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Do, 10:26 Uhr
14.01.2010

Keine Panik

Jeden Tag liest oder hört man den Satz: Der Winter hat es fest im Griff. Dabei hielt sich die Zahl der Verkehrsunfälle in Nordthüringen in diesem Winter noch in Grenzen. Wie es mit dem vergangenen Winter im Freistaat aussah, das haben wir recherchiert...


Frau Holle ist zurzeit sehr freigiebig mit Schnee. Es sieht zwar wunderbar aus, bringt aber gerade im Straßenverkehr viele Beeinträchtigungen und Gefahren. Wie sah die Verkehrsunfallbilanz des letzten Winters in Thüringen aus?

Im Winter 2008/2009 (Oktober 2008 bis März 2009) nahm die Thüringer Polizei 858 Unfälle mit der Ursache 'Eis und Schneeglätte' auf. Das waren nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik 391 Unfälle oder 83,7 Prozent mehr als in den sechs Monaten des Winterhalbjahres 2007/2008.

Bei 435 Unfällen bei Eis und Schneeglätte kamen 597 Personen zu Schaden, wobei 485 Personen leicht verletzt wurden. Jeder Fünfte (110 Personen) erlitt schwere Verletzungen und 2 Menschen wurden getötet. Bei weiteren 423 Unfällen gab es schwerwiegende Sachschäden.

Während sich die Zahl der Unfälle bedingt durch schlechte Straßenverhältnisse im Winter 2008/2009 sowie die dabei Schwer- und Leichtverletzten gegenüber dem Winter 2007/2008 fast verdoppelten, ist die Zahl der Getöteten von 4 auf 2 gesunken.

Die meisten Unfälle ereigneten sich in den Morgenstunden zwischen 5 und 6 Uhr (51 Unfälle), 6 und 7 Uhr (67 Unfälle) und zwischen 7 und 8 Uhr (89 Unfälle). Fast ein Drittel aller Unfälle, verursacht durch Eis und Schneeglätte, passierte auf Landstraßen (236 Unfälle). Auf Autobahnen kam es zu 143 Unfällen (16,7 Prozent).

Unter den kreisfreien Städten und Landkreisen passierten im Saale-Orla-Kreis die meisten Unfälle (108), gefolgt von der Stadt Erfurt mit 68 Unfällen und dem Saale Holzlandkreis mit 61 Unfällen.In den Städten Gera waren es 18 Unfälle, in Jena, Suhl und Weimar jeweils 22 Unfälle.
Autor: nnz/kn

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