration auf Ostdeutschland beendet und im Westen Versäumtes nachgeholt werden.

„Es bringt nichts, Ost und West gegeneinander auszuspielen. 20 Jahre nach dem Mauerfall sollten Infrastruktur- und Modernisierungsmaßnahmen nicht mehr nach der Himmelsrichtung, sondern entsprechend ihrer Notwendigkeit entschieden werden“, betont IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser. Alles andere treibe nur erneut einen Keil zwischen Neue und Alte Bundesländer.

Gerade am historischen Tag der Maueröffnung seien die Äußerungen Ramsauers deplatziert und schafften mehr Verunsicherung als Einheit. „So verfestigen wir nur die Mauern in den Köpfen“, verweist Grusser auf eine Studie des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) in Gütersloh. Demnach können sich knapp 70 Prozent der angehenden Studenten nicht vorstellen, im Osten zu studieren, für nicht wenige sind die neuen Länder eine regelrechte „No-go-Area“.

„Die schwere Finanz- und Wirtschaftskrise hat in allen Bundesländern tiefe Spuren hinterlassen. Die neue Regierung steht vor gewaltigen Herausforderungen. Jetzt ist ein Aufbauplan für ganz Deutschland gefragt“, so der IHK-Chef.
Autor: nnz/kn

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