Do, 10:37 Uhr
28.01.2010
Der Winter ist schuld
Wir haben mehr Arbeitslose als im Dezember, aber deutlich weniger als vor einem Jahr. Das ist die offizielle Parole der Nordhäuser Arbeitsagentur. Und so kann man selbst einer Meldung mit Negativ-Image noch etwas Positives abgewinnen. Heute wurden die Zahlen vorgestellt...
Karsten Froböse, der Vorsitzende der Nordhäuser Arbeitsagentur, informierte am Vormittag zur aktuellen Situation in Nordthüringen. Der strenge Winter mit seinen eisigen Temperaturen war im Januar der entscheidende Einflussfaktor für einen Anstieg der Arbeitslosigkeit. Dennoch ist die Zahl der Jobsuchenden im letzten Monat nicht so stark gestiegen wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Im Januar konnten mehr Arbeitslose in eine Beschäftigung gebracht werden als vor einem Jahr und wir unterstützten mehr Menschen durch berufliche Weiterbildung. Wir wollen durch marktgerechte Qualifizierung eine schnelle Arbeitsaufnahme ermöglichen. Im letzten Monat nahmen über 500 Menschen mehr an einer beruflichen Weiterbildung teil als vor zwölf Monaten.
Die Nordhäuser Arbeitsagentur registrierte insgesamt Ende Januar 19.837 Arbeitslose, 2.974 mehr als im Dezember. Zu Jahresbeginn 2009 erhöhte sich die Zahl der Jobsuchenden zum Vormonat um 3.360. Verglichen mit dem Vorjahr lag die Zahl der Arbeitslosen im letzten Monat noch um rund 1.800 (-8,4 %) niedriger als 2009.
Der Anstieg der Arbeitslosigkeit bei den Kunden der Arbeitsagentur (SGB III) fiel mit einem Zuwachs von 33,4 Prozent auf 8.189 höher aus, als bei den Kunden mit Grundsicherungsleistungen (SGB II). Hier ging die Zahl um 8,6 Prozent auf 11.648 nach oben.
Die Arbeitslosenquote, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen, stieg im Januar verglichen zum Vormonat um 2,1 Prozentpunkte auf 13,6 Prozent an. Im Jahr zuvor lag sie bei 14,6 Prozent. Am deutlichsten wurde der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Kyffhäuserkreis. Die Quote erhöhte sich hier um 2,7 Prozentpunkte auf 17,2 Prozent.
Fast 6.200 Personen meldeten sich zu Jahresbeginn bei der Nordhäuser Arbeitsagentur und den Arbeitsgemeinschaften arbeitslos, knapp 60 Prozent mehr als im Dezember. Über 4.100 Männer und Frauen kamen in Folge der Beendigung ihres Beschäftigungsverhältnisses, drei Prozent weniger als vor einem Jahr. Fast ein Drittel der Arbeitnehmer war zuvor im Baugewerbe und 11,8 Prozent in der verarbeitenden Industrie tätig.
768 Jobsuchende konnten in den letzten vier Wochen ihre Arbeitslosigkeit beenden und eine Tätigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt aufnehmen, das waren fast fünf Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Angesichts der auch im Januar wirtschaftlich schwierigen Verhältnisse sieht die Arbeitsagentur darin ein positives Signal.
Über 300 ungeförderte Stellen meldeten die Unternehmen und Verwaltungen im letzten Monat, rund 20 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. 58 Stellenangebote wurden von Personaldienstleistern aufgenommen, in 25 Fällen signalisierte das Gesundheitswesen Bedarf. Aus dem Handel und aus Instandhaltungsbereichen kamen 35 Stellen, das Baugewerbe hat trotz Wintereinbruchs 44 Arbeitnehmer gesucht, doppelt so viel wie vor einem Jahr. Weniger Stellen gab es aus der Finanz- und Versicherungsbranche und aus der öffentlichen Verwaltung.
Die Arbeitslosigkeit ist von Dezember auf Januarum 868 auf 6.437 Personen gestiegen. Das waren 320 Arbeitslose weniger als vor einemJahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im Januar 13,9%. Vor einem Jahr belief sie sich auf 14,5%. Dabei meldeten sich 1.869 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, 68 mehr als vor einem Jahr und gleichzeitig beendeten 1.003 Personen ihre Arbeitslosigkeit (+84). Der Stellenbestand ist im Januar um 57 Stellen auf 498 gestiegen; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 60 Stellen weniger. Arbeitgeber meldeten im Januar 224 neue Stellen, 53 weniger als vor einem Jahr.
Landkreis Eichsfeld
Die Arbeitslosigkeit ist von Dezember auf Januar um 935 auf 5.984 Personen gestiegen. Das waren 719 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im Januar 10,5%; vor einem Jahr belief sie sich auf 11,7%. Dabei meldeten sich 1.997 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, 298 weniger als vor einem Jahr und gleichzeitig beendeten 933 Personen ihre Arbeitslosigkeit (+76). Der Stellenbestand ist im Januar um 3 Stellen auf 267 gestiegen; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 85 Stellen mehr. Arbeitgeber meldeten im Januar 127 neue Stellen, 42 mehr als vor einem Jahr.
Kyffhäuserkreis
Die Arbeitslosigkeit ist von Dezember auf Januar um 1.171 auf 7.416 Personen gestiegen. Das waren 782 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im Januar 17,2%; vor einem Jahr belief sie sich auf 18,5%. Dabei meldeten sich 2.329 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, 120 mehr als vor einem Jahr und gleichzeitig beendeten 1.151 Personen ihre Arbeitslosigkeit (+39). Der Stellenbestand ist im Januar um 60 Stellen auf 449 gestiegen; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 6 Stellen mehr. Arbeitgeber meldeten im Januar 257 neue Stellen, 20 weniger als vor einem Jahr.
