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Di, 07:01 Uhr
05.01.2010

Vogel des Jahres 2010

NABU und der Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) hatte den Kormoran zum Vogel des Jahres 2010 ausgerufen. So recht können das die Angler nicht verstehen, auch nicht im Kyffhäuserkreis...

Bisher waren die Vögel des Jahres, die dazu ausgewählt wurden, immer Arten, die in letzter Zeit stark in ihren Populationen zurückgegangen waren und auf deren Schutz aufmerksam gemacht werden sollte. Bei dem Kormoran scheint die Sache wohl nicht so klar zu sein. In einer Pressemitteilung hatte der Deutsche Anglerverband e.V. Ende letzten Jahres geschrieben:
„Das Benennen des Kormorans zum Vogel des Jahres 2010 ist ein Schlag in das Gesicht aller Demokraten und wirklichen Naturschützer. Es ist der hoffentlich letzte Versuch, das Rad der Entwicklung zurückzudrehen.“ Dazu muss man wissen, dass sich der Kormoran in vielen Gebieten, so auch in Thüringen, recht stark in seiner Population ausgebreitet hat. In der besagten Pressemeldung hieß unter anderem:
„Am 04. Dezember 2008 haben mehr als 96 % aller Abgeordneten des Europäischen Parlamentes aus allen 27 Mitgliedsstaaten dafür gestimmt, wegen der extremen Populationszunahme des Kormorans in den letzten 20 Jahren ein europäisches Kormoranmanagement zu prüfen.“

Jung Kormoran (Foto: Hans-Jürgen Schmidt) Jung Kormoran (Foto: Hans-Jürgen Schmidt) Auch das Thüringen hatte reagiert in einer Kormoranverordung unter bestimmten Bedingungen den Abschuss freigegeben. Ist denn der Kormoran auch im Kyffhäuserkreis ein Problem? Auf Anfrage von kn sagte der Vorsitzende des Anglerverein Sondershausen, Klaus Schulz, dass man über die recht zahlreiche Anwesenheit des Kormorans nicht gerade erfreut ist, schließlich holt so ein Kormoran gut und gerne 400 bis 500 g Fisch aus den Gewässern, pro Tag wohlgemerkt.

Klaus Schulz machte dabei auf ein weiteres Problem aufmerksam. Da jetzt langsam alle Teiche und Seen zufrieren, bedienen sich die Kormorane besonders an den noch offenen Flüssen wie Wipper und Unstrut. Besonders betroffen sei die Wipper im Bereich um Seega, aber auch die Unstrut zwischen Oldisleben und Roßleben wäre stark betroffen. Besonders betroffen seien die Bestände an Forellen. Es ärgert uns schon, so Klaus Schulz, wenn man die Flüsse mit Jungfischen besetzt und die Kormorane sich die Forellen dann „angeln“, wobei er einräumt, dass sie das sehr geschickt machen.

Genaue Zahlen über die Kormorane liegen nicht vor, aber schon Ende 2008 hatte Wolfgang Sauerbier vom Umweltamt Kyffhäuserkreis geschätzt, dass es bestimmt 300 Kormorane im Kyffhäuserkreis (einschließlich Stausee Kelbra) gäbe. Das wären schon ca. 150 kg Fisch, die da zurzeit aus den Flüsse geholt werden, täglich.
Foto: Hans-Jürgen Schmidt
Autor: khh

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