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Do, 19:11 Uhr
26.11.2009

Wechsel bei der TA

Was Insider immer schon geahnt, viele Redakteure befürchtet hatten, ist eingetreten. Der Chef-Redakteur der Thüringer Allgemeine (TA) muss zum Jahresende seinen Chefsessel räumen. Die nnz mit Hintergründen...


Paul Josef Raue (59), Chefredakteur der „Braunschweiger Zeitung“, übernimmt zum Jahreswechsel die Leitung der ebenfalls zur WAZ Mediengruppe zählenden „Thüringer Allgemeinen“ (TA) mit Sitz in Erfurt. Der langjährige TA-Chefredakteur Sergej Lochthofen (56) soll nach dem Wunsch der Geschäftsführung eine andere Aufgabe innerhalb der WAZ Mediengruppe übernehmen, die seinen Kenntnissen und Fähigkeiten entspricht.

Das ist der Text, mit dem eine Pressemitteilung der WAZ-Mediengruppe beginnt. Sie klingt unverbindlich, birgt aber Sprengstoff in sich. Lochthofen war innerhalb der WAZ zunehmend unbeliebter geworden, weil er sich den Rationalisierungsvorstellungen der Essener Konzernzentrale widersetzt haben soll, berichteten Insider schon lange. So habe sich der TA-Chefredakteur beharrlich gegen die Einführung eines News-Desk-Systems in den Lokalredaktionen der TA gewehrt, berichten Branchenkenner.

Der Wechsel an der Spitze der größten Thüringer Tageszeitung ist Teil eines bereits seit längerem andauernden umfassenden Erneuerungsprozesses innerhalb der Zeitungsgruppe Thüringen (ZGT), zu der neben der „Thüringer Allgemeinen“ auch die „Ostthüringer Zeitung“ und die „Thüringische Landeszeitung“ gehören. Der für die Redaktionen zuständige ZGT-Geschäftsführer Klaus Schrotthofer (43) kündigte an, zusammen mit Paul-Josef Raue die Einführung innovativer Redaktionsstrukturen in Thüringen fortzusetzen.

Der Spiegel berichtet in seiner Online-Ausgabe, dass auch Lochthofens Ehefrau ihren Arbeitsplatz verlieren soll. Lochthofen selbst erhebt indes schwere Vorwürfe. Seit mehreren Monaten gab es in Erfurt einen Machtkampf, der nach dem Ausscheiden des ehemaligen ZGT-Geschäftsführers Wilfried Goosmann und der Installierung einer neuen Geschäftsleitung begonnen haben soll, berichten Redakteure.

Frohlocken gebe es jetzt in Teilen der Thüringer Wirtschaft, die über die strenge Trennung von Verlag und Redaktion, die Lochthofen stets pflegte, nicht so ganz erfreut waren. Jetzt sehe man die Interessen der Anzeigenkunden mehr gewahrt, hieß es aus Unternehmerkreisen.
Autor: nnz/kn

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Kommentare
dago
28.11.2009, 02:00 Uhr
Die TA im freien Fall
wer in dem Thema nich drin steckt, weil er selbst kein professioneller Schreiberling ist, wird den Artikel eher gähnenswert finden. Ich übrigens auch. Wach wurde ich jedoch im letzten Abschnitt.

Wer nun immer noch glaubt, mit der TA eine unabhängige Zeitung in der Hand zu halten, sollte jetzt zumindest darüber nachdenken, ob er die gelegentlich abgedruckten Gutscheine und Coupons diverser Anzeigenkunden nicht doch ausschneidet und in bares Geld umsetzt, um so, seinen netto Beitrag zur Finanzierung der Werbeanzeigen, durch sein Abo der TA, auf den möglichst kleinsten Nenner zu reduzieren.

Der billigere Weg ist freilich, das Abo gänzlich zu kündigen, und sich die wirklich wichtigen Beiträge von Freunden und Kollegen erzählen zu lassen.

Was den Lokalteil betrifft, ist nnz-online in der Aktualität kaum zu schlagen. OK. Volleyballsport, z.Bsp. kommt definitiv zu kurz und die Schlagzeilen sind oft zu poetisch überschrieben. In der Bildzeitung sind die ein bisschen knackiger. Dafür ist die Überschrift oft das einzige was da knackt.
kolar
28.11.2009, 20:27 Uhr
der ungeliebte Mitarbeiter
die großen Konzerne in unserem Land machen es sich immer einfacher unbequeme Leute loszuwerden, ob sie nun gut oder schlecht sind sei dahingestellt, aber meistens sind es Leute die den Mumm haben den Mund aufzumachen, da wird gemobbt, geklagt oder weggelobt, bis das Ziel erreicht wurde.

Wie hart muss es für das Ehepaar Lochthofen sein gemeinsam um ihre jahrelange Arbeit gebracht zu werden. Wenn sie Pech haben landen sie in irgendeiner kleinen Abteilung einer Klatschblattes und versauern dort.

Mit ein bisschen Glück setzt eine andere Mediengruppe die beiden dort ein wo sie gebraucht werden. Wer heutzutage nicht kleinbeigibt hat doch keinerlei Chancen mehr Karriere zu machen.
Ein Hoch auf alle GERECHTEN Chefs !!!
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