Fr, 14:20 Uhr
20.11.2009
Musikalische Meisterklasse
Gleich zwei Gäste sind im 3. Sinfoniekonzert Klassiker des Loh-Orchesters zu erleben: Pianist Oliver Triendl und Dirigent Cheung Chau. Letzterer ist in Nordhausen und Sondershausen kein Unbekannter...
Der Chinese hat vor zwei Jahren bereits mit Tschaikowskys Pathétique seine Zuhörer begeistert. Nun dirigiert er ein Programm mit Werken, die man als Meilensteine in der Musik beschreiben könnte: Unter den 30 Klavierkonzerten von Wolfgang Amadeus Mozart wurde das Konzert d-Moll KV 466 das berühmteste. Die Nähe zur Klangwelt der Oper Don Giovanni und überhaupt der dramatische Zug der Musik, in der Solist und Orchester wie Personen aufeinander treffen, verleihen dem Konzert bis heute große Anziehungskraft.
Der 40 Jahre alte Pianist Oliver Triendl gibt beim 3. Sinfoniekonzert sein Debüt mit dem Loh-Orchester Sondershausen. Er ist ein sehr gefragter Musiker, dessen vielseitige Kunst auch auf inzwischen etwa 50 CDs zu genießen ist.
Neben Mozarts Klavierkonzert steht die 8. Sinfonie C-Dur D 944 von Franz Schubert auf dem Programm. Diese Sinfonie war beispielsweise für Robert Schumann ein atemberaubender Fund. Sie ging später als die Große C-Dur-Sinfonie in die Geschichte ein. Schumann entdeckte das Werk des bereits verstorbenen Schubert bei einem Wienbesuch und war schier überwältigt, schrieb von himmlischen Längen und Reichtum überall. Die Musik Schuberts erinnert an Beethoven (insbesondere seine 7. Sinfonie) und entwickelt gleichzeitig doch etwas völlig Eigenes, Neues, Zukunftsweisendes.
Den Werken Mozarts und Schuberts vorangestellt ist in diesem Konzert unter dem Motto Klassiker ein kurzes Orchesterstück von Alban Berg, dem Meister der kleinsten musikalischen Formen. Seine Variationen für Orchester op. 30 aus dem Jahr 1940 basieren einerseits auf klassischen Formprinzipien und führen andererseits mit einer ausgereiften Zwölftontechnik in eine von vielen musikalischen Klangwelten des 20. Jahrhunderts.
Interessierte Zuhörer haben vor dem Konzert Gelegenheit, den Dirigenten Cheung Chau selbst über die Musik sprechen zu hören, denn um jeweils 18.45 Uhr wird er gemeinsam mit der Konzertdramaturgin Juliane Hirschmann eine Einführung geben.
Das 3. Sinfoniekonzert Klassiker wird am 5. Dezember im Haus der Kunst in Sondershausen und am 6. Dezember im Theater Nordhausen jeweils um 19.30 Uhr geboten.
Karten gibt es an der Theaterkasse, Tel. 0 36 31/98 34 52, in der Sondershausen-Information, Tel. 0 36 32/78 81 11 und an den Vorverkaufsstellen der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH.
Autor: nnz/knDer Chinese hat vor zwei Jahren bereits mit Tschaikowskys Pathétique seine Zuhörer begeistert. Nun dirigiert er ein Programm mit Werken, die man als Meilensteine in der Musik beschreiben könnte: Unter den 30 Klavierkonzerten von Wolfgang Amadeus Mozart wurde das Konzert d-Moll KV 466 das berühmteste. Die Nähe zur Klangwelt der Oper Don Giovanni und überhaupt der dramatische Zug der Musik, in der Solist und Orchester wie Personen aufeinander treffen, verleihen dem Konzert bis heute große Anziehungskraft.
Der 40 Jahre alte Pianist Oliver Triendl gibt beim 3. Sinfoniekonzert sein Debüt mit dem Loh-Orchester Sondershausen. Er ist ein sehr gefragter Musiker, dessen vielseitige Kunst auch auf inzwischen etwa 50 CDs zu genießen ist.
Neben Mozarts Klavierkonzert steht die 8. Sinfonie C-Dur D 944 von Franz Schubert auf dem Programm. Diese Sinfonie war beispielsweise für Robert Schumann ein atemberaubender Fund. Sie ging später als die Große C-Dur-Sinfonie in die Geschichte ein. Schumann entdeckte das Werk des bereits verstorbenen Schubert bei einem Wienbesuch und war schier überwältigt, schrieb von himmlischen Längen und Reichtum überall. Die Musik Schuberts erinnert an Beethoven (insbesondere seine 7. Sinfonie) und entwickelt gleichzeitig doch etwas völlig Eigenes, Neues, Zukunftsweisendes.
Den Werken Mozarts und Schuberts vorangestellt ist in diesem Konzert unter dem Motto Klassiker ein kurzes Orchesterstück von Alban Berg, dem Meister der kleinsten musikalischen Formen. Seine Variationen für Orchester op. 30 aus dem Jahr 1940 basieren einerseits auf klassischen Formprinzipien und führen andererseits mit einer ausgereiften Zwölftontechnik in eine von vielen musikalischen Klangwelten des 20. Jahrhunderts.
Interessierte Zuhörer haben vor dem Konzert Gelegenheit, den Dirigenten Cheung Chau selbst über die Musik sprechen zu hören, denn um jeweils 18.45 Uhr wird er gemeinsam mit der Konzertdramaturgin Juliane Hirschmann eine Einführung geben.
Das 3. Sinfoniekonzert Klassiker wird am 5. Dezember im Haus der Kunst in Sondershausen und am 6. Dezember im Theater Nordhausen jeweils um 19.30 Uhr geboten.
Karten gibt es an der Theaterkasse, Tel. 0 36 31/98 34 52, in der Sondershausen-Information, Tel. 0 36 32/78 81 11 und an den Vorverkaufsstellen der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH.
