Di, 13:55 Uhr
05.01.2010
BUNT, SCHRILL UND SEXY
Auf der Bühne des Theaters tanzten sie zuletzt ein Märchen zu Peter Tschaikowskys klassischer Musik, wenn sie aber auf ihrer Probebühne in Niedersalza arbeiten, dann erklingt ganz andere Musik: Baby Love, Let it be oder Satisfaction schallen durch den Raum. Die Tänzer der Ballettkompanie des Theaters Nordhausen erarbeiten das neue Ballett von Jutta Wörne.
Die Fotos zeigen Beth Keasey bei den Proben zu Bunt, schrill und sexy
Bunt, schrill und sexy heißt es und wird am 12. Februar seine Premiere im Theater Nordhausen feiern. Der ungewöhnliche Titel Bunt, schrill und sexy beschreibt eine Kunstrichtung, die als Pop Art bekannt ist. Jutta Wörne hat sich mit der Entstehung dieser Kunstrichtung beschäftigt, die noch heute unsere Welt bestimmt, zum Beispiel in der Ästhetik der Werbung: bunt, schrill und sexy. Bei den Proben verwandelt sich die Probebühne in eine Factory, eine Fabrik, wie sie Andy Warhol als Atelier nutzte.
Warhol lud bildende Künstler, Musiker, Tänzer, Schauspieler, auch eine Reihe von Selbstdarstellern in seine Factory ein. Hier entstanden reproduzierbare Werke der neuen Kunstrichtung. Aber auch die Idole der Sechziger Jahre wie Jimi Hendrix oder Edie Sedgwick etablierten sich hier.
Jutta Wörne lässt die Tänzer an ihrer Begeisterung für die Zeit eines neuen Aufbruchs teilhaben. Jeder Tänzer ist in seiner Individualität gefragt und darf eine Person schaffen. Das Schrittmaterial gibt die Choreographin vor. Doch was das Besondere an der in die fiktive Factory eingeladenen Person ist, ob sie sich selbst zum Kunstwerk hochstilisiert, ob sie mit sich eins ist oder gerade erst auf der Suche, ob sie viele Kontakte zu den anderen hat oder ob sie ganz jung und frisch ist, das wird erst ausprobiert.
Seit November beschäftigen sich die Tänzer und Tänzerinnen täglich mit dem neuen Abend. Inzwischen sind die wichtigsten Schritte sicher. Doch nun geht es an die Feinarbeit: Was machen die anderen Tänzer, während Beth Keasey zum Beispiel ein großes Solo tanzt? Nichts überlässt die Choreographin dem Zufall, immer sind alle Tänzer gefragt. Das Nachdenken über ihre Figuren scheint ihnen Spaß zu machen, denn die jungen Tänzer stehen ebenso am Beginn ihrer Karriere wie jene, die einst aus ihrem Lebensgefühl die Richtung Pop Art schufen.
Bis Anfang Februar laufen die Proben unter Ausschluss der Öffentlichkeit ab. Am 2. Februar wird es eine erste Begegnung mit Publikum geben, wenn die Ballettkompanie zur Einführung in das Ballett ins Theater einlädt.
Karten für die neue Ballettproduktion gibt es bereits an der Theaterkasse (Tel. 0 36 31/98 34 52), in der Sondershausen-Information (Tel. 0 36 32/78 81 11) und an allen Vorverkaufsstellen der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH.
Autor: nnz/knDie Fotos zeigen Beth Keasey bei den Proben zu Bunt, schrill und sexy
Bunt, schrill und sexy heißt es und wird am 12. Februar seine Premiere im Theater Nordhausen feiern. Der ungewöhnliche Titel Bunt, schrill und sexy beschreibt eine Kunstrichtung, die als Pop Art bekannt ist. Jutta Wörne hat sich mit der Entstehung dieser Kunstrichtung beschäftigt, die noch heute unsere Welt bestimmt, zum Beispiel in der Ästhetik der Werbung: bunt, schrill und sexy. Bei den Proben verwandelt sich die Probebühne in eine Factory, eine Fabrik, wie sie Andy Warhol als Atelier nutzte.
Warhol lud bildende Künstler, Musiker, Tänzer, Schauspieler, auch eine Reihe von Selbstdarstellern in seine Factory ein. Hier entstanden reproduzierbare Werke der neuen Kunstrichtung. Aber auch die Idole der Sechziger Jahre wie Jimi Hendrix oder Edie Sedgwick etablierten sich hier.
Jutta Wörne lässt die Tänzer an ihrer Begeisterung für die Zeit eines neuen Aufbruchs teilhaben. Jeder Tänzer ist in seiner Individualität gefragt und darf eine Person schaffen. Das Schrittmaterial gibt die Choreographin vor. Doch was das Besondere an der in die fiktive Factory eingeladenen Person ist, ob sie sich selbst zum Kunstwerk hochstilisiert, ob sie mit sich eins ist oder gerade erst auf der Suche, ob sie viele Kontakte zu den anderen hat oder ob sie ganz jung und frisch ist, das wird erst ausprobiert.
Seit November beschäftigen sich die Tänzer und Tänzerinnen täglich mit dem neuen Abend. Inzwischen sind die wichtigsten Schritte sicher. Doch nun geht es an die Feinarbeit: Was machen die anderen Tänzer, während Beth Keasey zum Beispiel ein großes Solo tanzt? Nichts überlässt die Choreographin dem Zufall, immer sind alle Tänzer gefragt. Das Nachdenken über ihre Figuren scheint ihnen Spaß zu machen, denn die jungen Tänzer stehen ebenso am Beginn ihrer Karriere wie jene, die einst aus ihrem Lebensgefühl die Richtung Pop Art schufen.
Bis Anfang Februar laufen die Proben unter Ausschluss der Öffentlichkeit ab. Am 2. Februar wird es eine erste Begegnung mit Publikum geben, wenn die Ballettkompanie zur Einführung in das Ballett ins Theater einlädt.
Karten für die neue Ballettproduktion gibt es bereits an der Theaterkasse (Tel. 0 36 31/98 34 52), in der Sondershausen-Information (Tel. 0 36 32/78 81 11) und an allen Vorverkaufsstellen der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH.