Autor: nnz/knKarsten Froböse, der Vorsitzende der Nordhäuser Arbeitsagentur, informierte am Vormittag zur aktuellen Situation in Nordthüringen. Der strenge Winter mit seinen eisigen Temperaturen war im Januar der entscheidende Einflussfaktor für einen Anstieg der Arbeitslosigkeit. Dennoch ist die Zahl der Jobsuchenden im letzten Monat nicht so stark gestiegen wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Im Januar konnten mehr Arbeitslose in eine Beschäftigung gebracht werden als vor einem Jahr und wir unterstützten mehr Menschen durch berufliche Weiterbildung. Wir wollen durch marktgerechte Qualifizierung eine schnelle Arbeitsaufnahme ermöglichen. Im letzten Monat nahmen über 500 Menschen mehr an einer beruflichen Weiterbildung teil als vor zwölf Monaten.
Die Nordhäuser Arbeitsagentur registrierte insgesamt Ende Januar 19.837 Arbeitslose, 2.974 mehr als im Dezember. Zu Jahresbeginn 2009 erhöhte sich die Zahl der Jobsuchenden zum Vormonat um 3.360. Verglichen mit dem Vorjahr lag die Zahl der Arbeitslosen im letzten Monat noch um rund 1.800 (-8,4 %) niedriger als 2009.
Der Anstieg der Arbeitslosigkeit bei den Kunden der Arbeitsagentur (SGB III) fiel mit einem Zuwachs von 33,4 Prozent auf 8.189 höher aus, als bei den Kunden mit Grundsicherungsleistungen (SGB II). Hier ging die Zahl um 8,6 Prozent auf 11.648 nach oben.
Die Arbeitslosenquote, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen, stieg im Januar verglichen zum Vormonat um 2,1 Prozentpunkte auf 13,6 Prozent an. Im Jahr zuvor lag sie bei 14,6 Prozent. Am deutlichsten wurde der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Kyffhäuserkreis. Die Quote erhöhte sich hier um 2,7 Prozentpunkte auf 17,2 Prozent.
Fast 6.200 Personen meldeten sich zu Jahresbeginn bei der Nordhäuser Arbeitsagentur und den Arbeitsgemeinschaften arbeitslos, knapp 60 Prozent mehr als im Dezember. Über 4.100 Männer und Frauen kamen in Folge der Beendigung ihres Beschäftigungsverhältnisses, drei Prozent weniger als vor einem Jahr. Fast ein Drittel der Arbeitnehmer war zuvor im Baugewerbe und 11,8 Prozent in der verarbeitenden Industrie tätig.
768 Jobsuchende konnten in den letzten vier Wochen ihre Arbeitslosigkeit beenden und eine Tätigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt aufnehmen, das waren fast fünf Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Angesichts der auch im Januar wirtschaftlich schwierigen Verhältnisse sieht die Arbeitsagentur darin ein positives Signal.
Über 300 ungeförderte Stellen meldeten die Unternehmen und Verwaltungen im letzten Monat, rund 20 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. 58 Stellenangebote wurden von Personaldienstleistern aufgenommen, in 25 Fällen signalisierte das Gesundheitswesen Bedarf. Aus dem Handel und aus Instandhaltungsbereichen kamen 35 Stellen, das Baugewerbe hat trotz Wintereinbruchs 44 Arbeitnehmer gesucht, doppelt so viel wie vor einem Jahr. Weniger Stellen gab es aus der Finanz- und Versicherungsbranche und aus der öffentlichen Verwaltung.
Der Blick in die Regionen
Landkreis NordhausenDie Arbeitslosigkeit ist von Dezember auf Januarum 868 auf 6.437 Personen gestiegen. Das waren 320 Arbeitslose weniger als vor einemJahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im Januar 13,9%. Vor einem Jahr belief sie sich auf 14,5%. Dabei meldeten sich 1.869 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, 68 mehr als vor einem Jahr und gleichzeitig beendeten 1.003 Personen ihre Arbeitslosigkeit (+84). Der Stellenbestand ist im Januar um 57 Stellen auf 498 gestiegen; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 60 Stellen weniger. Arbeitgeber meldeten im Januar 224 neue Stellen, 53 weniger als vor einem Jahr.
Landkreis Eichsfeld
Die Arbeitslosigkeit ist von Dezember auf Januar um 935 auf 5.984 Personen gestiegen. Das waren 719 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im Januar 10,5%; vor einem Jahr belief sie sich auf 11,7%. Dabei meldeten sich 1.997 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, 298 weniger als vor einem Jahr und gleichzeitig beendeten 933 Personen ihre Arbeitslosigkeit (+76). Der Stellenbestand ist im Januar um 3 Stellen auf 267 gestiegen; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 85 Stellen mehr. Arbeitgeber meldeten im Januar 127 neue Stellen, 42 mehr als vor einem Jahr.
Kyffhäuserkreis
Die Arbeitslosigkeit ist von Dezember auf Januar um 1.171 auf 7.416 Personen gestiegen. Das waren 782 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im Januar 17,2%; vor einem Jahr belief sie sich auf 18,5%. Dabei meldeten sich 2.329 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, 120 mehr als vor einem Jahr und gleichzeitig beendeten 1.151 Personen ihre Arbeitslosigkeit (+39). Der Stellenbestand ist im Januar um 60 Stellen auf 449 gestiegen; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 6 Stellen mehr. Arbeitgeber meldeten im Januar 257 neue Stellen, 20 weniger als vor einem Jahr.


