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Di, 08:31 Uhr
10.11.2009

Jacobus Chaericus Salzpostilla

Am 17. November 2009, um 19.30 Uhr kommt es im Regionalmuseum Bad Frankenhausen unter dem Thema "Jacobus Chaericus Salzpostilla - ein fast vergessenes Dokument Frankenhäuser Salinen- und Kirchengeschichte" zu einem interessanten Vortrag zur Regionalgeschichte, den Sie sich vormerken sollten...


Referent Dr. Gerhard Görmar aus Leipzig, ist Mitglied des Heimat- und Museumsvereines Bad Frankenhausen e. V. und war schon des Öfteren Referent der monatlichen Vortragsabende im Regionalmuseum. In Novembervortrag wird ein bisher wenig beachtetes Dokument der salinenhistorischen Literatur näher beleuchtet, die "Salzpostilla" des Jacob Gericke.

Seit dem Jahr 1593 war dieser Superintendent und Pfarrer an der "Kirche unserer lieben Frauen", in Frankenhausen. Unter der Regierung des Grafen Wilhelm I. von Schwarzburg-Frankenhausen entwickelte sich hier eine der bedeutendsten Salinen Mitteldeutschlands. Die Salzproduktion erreichte um 1575 den höchsten Stand für alle Zeiten. Jährlich im August beging man im 16. Jahrhundert in der Saline das Brunnenfest.

Anlässlich dieser Feste hielt Pfarrer Jacob Gericke Predigten für die Salzarbeiter. 21 seiner Predigten fasste er unter dem Titel "Salzpostilla" zusammen. Diese wurden in den Jahren 1594 bis 1596 in drei Teilen in gedruckter Form in Erfurt bzw. in Eisleben veröffentlicht. Mit der "Salzpostilla" wollte Gericke den Pfännern, Siedemeistern und allen anderen Beschäftigten in der Saline sowie allen übrigen Einwohnern von Frankenhausen ein neues Berufsethos vermitteln. Hier folgte er seinem Vorbild Johannes Mathesius aus Joachimsthal, der Gleiches für die Bergleute im böhmischen Erzgebirge wollte.

Gerickes "Salzpostilla" und besonders die darin enthaltene 2. Predigt mit der Überschrift "Von Saltzmachen in gemein" ist heute eine wertvolle Quelle für Salinenhistoriker, da sie interessante Einblicke in technologische Abläufe zur Salzerzeugung lieferte. Das Frankenhäuser Salzwerk kam erstmals in einem gedruckten Werk zur Würdigung. Mit vielen Quellenangaben wird über die Entwicklung der Stadt Frankenhausen berichtet. Thölde erwähnten die "Salzpostilla" als eine wichtige gedruckte Quelle für seine im Jahre 1603 erschienene Monographie über das Salz mit dem Titel "Hali(o)graphia …".

Mit diesem Vortragsabend wird wiederum an ein fast vergessenes Fragment der Frankenhäuser Stadtgeschichte erinnert. Das Regionalmuseum und der Heimat- und Museumsverein Bad Frankenhausen e.V. laden sehr herzlich zu diesem interessanten Abend ein.
Autor: khh

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