Do, 15:52 Uhr
21.01.2010
Immer weniger
Thüringen verliert nicht nur Jahr für Jahr Menschen, es arbeiten auch immer weniger Menschen im Freistaat. Wir haben die aktuellen Überblick des vergangenen Jahres für Sie aufbereitet...
Im Jahr 2009 hatten im Jahresdurchschnitt 1 014 800 Personen einen Arbeitsplatz in Thüringen. Das waren nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik 13 800 Personen bzw. 1,3 Prozent weniger als im Jahr 2008. Damit gab es in Thüringen im Jahr 2009 nach ersten vorläufigen Berechnungen erstmals seit dem Jahr 2005 wieder einen Rückgang der Zahl der Erwerbstätigen. Von 2005 bis 2008 hat sich die Zahl der Erwerbstätigen in Thüringen um 23 600 Personen bzw. 2,3 Prozent erhöht.
In Deutschland nahm im Jahr 2009 die Zahl der Erwerbstätigen gegenüber dem Vorjahr um 37 000 Personen bzw. 0,1 Prozent auf 40 242 000 Personen ab. Wie die Berechnungen des Arbeitskreises Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder zeigen, entfielen 30 100 Personen dieses Rückgangs auf die neuen Bundesländer (ohne Berlin). Der prozentuale Rückgang im Gebiet der neuen Bundesländer (ohne Berlin) betrug 0,5 Prozent, der im früheren Bundesgebiet (ohne Berlin) 0,1 Prozent. Unter den Bundesländern verzeichneten Berlin (+ 1,6 Prozent), Hamburg (+ 0,9 Prozent) und Brandenburg (+ 0,7 Prozent) die höchsten Zuwachsraten, das Saarland (- 0,8 Prozent), Sachsen (- 0,9 Prozent) und Thüringen (- 1,3 Prozent) die prozentual höchsten Arbeitsplatzrückgänge.
Ausschlaggebend für die Entwicklung der Erwerbstätigkeit in Thüringen im Jahr 2009 war u. a. der Rückgang der Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten gegenüber 2008 im Durchschnitt der jeweils ersten 10 Monate um ca. 8 400 Personen bzw. 1,1 Prozent. In Deutschland nahm die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im gleichen Zeitraum um 0,1 Prozent zu.
Spürbaren Einfluss auf die Erwerbstätigenentwicklung in Thüringen im Jahr 2009 hatte auch der Rückgang der so genannten marginalen Beschäftigung. Dazu zählen geringfügig Beschäftigte, kurzfristig Beschäftigte und die Ein-Euro-Jobs (Förderung der Erwerbstätigkeit in Form von Arbeitsgelegenheiten nach § 16 Abs. 3 SGB II). Im Gebiet aller neuen Bundesländer war der Rückgang der marginalen Beschäftigung weniger ausgeprägt.
Den vorgelegten Erwerbstätigenzahlen liegt das so genannte Arbeitsortkonzept zugrunde, d.h. die ausgewiesenen Ergebnisse umfassen nur diejenigen Erwerbstätigen, die ihren Arbeitsort in Thüringen haben. Auspendler in die anderen Bundesländer bleiben unberücksichtigt, Einpendler aus anderen Bundesländern sind einbezogen.
Über die Entwicklung der Zahl der Erwerbstätigen am Arbeitsort im Jahr 2009 in den einzelnen Bundesländern informiert eine beigefügte Tabelle. Eine weitere Tabelle zeigt die Entwicklung der Erwerbstätigen ab dem Jahr 1991 in Thüringen im Vergleich zu Deutschland sowie den Großraumregionen früheres Bundesgebiet (ohne Berlin) und neue Bundesländer (ohne Berlin).
Autor: nnz/knIm Jahr 2009 hatten im Jahresdurchschnitt 1 014 800 Personen einen Arbeitsplatz in Thüringen. Das waren nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik 13 800 Personen bzw. 1,3 Prozent weniger als im Jahr 2008. Damit gab es in Thüringen im Jahr 2009 nach ersten vorläufigen Berechnungen erstmals seit dem Jahr 2005 wieder einen Rückgang der Zahl der Erwerbstätigen. Von 2005 bis 2008 hat sich die Zahl der Erwerbstätigen in Thüringen um 23 600 Personen bzw. 2,3 Prozent erhöht.
In Deutschland nahm im Jahr 2009 die Zahl der Erwerbstätigen gegenüber dem Vorjahr um 37 000 Personen bzw. 0,1 Prozent auf 40 242 000 Personen ab. Wie die Berechnungen des Arbeitskreises Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder zeigen, entfielen 30 100 Personen dieses Rückgangs auf die neuen Bundesländer (ohne Berlin). Der prozentuale Rückgang im Gebiet der neuen Bundesländer (ohne Berlin) betrug 0,5 Prozent, der im früheren Bundesgebiet (ohne Berlin) 0,1 Prozent. Unter den Bundesländern verzeichneten Berlin (+ 1,6 Prozent), Hamburg (+ 0,9 Prozent) und Brandenburg (+ 0,7 Prozent) die höchsten Zuwachsraten, das Saarland (- 0,8 Prozent), Sachsen (- 0,9 Prozent) und Thüringen (- 1,3 Prozent) die prozentual höchsten Arbeitsplatzrückgänge.
Ausschlaggebend für die Entwicklung der Erwerbstätigkeit in Thüringen im Jahr 2009 war u. a. der Rückgang der Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten gegenüber 2008 im Durchschnitt der jeweils ersten 10 Monate um ca. 8 400 Personen bzw. 1,1 Prozent. In Deutschland nahm die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im gleichen Zeitraum um 0,1 Prozent zu.
Spürbaren Einfluss auf die Erwerbstätigenentwicklung in Thüringen im Jahr 2009 hatte auch der Rückgang der so genannten marginalen Beschäftigung. Dazu zählen geringfügig Beschäftigte, kurzfristig Beschäftigte und die Ein-Euro-Jobs (Förderung der Erwerbstätigkeit in Form von Arbeitsgelegenheiten nach § 16 Abs. 3 SGB II). Im Gebiet aller neuen Bundesländer war der Rückgang der marginalen Beschäftigung weniger ausgeprägt.
Den vorgelegten Erwerbstätigenzahlen liegt das so genannte Arbeitsortkonzept zugrunde, d.h. die ausgewiesenen Ergebnisse umfassen nur diejenigen Erwerbstätigen, die ihren Arbeitsort in Thüringen haben. Auspendler in die anderen Bundesländer bleiben unberücksichtigt, Einpendler aus anderen Bundesländern sind einbezogen.
Über die Entwicklung der Zahl der Erwerbstätigen am Arbeitsort im Jahr 2009 in den einzelnen Bundesländern informiert eine beigefügte Tabelle. Eine weitere Tabelle zeigt die Entwicklung der Erwerbstätigen ab dem Jahr 1991 in Thüringen im Vergleich zu Deutschland sowie den Großraumregionen früheres Bundesgebiet (ohne Berlin) und neue Bundesländer (ohne Berlin).