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Mo, 12:36 Uhr
15.02.2010

Die Berufe-Hitliste

Welcher Beruf ist bei Jugendlichen am beliebtesten und wo bestehen Nachwuchsprobleme? Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt analysierte das abgelaufene Ausbildungsjahr, in dem die Kammer 5.276 Neuverträge registrierte. In Thüringen wurde insgesamt 13.453 Jugendlichen eine Lehrstelle vermittelt. Hier geht es erst einmal zur Hitliste...


„Klassische Berufe wie der Koch und die Verkäuferin stehen nach wie vor ganz oben bei den Ausbildungsabschlüssen“, bilanziert IHK-Hauptge-schäftsführer Gerald Grusser. Insgesamt sei aufgrund des demografischen Wandels aber ein Rückgang an Lehrverträgen zu verzeichnen. Davon wäre der kaufmännische Bereich einschließlich des Handels jedoch am wenigsten betroffen. So hätten im vergangenen Jahr allein 700 Jugendliche eine Ausbildung im Handel abgeschlossen. „Die Beliebtheit für den Beruf des Einzelhandelskaufmanns ist ungebrochen“, resümiert der IHK-Chef.

Mit großer Sorge würde hingegen die Entwicklung in der gewerblich-technischen Ausbildung betrachtet. Vor allem im Metall- und Elektrobereich suchten Firmen händeringend nach geeigneten Bewerbern. Einen überdurchschnittlichen Rückgang an Verträgen wiesen hier vor allem die Berufe Konstruktionsmechaniker (-44 Prozent), Verfahrensmechaniker für Kunststoff und Kautschuk (-36 Prozent) oder Mechatroniker (-30 Prozent) auf. Dabei seien das genau die Fachrichtungen, in denen die Unternehmen des Freistaats bereits heute dringend Fachkräfte benötigten und die Jugendlichen gute Übernahmechancen nach der Ausbildung hätten.

Zudem mahnt Grusser an, die Neufassung von Berufen konsequent weiter zu betreiben. Der technische Wandel müsse sich jeweils auch in den Berufen abbilden. Nur so werde die Attraktivität für Unternehmen und Auszubildende gleichermaßen aufrechterhalten. Deshalb setze sich die Erfurter Kammer auch für einen speziellen Berufsabschluss in der Solarindustrie ein, der bundesweit Anerkennung findet.

Auch für Frauen stünden längst alle Türen offen. Auf sämtliche 360 Ausbildungsrichtungen könnten sich Mädchen und Jungen gleichermaßen bewerben. Dennoch sei die Zahl junger Frauen, die sich für naturwissenschaftlich-orientierte Berufe entscheiden, gering. „Leider orientieren sich Bewerberinnen immer noch zu oft an traditionellen Frauenberufen oder drängen in selten angebotene Ausbildungen wie zur Tierpflegerin“, so der IHK-Chef. Auf 10 Lehrstellen kämen hier in Thüringen mehr als 100 Bewerber. Beim kommenden Girls' Day im April könnten die jungen Frauen interessante Berufe in Technik, Handwerk und Naturwissenschaften neu entdecken.

Für 2010 rechnet die Kammer mit dem Abschluss von rund 5.000 Ausbildungsverträgen. „Derzeit sind schon über 700 freie betriebliche Plätze in unserer Online-Lehrstellenbörse erfasst, darunter 250 im gewerblich-technischen Bereich“, informiert der Hauptgeschäftsführer. In den kommenden Wochen rechnet er mit einem großen Zuwachs. Dem gegenüber seien es erst 158 Auszubildende, die per Internet eine Stelle suchten und das Online-Serviceangebot der IHK umfassend nutzten.

„Die frühzeitige Berufsorientierung und realistische Auseinandersetzung mit der Zukunft ist bei Jugendlichen noch zu wenig ausgeprägt“, gibt Grusser zu bedenken. Im Ausbildungsstellenatlas von IHK und HWK könnten die Schüler im Internet aber schon heute die Berufsangebote in Thüringen recherchieren.
Autor: nnz/kn

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