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Do, 16:59 Uhr
03.12.2009

Krankenstand steigt (2)

Im ersten Teil des DAK-Gesundheitsreports ging es um den Krankenstad allgemein. Einen besonderen Akzent setzt die DAK in diesem Jahr aber zu einer speziellen Informations- und Aufklärungskampagne zum Thema Doping am Arbeitsplatz, denn immerhin 20.000 machen es thüringenweit. In diesem Zusammenhang stellt nnz/kn ein ketzerische Frage...

Nach Erkenntnis der DAK hängt die landesweite Zunahme der psychischen Erkrankungen auch mit Veränderungen in der modernen Arbeitswelt zusammen, "Insbesondere chronischer Stress ist ein ernsthafter Risikofaktor, für psychische Krankheiten", betont Reinhard Puschner Leiter des neuen Servicecenters für die Landkreis Nordhausen und den Kyffhäuserkreis. Die Kasse ist deshalb, der Frage nachgegangen, inwieweit Medikamentenmissbrauch gegen Stress und psychische Belastungen in der Berufswelt vorhanden ist.

In Thüringen dopen 20.000 Arbeitnehmer gezielt, so die Erkenntnisse, welche die DAK aus Bevölkerungsumfragen ermittelt hat. Greifen gesunde Beschäftigte aufgrund der erhöhten psychischen Belastungen im Job gezielt zu Arzneien, die aufputschen, beruhigen oder die Konzentration steigern? Die DAK hat das im Sport heftig diskutierte Thema Doping jetzt auch für die Arbeitswelt näher untersucht und Experten befragt. Nach einer bundesweit repräsentativen Befragung dopen gut zwei Prozent aller aktiv Erwerbstätigen regelmäßig. Hochgerechnet auf Thüringen sind es 20.000 Arbeitnehmer, die täglich bis mehrmals im Monat oder planvoll Medikamente einnehmen, um den Stress am Arbeitsplatz besser bewältigen zu können oder ihre Leistung zu steigern. Dabei neigen Männer eher zu aufputschenden und konzentrationsfördernden Präparaten, während Frauen beruhigende Mittel gegen depressive Verstimmungen oder Ängste bevorzugen. "Männer frisieren ihr Leistungspotenzial, Frauen polieren ihre Stimmung auf, sagt Puschner.

Aus der Umfrage ging hervor, dassr rund 44 Prozent ist bekannt, dass Medikamente zur Therapie von Alzheimer, Depressionen etc. auch bei Gesunden wirken können. Gut 20 Prozent meinen, dass für Gesunde die Risiken im Vergleich zum Nutzen vertretbar sind. Mehr als 21 Prozent haben bereits die Erfahrung gemacht, dass ihnen ohne medizinisch triftige Gründe Arzneimittel zur
Verbesserung der geistigen Leistungsfähigkeit oder Stimmung empfohlen wurden.

DAK Report (Foto: DAK Report) DAK Report (Foto: DAK Report)

Die DAK warnt davor, derartige Medikamente ohne medizinische Begründung einzunehmen. "Konzentriert, kreativ, karrierebewusst:
Der Wunsch, immer perfekt sein zu müssen, lässt sich auch durch Medikamente nicht erfüllen", erklärt Puschner. "Auf lange Sicht besteht die Gefahr, abhängig zu werden. Deshalb empfehlen wir Yoga statt Aufputschmittel."

DAK Report (Foto: DAK Report) DAK Report (Foto: DAK Report)

Ein anderes Ergebnis ist aber ebenso beunruhigend. Immerhin 28,3 % der Befragten sagte, dass die Empfehlung zum Doping am Arbeitsplatz vom Arzt/Ärztin kam und 10,7 % hatten den Tipp angeblich von ihrer Apotheke. Die bei der Vorstellung der Studie anwesende Amtsärztin des Kyffhäuserkreises, Dr. Sabine Hausweiler, kommentierte das Ergebnis so, dass die Ärzte die Tipps bestimmt nicht für ein bewusstes Doping genannt haben, sondern für die Verbesserung des allgemeinen Wohlbefindens.


Die DAK selbst will ihre Versicherten bei einer gesunden Lebensführung unterstützen, indem zum Beispiel Kurse zur Entspannung oder Sychtprävention bezuschusst werden. Bei "DAKpro Balance" wird eine gezielte Gesundheitsvorsorge auch mit Geldprämien finanziell belohnt. Die DAK hat rund 173.000 Versicherte im Land Thüringen, davon fast 12.000 im Landkreis Nordhausen und Kyffhäuserkreis.

Die vollständuge Studie bringt nnz/kn an dieser Stelle nicht, denn im letzten Blatt der Studie sind die am häufigsten verwendeten, und muss man eher sagen mißbrauchten Medikamente benannt.

Auf eine nicht unbedingt bierernste Frage gab es aber keine befriedigende Antwort: Warum darf eigentlich in fast allen Berufsgruppen des Berufswesen gedopt werden, sieht man mal von den berauschenden Mitteln (Alkokol und Drogenkonsum) ab, ohne dass man meist überhaupt bestraft werden, nur die Berufssportler dürfen es nicht. Sind nicht alle vor dem Grundgesetz gleich? Ohne das Problem Doping verharmlosen zu wollen, sei doch mal so eine Frage erlaubt, oder wie sehen Sie es lieber Leser(in)?
Autor: khh

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