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Mi, 12:12 Uhr
03.02.2010

Weiter steigende Insolvenzzahlen

Vom Januar bis November 2009 verzeichnete das Statistische Landesamt weiterhin eine steigende Anzahl von Unternehmens- und Verbraucherinsolvenzen. Die genauen Zahlen erfahren Sie hier.

In den ersten elf Monaten 2009 meldeten die Thüringer Amtsgerichte 578 Unternehmensinsolvenzen.
Damit waren nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik 71 Unternehmen (+ 14,0 Prozent) mehr insolvent als in den ersten elf Monaten 2008.

Von den insgesamt 3 950 Insolvenzverfahren entfielen 14,6 Prozent der Insolvenzanträge auf Unternehmen und 85,4 Prozent auf übrige Schuldner (natürliche Personen als Gesellschafter u. Ä., ehemals selbständig Tätige, Verbraucher und Nachlässe).

Die 578 insolventen Unternehmen beschäftigten zum Zeitpunkt des Antrages noch 3 131 Arbeitnehmer.
Der wirtschaftliche Schwerpunkt der Unternehmensinsolvenzen lag mit 133 Verfahren im Baugewerbe, gefolgt vom Bereich Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen mit 106 Verfahren. Gegenüber dem Vergleichszeitraum 2008 stieg im Baugewerbe die Zahl der Unternehmensinsolvenzen um 37,1 Prozent, im Bereich Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen um 6,0 Prozent. Die Zahl der Insolvenzen im Verarbeitenden Gewerbe stieg im Vergleich zu den ersten elf Monaten 2008 um einen Antrag auf 63 Insolvenzfälle.

Nach Rechtsformen betrachtet mussten am häufigsten Gesellschaften mit beschränkter Haftung (291) sowie Einzelunternehmen, Freie Berufe und Kleingewerbe (201) Insolvenz anmelden.

Insgesamt gab es 3 950 Insolvenzverfahren. Das waren 219 Anträge bzw. 5,9 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des vergangenen Jahres. 3 669 Verfahren wurden eröffnet, das waren 92,9 Prozent aller Insolvenzanträge.
252 Verfahren (6,4 Prozent) wurden mangels Masse abgewiesen und 29 Verfahren endeten mit der Annahme eines Schuldenbereinigungsplanes.
Die voraussichtlichen Gläubigerforderungen bezifferten die Gerichte auf insgesamt rund 937 Millionen Euro. Pro Verfahren standen Forderungen von durchschnittlich 237 Tausend Euro aus.

Bei den übrigen Schuldnern wurden in den ersten elf Monaten 3 372 Verfahren gemeldet, 148 Verfahren bzw. 4,6 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum 2008.
2 512 private Verbraucher nahmen von Januar bis November 2009 das Insolvenzrecht in Anspruch.
Das waren 235 Verfahren bzw. 10,3 Prozent mehr als in den ersten elf Monaten 2008.
780 Verfahren (6,8 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum 2008) betrafen ehemals selbständig Tätige, die die erneute Aufnahme eines früheren Insolvenzverfahrens beantragten.
Autor: nnz

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