Mo, 14:25 Uhr
23.11.2009
Zusammenarbeit besiegelt
In der vergangenen Woche gründete sich in Erfurt die Landesarbeitsgemeinschaft der Interventionsstellen gegen häusliche Gewalt in Thüringen. Die Einzelheiten wie immer schon heute für Sie mit einem Klick...
Der nahende internationale Tag gegen Gewalt an Frauen am 25.November war Anlass, um für die Thüringer Interventionsstellen einen verbindlichen Rahmen der Interessensvertretung und des Informations- und Erfahrungsaustausches zu schaffen. Ziel ist die qualitative Weiterentwicklung der Hilfeleistungen und Angebote der Thüringer Interventionsstellen. Dazu gehören die öffentliche Darstellung und Informationen zu häuslicher Gewalt und zu empfehlenswerten Hilfsmöglichkeiten.
Es soll und muss eine intensive Auseinandersetzung zum Thema vorangetrieben werden. Dazu sollen zukünftig landesweite Kampagnen gestartet werden. Die LAG wird begleitende Stellungnahmen und Empfehlungen an die Landesregierung zur Verbesserung des Schutzes für Opfer häuslicher Gewalt erarbeiten. Ein Arbeitsschwerpunkt auf der Agenda der Landesarbeitsgemeinschaft ist die verbindlich geregelte Verknüpfung von Kinderschutz und Frauenschutzmaßnahmen in der Praxis.
In über 640 Fällen wurden die Interventionsstellen bei häuslicher Gewalt und Stalking bereits in diesem Jahr tätig. Genauso viele Kinder erlebten in den Familienhaushalten die häusliche Gewalt mit. Die Opfer von häuslicher Gewalt waren zu 94% Frauen.
Seit Januar 2009 wurde durch das Thüringer Ministerium für Soziales Familie und Gesundheit ein flächendeckendes Netz von zugehender Fachberatung und Unterstützung für Frauen und Männer die von häuslicher Gewalt betroffen sind geschaffen. Interventionsstellen sind ein Baustein im Hilfesystem und das Bindeglied zwischen Polizei und zivilen Schutzmöglichkeiten wie dem Gewaltschutzgesetz.
Die Interventionsstellen nehmen nach polizeilichen Einsätzen und Maßnahmen mit Einverständnis der Betroffenen so schnell wie möglich telefonisch oder persönlich Kontakt auf. Ihren Fokus richten die Interventionsstellen in ihrer Beratung auf das Management der Sicherheit der Opfer.
Da sie Schnittstelle und Wegweiser für Betroffene und Kooperationspartner sind, bringen sie sich aktiv in regionale Netzwerke gegen häusliche Gewalt ein.
Der Sitz der Geschäftsstelle befindet sich in der Interventionsstelle Südostthüringen in 07545 Gera in der Großen Kirchstraße 9 (lag-ist-thueringen@web.de).
Autor: nnz/knDer nahende internationale Tag gegen Gewalt an Frauen am 25.November war Anlass, um für die Thüringer Interventionsstellen einen verbindlichen Rahmen der Interessensvertretung und des Informations- und Erfahrungsaustausches zu schaffen. Ziel ist die qualitative Weiterentwicklung der Hilfeleistungen und Angebote der Thüringer Interventionsstellen. Dazu gehören die öffentliche Darstellung und Informationen zu häuslicher Gewalt und zu empfehlenswerten Hilfsmöglichkeiten.
Es soll und muss eine intensive Auseinandersetzung zum Thema vorangetrieben werden. Dazu sollen zukünftig landesweite Kampagnen gestartet werden. Die LAG wird begleitende Stellungnahmen und Empfehlungen an die Landesregierung zur Verbesserung des Schutzes für Opfer häuslicher Gewalt erarbeiten. Ein Arbeitsschwerpunkt auf der Agenda der Landesarbeitsgemeinschaft ist die verbindlich geregelte Verknüpfung von Kinderschutz und Frauenschutzmaßnahmen in der Praxis.
In über 640 Fällen wurden die Interventionsstellen bei häuslicher Gewalt und Stalking bereits in diesem Jahr tätig. Genauso viele Kinder erlebten in den Familienhaushalten die häusliche Gewalt mit. Die Opfer von häuslicher Gewalt waren zu 94% Frauen.
Seit Januar 2009 wurde durch das Thüringer Ministerium für Soziales Familie und Gesundheit ein flächendeckendes Netz von zugehender Fachberatung und Unterstützung für Frauen und Männer die von häuslicher Gewalt betroffen sind geschaffen. Interventionsstellen sind ein Baustein im Hilfesystem und das Bindeglied zwischen Polizei und zivilen Schutzmöglichkeiten wie dem Gewaltschutzgesetz.
Die Interventionsstellen nehmen nach polizeilichen Einsätzen und Maßnahmen mit Einverständnis der Betroffenen so schnell wie möglich telefonisch oder persönlich Kontakt auf. Ihren Fokus richten die Interventionsstellen in ihrer Beratung auf das Management der Sicherheit der Opfer.
Da sie Schnittstelle und Wegweiser für Betroffene und Kooperationspartner sind, bringen sie sich aktiv in regionale Netzwerke gegen häusliche Gewalt ein.
Der Sitz der Geschäftsstelle befindet sich in der Interventionsstelle Südostthüringen in 07545 Gera in der Großen Kirchstraße 9 (lag-ist-thueringen@web.de).