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Do, 08:34 Uhr
28.01.2010

Land bleibt Träger

Mit Kettensägenlärm vor dem Thüringer LandtagEgon Primas: Niemand darf zurückgelassen werden haben gestern Forstarbeit aus Thüringen gegen die ihrer Meinung nach drohende Privatisierung der Forstämter protestiert. Dazu ein Statement von Egon Primas (CDU) in der nnz.


Für den Dienst der Waldarbeiter muss eine gemeinsam getragene Struktur gefunden werden. Das hat heute der agrarpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Egon Primas, gefordert. Dabei sind nach seinen Worten zwei Gesichtspunkte besonders wichtig. Zum einen gehe es darum, die älteren Waldarbeiter angemessen zu beschäftigen, zum anderen müsse Spielraum für die Einstellung des Berufsnachwuchses gefunden werden.

Das Durchschnittsalter der Waldarbeiter liegt derzeit bei fast 50 Jahren. Nach seinen Worten ist im gerade angelaufenen Diskussionsprozess weder an eine Privatisierung gedacht, noch daran, Waldarbeiter zu entlassen. Primas forderte den Hauptpersonalrat zu einer „sach- und zielorientierten Diskussion auf“.

Der Agrar- und Forstpolitiker betonte, dass „ausschließlich Strukturen diskutiert werden, bei denen das Land der Träger bleibt. Das hat mit einer Privatisierung nichts zu tun und gefährdet keinen Arbeitsplatz im Forst“. Gebraucht wird nach seinen Worten eine Lösung, bei der unabhängig vom Stellenplan des Landes beruflicher Nachwuchs gewonnen werden kann.

„Wir wollen sicherstellen, dass die in Thüringen ausgebildeten Forstwirte hier auch angestellt werden können. Diese Gestaltungsfreiheit haben wir in einer öffentlichen Verwaltung nicht, in der in den nächsten Jahren rund 10.000 Stellen eingespart werden müssen“, sagte Primas.

Mit Blick auf die älteren Waldarbeiter meinte der Nordthüringer Landtagsabgeordnete: „Wer 30 Jahre lang seine Knochen für den Forst hingehalten hat, kann das nicht bis zum Ende seines Berufslebens. Waldarbeit ist schwer.“ Bei der Suche nach Lösungen dürfe keiner zurückgelassen werden. Wie er abschließend hinzufügte, stehe auch die Forstwirtausbildung am Forstlichen Bildungszentrum in Gehren und in den Ausbildungsforstämtern nicht zur Disposition.

Gleiches gelte, wie in der Koalitionsvereinbarung festgehalten, auch für das bewährte Erfolgsmodell „Gemeinschaftsforstamt Thüringen“.
Autor: nnz/kn

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Kommentare
geloescht.otto
28.01.2010, 08:47 Uhr
es klingt
aus dem Artikel, als wäre nächste Woche in Thüringen Wahl! Versprechungen, Versprechungen, Versprecher??

Wer diesen dort gemachten Aussagen auch nur einen winzigen Glauben schenkt - dem ist leider nicht zu helfen. Politiker und ihre Versprechen, Zusagen und andere Lügen, was haben wir nicht schon alles in diesem unserem Staate erlebt!

Sobald auch nur der Anschein von etwas Gras über diese Sache gewachsen ist, wird es gemacht wie von oben gewollt! Leute da ist doch Kohle zu verdienen - was interessieren da ein paar Waldarbeiter mehr oder weniger.

Die Politik ist doch viel zu sehr mit dem Kapital verstrickt und macht letztendlich das was von dort gewollt ist. Bestes Beispiel: Mövenpickpartei!!
Friedenstaube
28.01.2010, 10:59 Uhr
SPD-Filz
Otto hat recht. Bundeskanzler Schröter a.D. und Bundeswirtschaftsminister Clemens a.D. (beide SPD) sind die besten Beispiele, wie sich "Sozial"-demokraten von der Wirtschaft kaufen lassen.

Beim Thema Privatisierung sind es ja wohl auch die Nordhäuser Sozialdemokraten, die beispielsweise beim Thema Krankenhaus Nordhausen, die Interessen der Wirtschaft -natürlich ohne eigenen Nutzen- vertreten.
Wolfgang Reinhardt
28.01.2010, 16:58 Uhr
Knochen hingehalten
Herr Primas hat, wohl als Einziger in seiner Partei, erkannt, dass man solch körperlich schwere Arbeiten, wie sie z.B. im Wald oder auf Dächern geleistet werden müssen mit zunehmendem Alter nicht mehr ausführen kann. So weit so gut.

Zu schlußfolgern wäre doch dann, dass man, zumindest für einige Berufe, das Renteneintrittsalter nicht auf 67 sondern auf vielleicht 63 Jahre festlegen müßte. Denn "Schonplätze für Ältere", so wie es sie bis 1990 gab sind ja heute nicht mehr machbar. Wenn aber jemand am Ende seines Arbeitslebens seine langjährige Tätigkeit aufgeben muß, kann er ja in der Regel nur ungelernte, zumindest aber nur Arbeiten mit niedrigeren, fachlichen oder körperlichen Anforderungen ausführen, die naturgemäß auch schlechter bezahlt werden.

Das wirkt sich dann aber auch nachteilig auf die Höhe der Rente aus. Für langjährig als Abgeordnete im Landtag oder Bundestag Tätige ist das ja kein Problem. Dort ist die Altersversorgung bestens gewährleistet. Es wäre daher wohl im Interesse vieler Betroffener schön, wenn sich Herr Primas in seiner Partei für Veränderungen in Punkto Renteneintrittsalter einsetzte. Auch ich würde mich darüber freuen und wünsche ihm Erfolg dabei.
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