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Mo, 15:19 Uhr
11.01.2010

Platz 2 bei der Dichte

Das Handwerk hat in Thüringen nicht nur goldenen Boden, sondern zeigt sich zunehmend als Wirtschaftsfaktor. Vor allem in Krisenzeiten wie dieser...


„Das Handwerk ist ein starker, innovativer Wirtschaftsbereich in Thüringen“: Das erklärte Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig heute bei einem Besuch der Handwerkskammer Erfurt. Mit dem „Fachzentrum Erneuerbare Energien“ in der Landeshauptstadt habe das Handwerk seine Kompetenzen frühzeitig auf ein wichtiges Zukunftsthema ausgerichtet. „Anwendung und Einsatz grüner Technologien sind ohne das Handwerk nicht denkbar“ so der Minister.

Zugleich biete dieser Bereich Chancen für neue, umsatzstarke Produkte und Angebote. „In der neuen Thüringer Wirtschafts-, Technologie- und Energiepolitik wird das Handwerk deshalb künftig eine wichtige Rolle spielen.“ Vereinbart wurde heute eine Kooperation zum Thema energieeffizientes Bauen, an der auch die Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen (LEG) und der Bauhaus-Universität Weimar beteiligt sind.

In der momentanen schwierigen Konjunktursituation gehe es zuallererst darum, die Handwerksbetriebe zu sichern und für die notwendige Liquidität zu sorgen: „Wir müssen alles dafür tun, dass die Unternehmen das Jahr 2010 finanziell überstehen“, betonte Machnig. Dafür stehen den Handwerksbetrieben schon heute die Programme GuW Plus, Thüringen-Kapital und der Konsolidierungsfonds zur Verfügung. Auch über die Bürgschaftsprogramme des Landes können notwendige Finanzierungen abgesichert werden.

Darüber hinaus soll den Betrieben aber künftig der Zugang zu Krediten durch ein Kleinkreditprogramm erleichtert werden. Hierzu laufen Gespräche mit der Mikrofinanzagentur und der Thüringer Aufbaubank (TAB), die bei der Umsetzung des Programms kooperieren sollen. Das Programm soll noch im ersten Halbjahr 2010 starten.

Thüringen ist traditionell ein Land des Handwerks: Bei der Betriebsdichte im Handwerk liegt der Freistaat bundesweit – hinter Bayern, aber vor Baden-Württemberg – auf Rang 2. Die Handwerksbetriebe in Thüringen bilden gut ein Drittel aller Lehrlinge im Land aus. „Das Handwerk ist ein Beschäftigungstreiber für Thüringen“, sagte Machnig. Mit der zunehmenden Bedeutung der grünen Technologien erschlössen sich hier neue, interessante Ausbildungs- und Berufsfelder. Insgesamt gibt es im Freistaat derzeit 31.000 Handwerksbetriebe mit 183.000 Beschäftigten. Zudem werden rund 11.000 Lehrlinge in insgesamt 166 Handwerksberufen ausgebildet.

Das Wirtschaftsministerium hat die Handwerksbetriebe im Jahr 2009 mit gut 1,3 Millionen Euro unterstützt – u.a. für Messebeteiligungen, Technologietransfer oder Projekte zur Verbesserung von Verfahren und Abläufen. Daneben wurden Existenzgründer und KMU im Rahmen der Beratungsförderung noch einmal mit rund 1,2 Millionen Euro gefördert.
Autor: nnz/kn

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