Di, 07:03 Uhr
26.01.2010
Nicht Temperatur allein entscheidet
Obwohl es bereits eine sehr lange Kälteperiode gab, ist die Wipper bei Sondershausen noch nicht zugefroren, ganz im Gegensatz zum Vorjahr...
Der Winter 2008/2009 war nicht gerade als Rekordkältewinter in die Annalen eingezogen. Trotzdem war es im Januar so kalt, dass am 13. Januar 2009 die Wipper bei Sondershausen schon vollkommen zugefroren war (Foto unten).
Seit Weihnachten 2009 ist es bis jetzt eigentlich nie mehr so richtig warm geworden und selten klettere mal die Temperatur über den Gefrierpunkt. Dafür fiel auch schon mal die Temperatur mit –15°C schon deutlich unter den Gefrierpunkt (um den 10. Januar herum).
Aber um den 13. Januar 2010 herum war nicht annähernd zu beobachten, dass die Wipper Tendenzen zeigen würde, zu zufrieren. Auch bis gestern Abend war nicht annähernd zu sehen, dass sich bereits ein Eisansatz am Rande zeigen könnte. Warum friert die Wipper dieses Jahr eigentlich nicht zu?
Erste Vermutungen wurden geäußert. Als die erste Meinung kam, dass läge an einem erhöhten Salzabstoß in die Wipper, fragte kn bei derThüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie Jena, Regionalstelle Sondershausen nach. Dort beschäftigt sich Marcel Möller u.a. mit Gewässerfragen im Unstrut-Wipper –Gebiet.
Die Aussage von Marcel Möller ist eindeutig, es liegt nicht an einem erhöhten Salzeintrag in die Wipper, dass der Fluss dieses Jahr noch nicht zugefroren ist. Die unterschiedliche Verhaltsweise resultiere aus verschiedenen Faktoren. Zu einem sei 2008/2009 der Wasserstand der Wipper sehr niedrig gewesen, woraus sich auch eine geringe Fließgeschwindigkeit ergab. Unter diesen Bedingungen konnte die Wipper bei nicht mal so anhaltend tiefen Temperaturen wie jetzt, wesentlich schneller zufrieren als dieses Jahr.
Vor allem einige Regenfälle am Ende des Jahres 2009 hatten für einen höheren Wipperstand mit höherer Fließgeschwindigkeit gesorgt. Durch die stärkeren Regenfälle im Quellgebiet der Wipper wird die Wipper zurzeit noch aus dem Untergrund mit recht großen Mengen und verhältnismäßig warmen Wasser gespeist, so dass deshalb die Wipper auch jetzt noch keine Anstalten macht zu zufrieren.
Unter den jetzigen Strömungsverhältnissen der Wipper bedürfe es nicht einer richtigen Kältewelle, um die Wipper zum zufrieren zu bringen, sowohl hinsichtlich Dauer der Kälte, als auch hinsichtlich noch tieferer Temperaturen. Unter diesen Bedingungen, sollte man lieber hoffen, dass die Wipper nicht doch noch zufrtiert!
Autor: khhDer Winter 2008/2009 war nicht gerade als Rekordkältewinter in die Annalen eingezogen. Trotzdem war es im Januar so kalt, dass am 13. Januar 2009 die Wipper bei Sondershausen schon vollkommen zugefroren war (Foto unten).
Seit Weihnachten 2009 ist es bis jetzt eigentlich nie mehr so richtig warm geworden und selten klettere mal die Temperatur über den Gefrierpunkt. Dafür fiel auch schon mal die Temperatur mit –15°C schon deutlich unter den Gefrierpunkt (um den 10. Januar herum).
Aber um den 13. Januar 2010 herum war nicht annähernd zu beobachten, dass die Wipper Tendenzen zeigen würde, zu zufrieren. Auch bis gestern Abend war nicht annähernd zu sehen, dass sich bereits ein Eisansatz am Rande zeigen könnte. Warum friert die Wipper dieses Jahr eigentlich nicht zu?
Erste Vermutungen wurden geäußert. Als die erste Meinung kam, dass läge an einem erhöhten Salzabstoß in die Wipper, fragte kn bei derThüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie Jena, Regionalstelle Sondershausen nach. Dort beschäftigt sich Marcel Möller u.a. mit Gewässerfragen im Unstrut-Wipper –Gebiet.
Die Aussage von Marcel Möller ist eindeutig, es liegt nicht an einem erhöhten Salzeintrag in die Wipper, dass der Fluss dieses Jahr noch nicht zugefroren ist. Die unterschiedliche Verhaltsweise resultiere aus verschiedenen Faktoren. Zu einem sei 2008/2009 der Wasserstand der Wipper sehr niedrig gewesen, woraus sich auch eine geringe Fließgeschwindigkeit ergab. Unter diesen Bedingungen konnte die Wipper bei nicht mal so anhaltend tiefen Temperaturen wie jetzt, wesentlich schneller zufrieren als dieses Jahr.
Vor allem einige Regenfälle am Ende des Jahres 2009 hatten für einen höheren Wipperstand mit höherer Fließgeschwindigkeit gesorgt. Durch die stärkeren Regenfälle im Quellgebiet der Wipper wird die Wipper zurzeit noch aus dem Untergrund mit recht großen Mengen und verhältnismäßig warmen Wasser gespeist, so dass deshalb die Wipper auch jetzt noch keine Anstalten macht zu zufrieren.
Unter den jetzigen Strömungsverhältnissen der Wipper bedürfe es nicht einer richtigen Kältewelle, um die Wipper zum zufrieren zu bringen, sowohl hinsichtlich Dauer der Kälte, als auch hinsichtlich noch tieferer Temperaturen. Unter diesen Bedingungen, sollte man lieber hoffen, dass die Wipper nicht doch noch zufrtiert!


